Ullrich Krause zum neuen Präsidenten des DSB gewählt

Frank Neumann (DSB) – Es wurde intensiv diskutiert, schließlich stand nach zwei Wahlgängen der neue Präsident fest: Ullrich Krause, bislang Präsident des Schachverbandes Schleswig-Holstein, setzte sich gegen den bisherigen Amtsinhaber Herbert Bastian durch. Unmittelbar nach der Wahl dankte Krause seinem Vorgänger für dessen außerordentliches Engagement in den letzten Jahren und kündigte an, u.a. mit Schulschach einen Schwerpunkt seiner Amtszeit zu setzen.

Insgesamt wurden vier Mitglieder des aus insgesamt fünf Personen bestehenden Präsidiums neu bzw. wiedergewählt. Neben dem Präsidium standen Beauftragte sowie Referenten zur Wahl. Zusätzlich wurde die für die Finanzierung wichtige Höhe der Mitgliedsbeiträge für die Jahre 2018 und 2019 festgesetzt.

Das Präsidium bilden für die nächsten zwei Jahre

  • Ullrich Krause, Präsident
  • Ralf Chadt-Rausch, Vizepräsident Finanzen und Stellvertreter des Präsidenten
  • Klaus Deventer, Vizepräsident Sport
  • Walter Rädler, Vizepräsident Verbandsentwicklung

Der Vorsitzende der Deutschen Schachjugend, Malte Ibs, stand nicht zur Wahl. Er ist als Vorstand der Deutschen Schachjugend Präsidiumsmitglied des Deutschen Schachbundes.

Das neue Präsidium: Walter Rädler, Klaus Deventer, Ullrich Krause, Ralf Chadt-Rausch und Malte Ibs.

Ullrich Krause stellt sich vor (PDF-Datei)

Hier noch einmal der Verlauf auf Twitter:

Print Friendly, PDF & Email

9 thoughts on “Ullrich Krause zum neuen Präsidenten des DSB gewählt

  1. Hallo Herr Jittenmeier,

    was Herr Deventer sagen wollte, ist, dass eine steuerfreie Ehrenamtspauschale von gewaltigen 720 € pro Jahr (übrigens für ALLE Ehrenämter des Betreffenden) zulässig ist, bedeutet nicht, dass eine solche auch gezahlt wird. Der DSB tut es also NICHT! Ganz allgemein kann man sagen, dass für (fast) alle Funktionäre im DSB und in den Landesverbänden gilt: Man muss froh sein, wenn man nicht noch eigenes Geld mitbringen muss!

  2. Danke für Ihren Kommentar Herr Deventer. 60 Euro sind ja eigentlich so gut wie nichts 🙂

  3. … und schon bereue ich es wieder …

    Was ist denn da passiert? Der erste Satz ist nicht von mir!

  4. Lieber Schachfreund Jittenmeier,

    gerne lese ich die Beiträge auf Ihrem Schachblog. An Internetdiskussionen beteilige ich mich dagegen fast nie. Ihr Kommentar enthält allerdings eine unrichtige Information, die ich lieber sofort richtig stelle, bevor sie im Internet künftig als feststehende Tatsache behandelt wird: Der DSB zahlt weder seinem Präsidenten, noch anderen ehrenamtlichen Funktionsträgern einen “mickrigen Lohn” im Rahmen der steuerlich zulässigen Ehrenamtspauschale. Ehrenamtliche Tätigkeit im DSB ist wirklich rein ehrenamtlich, also ohne jegliche Vergütungszahlungen.

    Viele Grüße

    Klaus Deventer
    DSB-Vizepräsident

  5. Ist der Präsident des DSB ohne Macht?

    Präsident des DSB zu sein ist nicht so einfach wie sich das viele denken. Es ist ein Ehrenamt. Die steuerfreie Ehrenamtspauschale beträgt 720 Euro im Jahr.

    Während vergleichbare Unternehmen in der Regel einen Geschäftsführer haben, der auch weisungsbefugt ist, kann der Präsident des DSB nur vorschlagen und ist auf die Mithilfe der Mitarbeiter, die in der DSB-Zentrale arbeiten, angewiesen. Die festangestellten Mitarbeiter werden nach den Tarifen des Öffentlichen Dienst bezahlt. Jemanden zu entlassen ist äußerst schwierig.

    Wenn man den DSB als Unternehmen betrachtet, so ist es äußerst schwierig aus der Entfernung diesen Betrieb/DSB zu leiten. Ich kann mich an keinen Präsidenten erinnern, der nicht heftig kritisiert wurde.

