Reykjavik-Bildergalerien

Bildergalerien zu Turnieren kommen oft, fast schon “traditionell”, etwas verspätet als Nachtrag zum eigentlichen Turnierartikel. Ein Grund ist, dass es oft schon spät ist wenn der Artikel ansonsten veröffentlichungs-fertig ist. Ein anderer Grund ist, dass Fotos von der Siegerehrung zu diesem Zeitpunkt (“Redaktionsschluss”) manchmal noch nicht verfügbar sind.

Fotografiert hat vor allem Lennart Ootes, einige Bilder (dann angegeben) auch von Maria Emelianova. Fotoquelle wiederum Facebook via Turnierseite.

Thema sind Spieler – neben Grossmeistern auch Amateure, teils aufgrund besonderer Erfolge teils auch wahllos-zufällig. Bei den Grossmeistern tendenziell die, die zwar bekannt sind aber diesmal kein besonders tolles Turnier hatten – denn die erfolgreichsten waren bereits im Hauptartikel dran. Jeweils auch ein bisschen erklärender Text.

Thema der ersten Fotoserie ist diesmal “Island”, Fotos vor allem vom Ausflug am “Ruhetag” – Ruhetag gibt es beim Reykjavik Open nicht, aber am Montag begann die Runde erst um 17:00 Ortszeit nach ganztägigem touristischem Intermezzo. Das Titelfoto zeigt allerdings ein Nordlicht über dem Austragungsort Harpa.

Zweiter Themenblock sind Spieler, bekannte bereits vor dem Turnier, einige deren Namen nun (jedenfalls vorübergehend) bekannter sind, und auch unbekannte.

Brett 43 aus Runde 1 zeige ich nicht wegen dem Elounterschied (der war überall etwa vergleichbar), sondern wegen dem Altersunterschied: der US-Amerikaner Guenther Huber-Delle (*1957, Elo 1891) traf auf den Inder FM Nihal Sarin (*2004, Elo 2424) – Jugend besiegte Erfahrung und hatte auch danach ein ordentliches allerdings auch nicht unbedingt überragendes Turnier. Immerhin traf er auf fünf Grossmeister (Remis gegen Yilmaz, Ziska und Andreikin, Niederlagen gegen Donchenko und Stefansson) und erzielte eine IM-Norm.

Turniersaal zeige ich, weil es eigentlich immer dazu gehört aber diesmal im Hauptartikel fehlte. Giri analysierte nach der Partie später jedenfalls mit GM Donchenko(2554) und GM Jobava(2712), aber auch schon nach der ersten Runde mit dem titellosen Isländer Gauti Pall Jonsson (Elo 2087). Was Giri im weiteren Turnierverlauf anstellte setze ich als bekannt voraus, Jonsson spielte in den neun verbleibenden Runden unter seinen nominellen Möglichkeiten und verlor 56 weitere Elopunkte (Elo -3 nach der ersten Runde war wohl einkalkuliert).

Jonsson spielte danach etwa am 70. Tisch, das nächste Foto zeigt zwei Landsleute weiter hinten. Batel Goitom Haile (*2007) ist, was Namen und Aussehen betrifft, kein typischer Wikinger, im Gegensatz zu Benedikt Thorisson (*2006). Guramishvili-Beliavsky wieder u.a. wegen Altersunterschied. John Pigott ist Jahrgang 1957 und nun demnächst IM: zwei Normen hatte er bereits, die dritte sicherte er sich durch einen Sieg in der letzten Runde gegen Alexei Shirov, gleichzeitig knackte er damit Elo 2400.

Andreikin hatte, bereits im Hauptartikel angedeutet, insgesamt kein gutes Turnier. Vidit spielte dagegen insgesamt erfolgreich, aber fiel durch die Niederlage in der Schlussrunde gegen Jorden van Foreest noch auf Platz 26 zurück.

Diese Spieler mal nach aufsteigender Elo (vor dem Turnier) sortiert. Lennart Ootes fotografiert auch gerne mal seine NL-Landsleute. Dimitri van Leent hatte sein Erfolgserlebnis in Runde zwei gegen den schwedischen GM Blomqvist – der anfangs schwächelte (in Runde drei noch eine Niederlage gegen einen titellosen Engländer) und dann doch noch in der Preisgeldzone landete, also wird er später fotografiert. Aman Hambleton wurde bereits erwähnt und gewürdigt: rasieren will er sich erst, wenn er definitiv GM ist – vergleiche das Foto auf seiner FIDE-Eloseite … . Zwei GM-Normen hat er nun, Elo über 2500 hatte er bereits einmal (kurz) im August/September 2013.

Eugenio Torre erzielte remislose 7/10 – lag was remislos betrifft vielleicht auch daran, dass er fast nur nominell klar unter- bzw. überlegene Gegner hatte. Ihm nominell unterlegen war auch WIM Vaishali aus Indien, aber diese Partie verlor er, ansonsten noch gegen die etablierten GMs Jones und Movsesian. Grandelius war im Turnierverlauf immer vorne mit dabei. Shirov hatte nur nominell ihm klar unterlegene Gegner, dafür war 6,5/10 recht wenig.

Livekommentar machten Fiona Steil-Antoni und Simon Williams, mitunter mit Gästen:

Wann Hambleton sich rasiert, hatte ich bereits erwähnt – vielleicht nach dem nächsten Turnier, vielleicht dauert es noch etwas länger. Wann Simon Williams sich rasiert, hat er meines Wissens nicht verraten – vielleicht wenn er zum GM-Titel auch mal wieder GM-Niveau (Elo über 2500) hat, wie zuletzt 2013.

Bleibt noch die Siegerehrung:

Zum Teil muss ich wohl noch die Namen ergänzen:

Damenpreise – Platz zwei Tatev Abrahamyan, Platz eins Dronavalli Harika, Platz drei – nun muss ich mich konzentrieren – Batchimeg Tuvshintugs aus der Mongolei.

Platz 6-10 von links nach rechts auf dem Foto: FM Pigott, IM Kavutskiy, GM Grandelius, GM Almasi, GM Blomqvist.

Platz 2-5 in der Mitte auf dem Foto GMs Movsesian, Gupta, van Foreest und Kamsky.

Titelnormen – Pigott und Hambleton hatten wir bereits, daneben Hambletons Kanada-Kumpel FM Michael Kleinman. 0/3 gegen Grossmeister konnte er verkraften, da er gegen IMs 3,5/4 erzielte.

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