Seite 64: SCHACH-Fragen [49]

Nana Dsagnidse

Mit zig Medaillen bei den Weltmeisterschaften der 10- bis 18-Jährigen schien die Georgierin auf bestem Wege, in die Fußstapfen ihrer großen Landsfrauen Nona Gaprindaschwili und Maja Tschiburdanidse zu treten, aber dann kamen die Chinesinnen … Auch, wenn die ganz großen Hoffnungen sich nicht erfüllten, gehört Nana mit ihrem kompromisslosen Spiel seit Jahr und Tag zur Weltspitze bei den Damen. Bei der Olympiade 2008 in Dresden holte sie mit ihrer Mannschaft Gold. 2010 gewann sie das Grand-Prix-Turnier in Jermuk, aber dann wurde es ruhiger um die inzwischen 30-Jährige; seit der Geburt ihres Sohnes Nikoloz, dem später Giorgi (Foto) folgte, steht die Familie bei Nana klar an erster Stelle. Nun aber glückte ihr bei der EM in Riga (vgl. S. 52ff.) dennoch ein neuerlicher Triumph, wofür sie von ihren einst so erfolgsverwöhnten Landsleuten frenetisch gefeiert wurde.

Während der Europameisterschaft verstarb ihr Vater im heimatlichen Tbilissi nach langer Krankheit. SCHACH kondoliert und bedankt sich ausdrücklich dafür, dass sie dennoch bereit war, unseren Fragebogen zu beantworten!

1. Wo möchten Sie im Moment gerne sein?

Ich bin am glücklichsten, wenn ich mit meiner Familie – meinen beiden Kindern und meinem Mann – zusammen bin. Und das bin ich gerade!

2. Was würden Sie tun, wenn es ab morgen absolut kein Schach mehr in Ihrem Leben geben würde?

Darüber habe ich noch nie nachgedacht, aber es wäre kein großes Problem. Ich würde etwas anderes finden, das interessant ist. Eine andere Arbeit, um etwas Geld zu verdienen. Und die gute Seite daran wäre, dass ich viel mehr Zeit für meine Kinder hätte.

 

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64-Fragebogen-Juni
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