Ein Damenopfer machte ihn unsterblich

Alexander Kotov gehörte in den 50er Jahren zu den besten Schachspielern der Welt. 1952 gewann er das Interzonenturnier in Stockholm mit 16,5 aus 20. Beim folgenden Kandidatenturnier in Zürich spielte er seine wohl bekannteste Partie. Gegen Awerbach gelang ihm ein spektakuläres Damenopfer, das nach 21 weiteren Zügen zum Partiegewinn führte.

Nach einer Altindischen Eröffnung, die hier nicht kommentiert wird, denn dies haben andere oft genug getan, opferte er seine Dame für nur einen Bauern. Dabei begünstigte die beengte Figurenstellung um den weißen König das gespielte Hineinziehungsopfer.

Beobachter des Geschehens berichteten, das nach Kotovs verblüffenden Damenopfer im 30. Zug ein mächtiges Raunen durch den Turniersaal ging. Auf dem Gesicht der Spieler war ein deutliches Schmunzeln zu erkennen .

Bedingt durch Zeitnot wiederholte Kotow mehrfach die Züge. Natürlich hätte er im 33. Zug auch anders spielen können. Es zählt allein, dass seine Zugfolge zum Ziel geführt hat.

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  1. Damals gab es noch Hängepartien. Durch die Zugwiederholungen erreichte Kotov nicht nur die Zeitkontrolle, sondern konnte die Stellung dann auch in Ruhe mit anderen (wenn auch ohne Computer) analysieren. Beim Damenopfer musste er nur sehen, dass er auf jeden Fall Dauerschach hat.

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