Seite 64: SCHACH-Fragen [43]

Interview mit Jürgen Kaube in der neuesten Ausgabe von Schach

 

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat seit einigen Monaten einen Schachblog. Die Idee dazu hatte Jürgen Kaube, der einer der vier Herausgeber der FAZ und deren Feuilletonchef ist. Kaube, der Philosophie, Germanistik, Kunstgeschichte und Wirtschaftswissenschaften studiert hat, ist passionierter Schachspieler und tritt im Blog als einer der Autoren auf. Dass der 54-jährige gebürtige Schwabe etwas von der Materie versteht, zeigen seine Antworten auf unsere SCHACH-Fragen.schachtitel_ticker

 

1. Wo möchten Sie im Moment gerne sein?

 

An der Seite meiner Frau, die heute Abend nicht da ist.

 

2. Was würden Sie tun, wenn es ab morgen absolut kein Schach mehr in Ihrem Leben geben würde?

 

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Das ganze Interview

Bridge lernen. Aber kann man Bridge im Internet spielen? Und gibt es Blitz-Bridge? Hat Viktor Moskalenko gute Bücher über Bridge-Eröffnungen geschrieben? Ich fürchte, wenn es kein Schach mehr gäbe, würde ich an dieser Leerstelle einfach nur schönen Erinnerungen nachhängen.

 

3. Was halten Sie a) für die schädlichste und b) für die beste Entwicklung im modernen Schach?

 

a) Dass Spieler in europäischen Ligen gleichzeitig für vier oder mehr Vereine spielen können und überhaupt das Vereinsschach sich in der Elite ein wenig zu einem Zirkus entwickelt hat. Die ökonomischen Gründe dafür liegen auf der Hand – Geld schießt nicht nur Tore, Geld setzt auch matt –, aber zur Idee von Ligen und Vereinen passt es trotzdem nicht, wenn viele Mannschaften an den ersten Brettern nur noch hochauflösliche Kombinate aus Stars sind, die mal antreten, mal nicht, mal anderswo, die aber im Grunde nichts verbindet als diese Auftritte selbst.

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