Russland gewinnt am Ende souverän, Russland stolpert über China

Nein, das ist kein Widerspruch – dies ist der Abschlussbericht zur Mannschafts-WM beider Geschlechter, und beim Titel habe ich mich für “Ladies first” entschieden. Das Titelbild – alle Fotos von der Turnierseite – bekommen allerdings die chinesischen Herren, jedenfalls drei eingerahmt von zwei Damen: Spitzenbrett Ding Liren, Li Chao dessen Sieg gegen Fedoseev turnierentscheidend war und Cheftrainer Xu Jun. Mehr passten offenbar nicht an den Tisch der Sieger-Pressekonferenz, oder die anderen können nicht genug Englisch (alternativ Russisch).

Zunächst die Ergebnisse beider Turniere: Herren China 16, Russland 15, Polen 12, Indien 11, Türkei 10, Ukraine und Weissrussland 8(17,5), USA 8(16), Norwegen 2, Ägypten 0. Eine recht grosse Lücke zwischen den beiden Favoritenteams und dem Rest, Brettpunkte (in Klammern) entschieden nur über Platz sechs bis acht – Ukraine und Weissrussland nach allen Kriterien gleichwertig denn das direkte Duell endete 2-2 (vier Remisen). Damit und mit anderen Ergebnissen war die Ukraine sicher nicht zufrieden.

Damen Russland 16, China 13, Georgien 12(21,5), Indien 12(20), Ukraine 12(19,5), Polen 9, USA 6, Vietnam 5(16), Aserbaidschan 5(15,5), Ägypten 0. Hier war die Ukraine vielleicht – da nicht in Bestbesetzng – vor dem Turnier mit Platz fünf zufrieden, aber im Turnierverlauf schien deutlich mehr möglich. Noch ein einigermassen versöhnliches Ende für Georgien, Ägypten war bei Damen und Herren ohnehin klarer Favorit auf den letzten Platz – sie freuten sich über individuelle Erfolge in einzelnen Partien und haben immerhin Platz 3-5 mit beeinflusst.

Vor dem Bericht zu Runde 6-9 ein paar Fotos vom Geschehen am Ruhetag:

Dritte Aktivität – neben Exkursion und Besuch in der Ugra Chess Academy – war Fussball. Alles war freiwillig – nur einige Russen und Russinnen fühlten sich vielleicht moralisch verpflichtet, sich der nächsten Generation zu zeigen (oder machten das gerne).

Schon sind wir bei Runde 6 – ohne allzu grosse Überraschungen in beiden Turnieren. Die Türkei verlor allerdings ihre erste Partie im Turnier und konnte Indien dennoch ein 2-2 abknöpfen. Eine Überraschung gab es im Match Polen-Russland:

Noch ist es nicht soweit,

aber hier kommt der Kleidungs-Konter von JK Duda gegen Ian Nepomniachtchi! Am Brett war 6.Ld3!? sicher nicht die Widerlegung von Najdorf-Sizilianisch. Später schnappte Schwarz sich allerdings am Damenflügel einen Bauern zu viel und wurde am Königsflügel erledigt – bzw. sein König flüchtete noch von g8 bis b6 und dann war Matt doch unvermeidlich. Abgesprochen/vorbereitet oder nicht, Fedoseev gewann ähnlich gegen Gajewski – wobei der schwarze König nur bis d8 kam und Matt vorläufig vermeiden konnte, aber Turmgewinn war für Weiss gut genug. Noch ein Foto vom gesamten Mannschaftskampf:

Matchwinner bei China-Ukraine 2,5-1,5 war Spitzenbrett Ding Liren (nächstes Foto) gegen Ponomariov, ebenfalls ein Najdorf-Sizilianer.

(Dass das Foto aus einer anderen Runde stammt – heute hatte Ding Liren Weiss – sei’s drum)

Auch bei den Damen “normale” Ergebnisse: Russland und China im Gleichschritt, 3-1 gegen Indien bzw. USA, Ukraine dagegen nur 2,5-1,5 gegen Aserbaidschan. Noch wussten die Ukrainerinnen nicht, dass Brettpunkte am Ende wichtig wurden – wobei Aserbaidschan schwankende Ergebnisse hatte: jeweils 2-2 gegen die Spitzenteams China und Russland sowie gegen die USA, 4-0 gegen Ägypten und unterschiedlich hohe Niederlagen gegen den Rest.

Ich zeige Russland-Indien. Kosteniuk bereits voll konzentriert – so konnte sie, nachdem Gegnerin Harika erschien und 1.e4 spielte a tempo mit 1.-e5 reagieren.

Olga Girya ist oft ein dankbares da lächelndes Fotomotiv.

In Runde 7 fiel die Entscheidung im Herrenturnier:

China wartet auf Russland – hier Ding Liren und Yu Yangyi, die Entscheidung fiel später an Brett 4.

Russland kam und hatte eine Überraschung für die Chinesen – nicht dass Nepomniachtchi mit anderem Outfit erschien, sondern dass er an Brett eins spielte und Svidler demnach pausierte. Dafür gibt es verschiedene Erklärungen: Sie wollten gegnerische Vorbereitung entschärfen – bei China war klar, wer spielen würde: das deutlich schwächere Reservebrett Wen Yang wurde nur einmal gegen Ägypten eingesetzt. Sie vertrauten Svidler nicht, der früher mehrfach in entscheidenden Mannschaftskämpfen Nerven zeigte. Oder vielleicht wollte Svidler selber nicht? Auflösung später.

