Kalenderblätter [26]

Der verdienstvolle Ehrenamtler – Zum 80. Geburtstag von Alfred Schlya am 25. Oktober – Von DSB-Präsident HERBERT BASTIAN

 

Alfred Schlya

Alfred Schlya (by G. Hund)

Der Jahrgang 1935 wird nicht nur eine Reihe herausragender Schachspieler präsentiert, sondern es gibt auch jene selbstlosen Funktionäre, die sich unermüdlich um die Entwicklung des Schachsport in Deutschland bemüht haben. Dazu zählt selbstverständlich Alfred Schlya, der 14. Präsident des Deutschen Schachbundes, der in Hettstedt geboren wurde und den der amtierende DSB-Präsident Herbert Bastian im folgenden Beitrag würdigt.

 

Am 25. Oktober feierte der ehemalige Präsident des Deutschen Schachbundes seinen 80.Geburtstag. Alfred Schlya war von 1993 bis 2001 Präsident des Schachbundes Nordrhein-Westfalen und ist heute dessen Ehrenpräsident. Er ist ebenfalls Ehrenpräsident des Oberhausener Schachvereins 1887 e.V., welchem er 1951 beitrat. Als dessen Mitglied organisierte Schlya die Europa-Mannschaftsmeisterschaft im Schach 1961 beim OSV 1887 in Oberhausen.

 

Alfred Schlya war maßgeblich daran beteiligt, dass Schach gemeinnützig wurde. Im Jahr 2001 wurde er zum Präsidenten des Deutschen Schachbundes gewählt, nachdem er seit 1993 den Arbeitskreis der Landesverbände [AKLV] stark mitgeprägt hatte. Beim Bundeskongress 2007 kandidierte er nicht zur Wiederwahl und wurde auch hier zum Ehrenpräsidenten gewählt.

 

Als wichtigstes Ergebnis seiner Amtszeit ist die Übertragung der Schacholympiade 2008 nach Dresden zu nennen, die 2004 in Calvià erfolgte.

 

Schon im Jahre 1994 erhielt Alfred Schlya das Bundesverdienstkreuz am Bande. Im Jahre 2014 erhielt er für 60 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit im Stadtsportbund Oberhausen den Ehrenring der Stadt Oberhausen, die höchste Auszeichnung der Stadt, sowie die Silberne Ehrennadel des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen.

 

Das Präsidium des Deutschen Schachbundes gratuliert Alfred Schlya sehr herzlich zu seinem Geburtstag und wünscht ihm noch viele schöne Jahre in der gewohnten geistigen Frische!

 

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P.S.: Alfred Schlya ist nach wie vor ehrenamtlich aktiv. So nimmt er alljährlich am Kongress es Landesschachbundes Brandenburg teil, deren Ehrenmitglied der Jubilar seit 2001 ist.

 

Das hat genauso etwas mit seiner der Liebe zum Königlichen Spiel zu tun wie mit seiner Einstellung, sich in die Pflicht nehmen zu lassen wie seinerzeit bei der Übernahme des sicherlich schwierige Amt des DSB-Präsidenten. Lesen Sie auch unbedingt deshalb die Laudatio auf Alfred Schlya, gehalten während des Kongresses des Deutschen Schachbundes am 19. Mai 2007 in Bad Wiessee von Dr. Hans-Jürgen Weyer, Präsident des Schachbundes NRW [http://www.schachbund.de/news/laudatio-zu-schlyas-abschied.html ].

 

[Redaktion Raymund Stolze]

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