Die DSAM-Springer in Aalen sind loseröffnet!

Es wird also festlich – Ein Beitrag von Ralf Mulde.

Bei Sarah Hund sieht es sizilianisch aus

Bei Sarah Hund sieht es sizilianisch aus

Wir können Weihnachten auch bei besten Vorsätzen gar nicht verpassen, dazu unten mehr; eben das muss der glückliche Grund sein, warum deutsche Schachspieler sich stets früh an das “Weihnachtsturnier” der DSAM erinnern – und sich anmelden. https://www.ramada-cup.de/aalen/ Der Saal in Aalen ist – jedenfalls im Maßstab der erfolgreichsten Turnierserie des DSB – nicht allzu groß, war früh “anmeldegefüllt”, so dass die Schlager-Nachtigall nicht mehr mitspielen konnte.

Folglich wurde die DSAM heute, am 16.Dez.2016 in Aalen mit 253 Wettkämpfern gestartet, darunter 21 Spielerinnen. Deren gute 8% nehmen sich jetzt noch nicht ganz so imposant aus, aber erstens scheint dieses ganze Weihnachtsmänner-Getue doch sehr maskulin dominiert zu sein und zweitens sind in der A-Gruppe mit WGM Barbara Hund, WFM Heike Vogel und der 14jährigen Annmarie Mütsch richtig starke Frauen am Brett, was sich in der B-Gruppe mit Jana Schneider und Sarah Hund ebenso fortsetzt. Als Turnierfavorit gilt gewöhnlich der ratingstärkste Teilnehmer: In der A-Gruppe ist das Gerald Löw, Bindlach, mit Elo 2251, aber natürlich haben alle Kombattanten gute Chancen. Heimvorteil hat der an neun gesetzte ratingstärkste Aalener, Dr. Stefan Egle (Elo 2191) aus Aalen / Unterkochen.

Der sehr nett grußwortende Oberbürgermeister der Stadt, Thilo Rentschler führte vor den staunenden Augen und der zahlreichen Tagespresse der wieder einmal rhetorisch starken Spitzen des DSB (Breitenschach-Referent Hugo Schulz) und des Landesverbandes (Ehrenpräsident Hanno Dürr) den eröffnenden Zug des Turniers aus: 1.Sf3.

Es-gehr-los-schöne-Partie

Es-gehr-los-schöne-Partie

Ein Journalist des SWR führte ein Telefon-Interview mit DSAM-pairing officer Frank “Jagger” Jäger, der dennoch Gelegenheit fand, das zu tun, was sein Amt auszeichnet: Die Paarungen in den sechs Gruppen zu ermitteln. Wie dem Autor dezent angedeutet wurde, wird das also doch nicht mehr von Hand auf einem sehr großen Tisch mit vielen einzelnen Karteikarten gemacht?

Knapp vor welchem Termin findet jährlich das DSAM-Turnier im “RAMADA Hotel Limes-Thermen Aalen” (so der offizielle Name) statt? Vermutlich doch wohl Ramadan, oder? Das wäre aber in diesem Jahr am 6.Juni gewesen und es gibt zwar eine enge Partnerschaft mit der RAMADA-Hotelgruppe, aber im Sommer hat die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft DSAM bisher stets “nur” das Finale gehabt – und das findet am 15. Juni 2017 in Niedernhausen und eben nicht am Ramadan-Beginn 27. Mai 2017 statt.

Dann also muss es Ostern gewesen sein! Das erklärte auch meine vielen Eier in der Tabelle. Das Eierfest-Datum ist aber so kompliziert, dass es schon des “Algo Rhythmus” eines Carl Friedrich Gauß bedurfte, es zu berechnen. Also: Fällt aus – der Gauß. Man möchte ja wissen, wann’s losfängt. [ https://de.wikipedia.org/wiki/Gaußsche_Osterformel ]

Nein, Weihnachten ist das Aalener Schach-Datum! Das Fest der rotweiß gewandeten dicken Männer und der Rentiere mit Vollbart. Und dieser Termin hängt natürlich mit Fischer zusammen. Nicht mit Bobby, auch eher weniger mit Martin Fischer von ChessBase (ist in Aalen wieder mit einem witzigen Stand und Quiz unterwegs!), sondern natürlich mit der sibirischblonden Nachtigall Helene “Hell” Fischer. Von der hört man im Herbst eher wenig (wer sagt da: Zum Glück?), aber wenn’s Weihnachten wird, dann ist sie da. Voll da. In jedem Kanal. Live-Konzerte, DVDs, vermutlich auch Parfums und andere devote nalien, der blonde Weihnachtsspatz ist mindestens so omipräsent wie ein zentralisierter Springer. Hellelujah.

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