Doppeltes Finale DSAM und Dähne-Pokal in Halle gestartet

190 männliche und 26 weibliche DSAM-Finalisten plus 27 Dähne-Pokal-Finalisten, also insgesamt 216 Finalschachspieler, Tresenkräfte, Trainer, Begleiter, Ernährungsberater und Turnierpersonal wurden noch gar nicht gezählt, versammelten sich im RAMADA-Hotel Leipzig / Halle – eigentlich in Landsberg/Halle, jedenfalls aber Sachsen-Anhalt. Warum? Um miteinander Schach zu spielen, klar – Ein Beitrag von RALF MULDE

 

Lara Schulze

Lara Schulze

Fünf Runden noch, dann steht er fest, der Deutsche Schach-Amateurmeister der jeweiligen Leistungsgruppe (es gibt sechs). Und natürlich die liveentsprechende Deutsche Damen Amateurmeisterin, klar. Bei den “Dähnikens” ist es entsprechend, wenn auch ohne Dame. Spätestens am Sonnabend bei der “Gala des Schachs” muss der herbei eilende DSB-Präsident ja wissen, wen er zu ehren hat. Obwohl: Genügend dankbare Abnehmer würden sich wohl finden lassen … Eine Teilnehmerin wurde sozusagen schon ehrend bedient, nämlich die Deutsche Jugendmeisterin U14 Lara Schulze aus Lehrte (Gruppe B), zugleich “Spielerin des Jahres” der DSJ, … das stets bereit liegende Lametta reicht ja oft gar nicht aus, um es all unseren verdienten Spielern umzuhängen.

 

Und dann ist da zumindest noch die Deutsche Jugendvizemeisterin U10, die Dresdnerin Phuong Thao Vivien Nguyen, die ihre erste Partie in der F-Gruppe schneller gewann als wir diesen Artikel fertigstellen konnten – irgendwie empörend. Aber auch verflixt gut.

 

Also guckt doch selbst – es gibt nämlich eine LIVE-Übertragung, die von Buli-Schiedsrichter Martin Sebastian betreut wird (nein, der ist da nicht mit im Bild!) : http://www.ramada-cup.de/live/

Turnierseite

Andreas Domaske

Andreas Domaske

Den ersten Zug sozusagen als “Anpfiff” hätten Hugo Schulz als Breitenschach-Referent des DSB und auch Andreas Domaske als Präsident des gleichsam gastgebenden Landesverbandes Sachsen-Anhalt ausführen können, aber wir alle wissen es: Funktionäre können alle nicht Schach spielen – so lange jedenfalls, bis IM Herbert Bastian den Saal erstrahlt. Und deshalb war der Sport- und Sozial”minister” des Landkreises, Andrée Wähnelt, so freundlich, den Spielern zu zeigen, wo’s längs geht. 1.c4, “Bremer Partie” – recht so.

 

Bernd Laubsch - Hamburg - Mitfavorit DSAM-A

Bernd Laubsch – Hamburg – Mitfavorit DSAM-A

“DSB-Pokalchef” Thomas Wiedmann teilte mit: “27 Teilnehmer, darunter der Titelverteidiger und weitere Sieger dieser Meisterschaft vergangener Jahre, spielen im KO-System um den diesjährigen Deutschen Pokalsiegertitel. Wie im Vorjahr findet die Veranstaltung wieder gemeinsam mit der DSAM-Endrunde statt, in diesem Jahr in Halle (Saale). Das Teilnehmerfeld ist stark besetzt, aber sehr ausgeglichen.” Im Pokal drückte der Dähne-Organisator drei Spielern gnadenlos die Favoritenrolle ins Kreuz, den “Internationalen Meistern Alexander Belezky, Michael Kopylov und Sven Telljohann.” Tja. Nun habt ihr den Bonschen am Hemd, jetzt müsst ihr was zeigen … Hübsch ist: “Keiner der Teilnehmer muss vorzeitig nach Hause reisen, alle ausgeschiedenen Spieler setzen in einem nachgeschalteten Schweizer-System-Turnier den Wettbewerb fort.”

 

Bemerkenswert waren auch die Worte des oben schon eingeführten Sozial- und Sportdezernenten des Saalekreises André Wähnelt: “Schach ist Wettkampf, Schach ist Sport, aber Schach ist auch sozial. Nicht nur in Ihren Clubs erleben Sie Gemeinsamkeit und gegenseitige Unterstützung, sondern es wird ja auch in Schulschach-AGs gespielt, in Seniorenstiften, in Kneipen und Parks. Oder, wie der Schachverein Merseburg schreibt: <Schach, das ist nicht nur ein Spiel, es ist auch ein Wettstreit der Ideen zweier Menschen. Ob Frau oder Mann, ob zierlich oder kräftig, ob jung oder alt, diese Unterschiede sind beim Schachspiel nicht entscheidend. Gerade die Jüngeren erwerben dabei einen Zuwachs der “Sozialen Kompetenz”. Sie als Sportler nennen das wohl einfach “Spaß am Schach”.>”

 

Die Spiele sind eröffnet! Viel Spaß!

 

 

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Veröffentlicht unter DAM |