Aus der Schatzkiste – Schach vor 10 Jahren im Mai

4. bis 6.5.2007 – Schnellschachmatch: Kramnik – Aronian

Das Schnellschachmatch gegen Peter Leko hat Kramnik für sich entscheiden können. Ob ihm das auch gegen Aronian gelingen wird ist fraglich. Der Armenier ist ein starker Schnellschachspezialist und wird es Kramnik sehr schwer machen, das Match für sich zu entscheiden. Gespielt wird in Yerevan (Armenien). Die Bedenkzeit beträgt 25 Minuten zuzüglich 10 Sek. pro Zug. Es werden zwei Partien pro Tag gespielt.

4. Mai 5. Mai 6. Mai Total
Runde 1 Runde 2 Runde 3 Runde 4 Runde 5 Runde 6
Kramnik 1 0 0 0 1/2 1/2 2
Aronian 0 1 1 1 1/2 1/2 4

9. bis 20.5.2007 – M-Tel Masters

Veselin Topalov Bulgarien 2783 ;Shakhriyar Mamedyarov Aserbaidschan 2754 ; Michael Adams England 2735 ; Krishnan Sasikiran Indien 2700 ; Gata Kamsky USA 2705 ; Liviu-Dieter Nisipeanu Rumänien 2689 ; Durchschnittliche Elo-Zahl: 2727
Gespielt wurden 10 Partien mit einer Bedenkzeit von 2 Stunden für 40 Züge, weitere 20 Züge in einer Stunde und jeweils 30 Minuten für den Rest der Partie. Täglich ab 13.30 Uhr wurden die Partien live übertragen. Der 15.5. war ein spielfreier Tag und am 20.5. begann die letzte Runde schon um 12.30 Uhr.

Runde 10:
Nisipeanu, LD-Mamedyarov, S 1/2
Adams, M-Kamsky, G 1/2
Topalov, V-Sasikiran, K 1-0
Endstand:
1. Topalov, Veselin g BUL 2772 5.5; 2. Mamedyarov, Shakhriyar g AZE 2757 5.0; 3. Nisipeanu, Liviu-Dieter g ROM 2693 5.0; 4. Kamsky, Gata g USA 2705 5.0; 5. Sasikiran, Krishnan g IND 2690 5.0; 6. Adams, Michael g ENG 2734 4.5;


15.5.2007 – Israelischer Schach-Großmeister deklassiert Konkurrenz / Turnier-Aus wegen nur 36 Anmeldungen

Von Hartmut Metz

„Sag’ beim Abschied leise Servus“ – der Wiener Gassenhauer trifft das Geschehen beim Kuppenheimer 12-Stunden-Blitzturnier. Mit nur noch 36 Teilnehmern hat sich Deutschlands bekanntestes Nachtblitzturnier endgültig überlebt. Die 19. Auflage des Sparkassen-Cups war zugleich die letzte. Den Wettbewerb gewann Leonid Gofshtein souverän mit 3,5 Punkten Vorsprung vor dem Bulgaren Krassimir Rusew. Der israelische Großmeister verlor nur eine seiner 51 Partien mit fünf Minuten Bedenkzeit und remisierte lediglich vier Duelle –zwei davon ganz am Schluss, als sein Sieg bereits feststand. Der 54-Jährige ist nicht nur der älteste Sieger beim 12-Stunden-Blitz, sondern bot mit 48:3 Punkten gegen … mehr


15.5.2007 – Interview mit Etienne Bacrot zur Chess Classic 2007

ICH VERSUCHE EINFACH NUR, CHESS960 ANSTÄNDIG ZU SPIELEN

Click to enlargeIm letzten Jahr dominierte das einstige französische Wunderkind Etienne Bacrot das bärenstark besetzte FiNet Open der Mainzer Chess Classic. Sein Erfolg kam nicht überraschend, denn schon 2004 scheiterte er erst in der letzten Runde im Chess960 – jener Spielart des Schachs, in der die Position der Figuren in der Grundaufstellung ausgelost wird – und belegte einen unglücklichen zweiten Platz. Bei den nächsten Chess Classic in Mainz vom 13. – 19. August wird er sich nun mit der Weltranglisten Nr.1 Viswanathan Anand, dem Chess960 Weltmeister Levon Aronian, und dem ehemaligen FIDE-Weltmeister Rustam Kasimdzhanov um gleich zwei Titel streiten. Im Gegensatz zu den Vorjahren, in denen Matches gespielt wurden, findet nun erstmals ein Viererturnier statt, in dem zunächst in der Chess960 Rapid World Championship und darauf folgend in der GRENKELEASING Rapid World Championship der Weltmeister ermittelt wird. Harry Schaack sprach mit Etienne Bacrot über die kommende Veranstaltung… mehr


18.5.2007 – Das Spiel der Hoffnungen: Radjabov-Carlsen

Nach dem „Spiel der Legenden“, dass im Mai 2006 Anatoly Karpov Boris Spassky gesehen hat, organisiert die Korsika Schach-Liga das „Spiel der Hoffnungen“ zwischen Teimour Radjabov (Aserbaidschan) und Magnus Carlsen (Norwegen), am 18. Mai 2007 in Porto-Vecchio.
Gespielt werden zwei Schnellschachpartien mit einer Bedenkzeit von 10 Minuten plus 3 Sek. pro Zug. Beginn der Partien ist 11.30 und 14.30 Uhr. Wie im vergangenen Jahr werden 350 Schüler bevorzugte Zuschauer sein. Es wird auf jeden Fall einen Sieger geben, denn bei Gleichstand entscheidet ein Blitzduell.

Partie1 Radjabov, Teimour – Carlsen, Magnus 1-0
Partie 2 Carlsen, Magnus – Radjabov, Teimour 1-0
Tiebreaks:
Partie 3 Carlsen, Magnus – Radjabov, Teimour 1/2
Partie 4 Radjabov, Teimour – Carlsen, Magnus 1/2
Partie 5 Carlsen, Magnus – Radjabov, Teimour 0-1


19. bis 30.5.2ßß7 – 1st Women’s World Team Championship

Nationalmannschaft der Damen belegt Rang 6 bei der Schach-WM in Russland – Hervorragende Platzierung unter den zehn besten Mannschaften der Welt

Elisabeth PaehtzMit einer Mannschaft aus erfahrenen Nationalspielerinnen und jungen Talenten gelang Deutschland eine hervorragende Platzierung beim stärksten Mannschaftsturnier für Frauen in diesem Jahr. Weltmeister in Ekaterinburg wurde die Mannschaft aus China mit 17 Mannschaftspunkten vor Russland mit 15 Mannschaftspunkten. Deutschland und Vietnam haben jeweils acht Mannschaftspunkte erspielt, die deutschen Spielerinnen erzielten aber 18 Brettpunkte und damit 1,5 Punkte mehr als ihre Gegnerinnen aus Vietnam.

Durch die kurzfristige Nachnominierung Deutschlands, aufgrund des überraschenden Rückzuges der USA, war eine gründliche Vorbereitung auf das Turnier nicht möglich, so dass der erreichte Platz noch höher eingeschätzt werden kann.

Die Auslosung bescherte dem deutschen Team in den ersten Runden alle starken Mannschaften. Entsprechend war der Start in dieses Turnier der Superlative etwas holprig.
Nach den Niederlagen in Runde eins und zwei fing sich die deutsche Mannschaft, verlor bis zum heutigen Tag kein Spiel mehr und arbeitete sich kontinuierlich bis auf den 5. Platz vor. Erst in der letzten Runde musste man sich dem Weltmeister China mit 1,5 : 2,5 Punkten erneut geschlagen geben.

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