Schlussgerade der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft DSAM

Letztes Turnier der 6 Qualifikationsrunden begann in Kassel – Ein Beitrag von RALF MULDE

 

CM Prof. Dr. Matthias Kiese

CM Prof. Dr. Matthias Kiese

Kassel! Ideale Bedingungen im RAMADA-Hotel zum Schachspiel, denn die Sonne hat sich dieses Wochenende wohl doch ein wenig verzogen, so dass die 348 Spielerinnen und Spieler (43 weiblich, 305 männlich) der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft DSAM nur hin und wieder im hübschen Kurpark vor unserem Hotel schlendern, gedankenversunken zwischen Sizilianisch, Trompowski und dem üblichen “hätte ich doch auf … nehmen sollen?”

 

CM Prof. Dr. Matthias Kiese, Bochum, führt die Setzliste der Gruppe A an und muss daher als Turnierfavorit angesehen werden. Kaufen kann man sich dafür natürlich nix, denn gespielt werden muss ja noch. Völlig chancenlos ist dagegen wohl der hessische “Nationaltrainer” FM Uwe Kersten, denn der Kasseler hat ja glatte zwei Elo-Punkte weniger als Meister Kiese …

 

Mit dabei ist wieder Emily Rosmait von der “TuRa Harksheide von 1945 Norderstedt” (was für ein Name!), die mit DWZ 1816 und Elo 1931 als 62. in der B-Gruppe startet und also dies Gruppe auf gar keinen Fall gewinnen kann. – Ob ihr das aber vorher schon jemand gesagt hat …? Der völlig unneutrale Berichterstatter könnte sich für die aufstrebende Spielerin ein gutes Turnierergebnis vorstellen.

Turnierseite

Hartlaub Marianne

Hartlaub Marianne

Ältester Teilnehmer ist diesmal nicht Hubert Walkewitz, der 1935 Geborene ist ja fast noch ein junger Spund, sondern die knapp 90jährige Marianne Hartlaub. Ob die 1926 geborene Schachfreundin mit dem eigentlich Bremerhavener Spieler Carl Hartlaub (1869 – 1929) verwandt sei, möchten wir sie im Laufe des Turniers fragen. Dem Carl Hartlaub bescheinigte immerhin sein Zeitgenosse Weltmeister Dr. Emanuel Lasker, ein “Spieler von außerordentlicher Fantasie” zu sein und der andere Doktor, Dr. Robert Hübner, sah bei ihm ein “feines Gespür für frühzeitige rasche und überraschende Attacken” – beides nach Wikipedia zitiert -.

 

Voecking Schwestern

Voecking Schwestern

Jüngste Spielerin ist die 2009 geborene Julia Vöcking; ihre Schwester Laura ist etwas mehr als zwei Jahre älter als Julia, also schon uuuuuuuuralt … Die beiden Blondschöpfe leuchten durch den ganzen Turniersaal, aber Vorsicht! Schachspielen können die beiden nämlich auch und das nicht zu knapp! Die meisten Teilnehmer kommen, etwas überraschend, nicht von Caissa Kassel, sondern mit 15 Teilnehmern (seid Ihr mit dem Bus da?) von der “SAbt TG 1949 Wehlheiden” (Stadtteil von Kassel).

 

Während die Spieler also alle da sind, ist das organisierende DSAM-Team diesmal ein wenig ersatzgeschwächt. Zum Teil sehr schwere Erkrankungen verhinderten, dass zwei sonst immer anreisende Schiedsrichter dabei sein können und sogar der unverwüstlich erscheinende Turnierdirektor Dr. Dirk Jordan hat’s am Knie und blieb deshalb in Dresden. Chef der Veranstaltung Ring ist deshalb heute der DSB-Referent für Breitenschach und Bundesliga-Schiedsrichter Hugo Schulz aus Hamburg.

 

 

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