Beginn der Formel 1 für Schachroboter? Ein Rückblick in die Zukunft

Immer wieder interessant

Am 19. Mai 2012 fand in Moskau ein Blitzturnier zwischen zwei Robotern statt (12 bis 17 Uhr Moskauer Zeit – 10 bis 15 Uhr MEZ). Der Eine aus russischer Produktion (ChessKA, der vom Vater der weltbekannten Schachspielerin Kosteniuk entwickelt wurde) und der Andere aus deutscher Produktion (Firma: KukaRoboter GmbH) . Es wurden 10 Partien mit einer Bedenkzeit von je 5 Minuten pro Roboter und Partie gespielt. Der Sieger darf sich Weltmeister der Schachroboter nennen. Geplant ist, jedes Jahr diesen Wettbewerb zu wiederholen in der Hoffnung, dass möglichst viele schachspielende Roboter an der Weltmeisterschaft teilnehmen. So eine Art Formel 1 der Schachroboter. Einige namenhafte Firmen haben schon ihr Interesse angekündigt, zumal Schach zwangsläufig ein guter Werbeträger für Roboter ist und weltweit das Interesse an einem Ausgang eines solchen Wettbewerbs groß ist. Man erinnere sich nur an das Match Kasparov gegen DeepBlue im Jahr 1997. Durch den Sieg des IBM-Monsters schnellten die Aktienkurse des Computergiganten in die Höhe.

ChessKa ist der erste und einzige Roboter, der in einer Blitzpartie Weltklassegroßmeister schlagen konnte. Es waren dies: Wladimir Kramnik und auch Sergey Karjakin, sowie andere starke Großmeister. Das schwierige für den Roboter sind nicht die Züge zu berechnen, sondern sie auch selbstständig auszuführen.
Alexander Grischuk (Blitz-Exweltmeister) musste sein ganzes Können aufbieten, um gegen diese Monster zu bestehen. Veranstaltet wird das Spektakel von der „Russischen Schachförderation“.

Alexander Grischuk (Russland) – KUKA Monster (Deutschland) – 1,5:4,5
CHESSka (Russland) – KUKA monstr (Deutschland) – 3,5:0,5
Alle Partien

 

 

Turnierseite
Foto oben rechts: Eric van Reem
Partien

Aus der Vergangenheit:

 

 

 

 

Print Friendly, PDF & Email