Nur ein Münchner Team kann überleben

Spannender Abstiegskampf zwischen FC Bayern und MSA Zugzwang – Zentrale Bundesliga-Runde in Berlin mit Legende Karpow

Von Hartmut Metz

Kommetator GM Klaus Bischoff (Foto: Hartmut Metz)

„Wir sind alle heiß auf das große Finale gegen MSA Zugzwang. Platz zwölf muss nun unser Ziel sein“, verkündet Jörg Wengler vor dem Bundesliga-Derby. „Gegen den FC Bayern geht es jetzt um alles“, bestätigt Markus Lammers vom Lokalrivalen Münchener Schachakademie (MSA). Im Berliner Maritim Hotel steht am Samstag (14 Uhr) nicht nur das erste Münchner Duell im deutschen Oberhaus seit mehr als zwei Jahrzehnten an. Beide Teams kämpfen zudem ums nackte Überleben – und eigentlich kann es nur einer der beiden schaffen.

Der Sieger dürfte den Tabellenzwölften SG Speyer-Schwegenheim (5:19) überflügeln, weil dieser gegen drei Topteams nichts erben sollte. Die Bayern (5:19) könnten so bereits mit einem Unentschieden gegen MSA Zugzwang den rettenden zwölften Platz erreichen – sofern der SV Griesheim und König Tegel (alle 4:20) an den drei letzten Spieltagen nicht irgendwo eine Überraschung schaffen. Das würde den ersten regulären Klassenerhalt der Münchner Bayern seit Jahren bedeuten, bei dem die Schach-Abteilung nicht auf Rückzüge anderer Vereine angewiesen ist. „Wir können es ausnahmsweise einmal durch eigene Kraft schaffen“, bestätigt Bayern-Spieler Andreas Schenk. Kaptän und Abteilungsleiter Wengler weiß aber auch: „Alles ist ganz eng.“

Obwohl der FCB sicher auf Klaus Bischoff verzichten muss, weil für den eloquenten Großmeister die Live-Kommentierung im Maritim wichtiger und lukrativer ist, betont MSA-Kapitän Lammers: „Wir geben nun alles und sind vorsichtig optimistisch – aber Bayern ist klar favorisiert.“ Der Kader des Aufsteigers ist weniger breit aufgestellt. Vieles hängt an den Altmeistern Stefan Kindermann und Gerald Hertneck – die erlebten noch die letzten Münchner Bundesliga-Derbys in den 80er und 90er Jahren. Wie Bischoff trug Kindermann zu den neun Titeln der Bayern bei. Hertneck ging für den Münchener Schachclub von 1836 ans Brett. Der drittälteste deutsche Schachclub und achtfache nationale Meister forderte den „FC Ruhmreich“ sogar um den Titelkampf – aber zu mehr als zwei dritten Plätzen reichte es dem heutigen Oberligisten in der Bundesliga nicht… Weiterlesen auf der Bundesligaseite

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