    Ullrich Krause wird schnell merken, dass es nicht so einfach ist Dinge zu verändern. Die Kritiker lauern schon. Der Präsident hat zwar einen schönen Titel, jedoch hat er keine Macht, die dringend zum Erfolg nötig ist.

    Er wird an einer Leistung gemessen die eigentlich ein Manager erbringen müsste, aber mit einem mickrigen Lohn (60 Euro mtl.) zufrieden sein.

  6. Ich war bei dieser und auch bei der vorigen DSB-Präsidentenwahl total neutral, zumal ich jeweils zu “beiden Seiten” direkten und angenehmen Kontakt hatte (bei Ullrich Krause lange her: gemeinsame Zeit in Kiel im letzten Jahrtausend) – als Delegierter hätte ich mich wohl enthalten. Dass Herbert Bastian im Amt wohl Fehler machte (vor allem betrifft Führungsstil) bzw. jedenfalls die anfangs hohen Erwartungen an ihn nicht erfüllen konnte, können nur absolute Bastian-Fans bestreiten.
    Davon abgesehen: eine Gegenkandidatur und dann eventuell ein Wechsel im Amt ist in einer Demokratie die normalste Sache der Welt. Ebenfalls normal ist, dass der Sieger manchmal nur etwas mehr als 50% erzielt: Auch bei Bundestagswahlen bekommt die Regierung oft nur 51 oder 52%, bzw. gar unter 50% – Stimmen für Parteien die an der 5%-Hürde scheitern irrelevant, Enthaltungen (Nichtwähler) sowieso irrelevant. Nur auf Vereinsebene wird ein Vorstand oft fast einstimmig gewählt – Mitglieder sind froh und dankbar, dass überhaupt jemand das machen will.
    Falsch bzw. schlechter Stil/schlechter Verlierer ist für mich, dass Herbert Bastian nach dem ersten Wahlgang offenbar beleidigt verschwand – ob man das twitter-öffentlich verkünden musste ist ein anderes Thema.
    @Billy111: “Unmittelbar nach der Wahl dankte Krause seinem Vorgänger für dessen außerordentliches Engagement in den letzten Jahren”

  7. Da es sicherlich von allgemeinem Interesse sein dürfte, hier das Ergebnis des zweiten Wahlgangs, mit dem Ullrich Krause neuer DSB Präsident wurde:

    Abgegebene Stimmen: 218
    Gültige Stimmen: 218
    Enthaltungen: 13
    Nein-Stimmen: 87
    Ja-Stimmen: 118

    Dazu im Vergleich das Ergebnis des ersten Wahlgangs, bei dem Bastian noch seine Stimme abgegeben hatte:

    Abgegebene Stimmen: 219
    Gültige Stimmen: 219
    Enthaltungen: 7
    Nein-Stimmen: 42
    Stimmen für Bastian: 71
    Stimmen für Krause: 99

    Anmerkung: Im ersten Wahlgang hatte Krause zwar einen deutlichen Vorsprung erreicht, die absolute Mehrheit aber verfehlt. Bastian zog sich daraufhin zurück – und machte Krause so zum einzigen Kandidaten für die zweite Runde.

  8. Herbert Bastian war das beste, was dem DSB passieren konnte. Ob der neue Präsident das leisten kann ist sehr fraglich.
    Herbert hat mit so viel Herzblut seinen Job erledigt.
    Wünsche Herbert für seine Zukunft nur das beste.
    So viele Veranstaltungen wo er präsent war, wird kein anderer leisten.
    Schade, dass die kleinen Leute, die das Schach Spiel ausmachen, nicht an der Wahl teilnehmen können.
    Die Verbände denken nicht so wie die Spieler. Die sehen die Arbeit, die Herbert geleistet hat mit anderen Augen.
    Vor allem respektieren wir die Arbeit, die er geleistet hat.
    Doch ohne die Spieler bräuchten wir auch keinen Präsidenten.
    Und kein Wort darüber, was er Tolles geleistet hat. Das ist ein Armutszeugnis.
    Der Mensch wird nicht geschätzt. Das ist super schade.

  9. “Neben dem Präsidium standen Beauftragte sowie Referenten zur Wahl.”
    Die scheinen aber noch im Wald gesucht zu werden – oder werden als so unwichtig empfunden, dass deren Wahl-Ergebnis weder auf der offiziellen DSB-Seite noch hier erwähnt werden.

Kommentare sind geschlossen.