Nepo-Ding Liren war zwar materiell unausgeglichen – ab dem 17. Zug Läufer und Springer für Weiss gegen Turm und zwei Bauern für Schwarz (noch schottische Theorie, zuvor bereits 41-mal gespielt, im 18. Zug neuerte Nepo) – aber wohl immer in der Remisbreite, nach 82 Zügen war es offiziell. Auch Brett 2 (Yu Yangyi – Vitiugov) und Brett 3 (Matlakov – Wei Yi) wurde relativ geräuschlos remis.

Die Entscheidung fiel hinten: Fedoseev wählte den Berliner Spanier, Li Chao überraschte ihn offenbar mit 9.h3 (durchaus bereits gespielt, aber nicht der Hauptzug) und Fedoseev entkorkte nach 7 Minuten 9.-Lc5, zuvor nur einmal gespielt, 2000 in einem australischen Turnier. Nach später Sc3-a4xc5 hatte Schwarz drei c-Bauern – etwas zu viel, so sah er es auch und warf mit 22.-c4 einen über Bord. Nun hatten beide doppelte c-Bauern, und Weiss nach wie vor die übliche aber kaum zu verwertende Bauernmehrheit am Königsflügel. Die Frage war spätestens ab hier nur, ob Weiss gewinnen oder ob Schwarz das irgendwie remis halten kann. Die Entscheidung fiel später quasi im Königsangriff am Damenflügel, denn da (b7) stand der schwarze Monarch. Li Chao – Fedoseev 1-0, Russland-China 1,5-2,5 – China übernahm die Führung im Turnier und behielt sie bis zum Schluss.

Andere Mannschaftskämpfe:

Korobov wird bereits vor der Runde getröstet, oder brauchte er einfach Streicheleinheiten und bekam sie?

Gegner Adhiban gab hinterher gut gelaunt eine Pressekonferenz – Adhiban-Korobov 1-0, Ukraine-Indien 1,5-2,5, nächster Dämpfer für die ukrainischen Herren.

Die Türkei verlor heute gleich zwei Partien, dann müsste sie zweimal gewinnen – und das ging schon deshalb nicht, weil Spitzenbrett Dragan Solak immer remisierte. Nutzniesser war die USA, die gar 3-1 gewann.

Zu den Damen:

Was ist das denn, eine Ägypterin ohne Kopftuch und gar mit relativ viel sichtbarer Haut? Spitzenbrett WGM Khaled Mona ist offenbar anders drauf als ihre Teamkolleginnen, ab Runde 6 war sie mit dabei – und machte ihre Sache jedenfalls schachlich durchaus ordentlich, heute Remis gegen Ushenina. Brett 2 WGM Shrook Wafa besiegte nach zuvor Harika nun auch Zhukova – insgesamt Ägypten-Ukraine 1,5-2,5, genug Mannschafts- aber zu wenige Brettpunkte für die Ukraine.

Russland dagegen souverän 3,5-0,5 gegen Polen.

Aleksandra Goryachkina bekommt noch ein individuelles Foto.

China-Indien endete 2-2, ohnehin hatten zu diesem Zeitpunkt nur Russland und die Ukraine Chancen auf Gold.

Runde 8: Russland-Indien 2,5-1,5, sie holperten und stolperten zum Mannschaftssieg. Matchwinner war Fedoseev, der Negi tief im Endspiel überlistete und bei stark reduziertem Material noch den vollen Punkt einfuhr. Weniger überzeugend Matlakov, der gegen Sasikiran früh einen Bauern entweder einstellte oder bestenfalls mässig korrekt opferte. Daraus wurde dann ein jedenfalls spielbares Bauernopfer, und dann wurde es remis.

Svidler am Brett, später dann in einer anderen Rolle die ihm nach eigener Aussage momentan eher liegt. Am Spitzenbrett hatte er gegen Jungstar Vidit einen Bauern entweder geopfert oder eingestellt, Remiskompensation hatte er vielleicht. Dann schwächte er seine Königsstellung, auch das war noch einigermassen OK. Aber dann parkte er seine Dame auf a3, Weiss konnte mit Dame und Springer den schwarzen König besuchen und belästigen. Svidler hatte Glück, dass Vidit immer nur Damenschachs gab – zwischendurch auch mal mit dem Springer (51.Sd6+) und Weiss hätte mindestens zwei weitere Bauern, alternativ die schwarze Dame gewonnen.

Nach seinem Auftaktsieg gegen Wojtaszek schien Vidit auf Kurs 2700+, dann remisierte er nur noch – mit Svidler als zweitem 2700er Skalp wäre er neuestes Mitglied im Club, so hat er derzeit “nur” 2697.

Noch eine Überraschung hatte Russland parat:

Nepomniachtchi plötzlich in anderem Outfit, ausserdem rasiert – Gegner Adhiban war davon so schockiert, dass er sein einziges Remis in neun Partien einstreute.

In den anderen Mannschaftskämpfen der Herren keine Überraschungen und kaum Dramatik – nur USA-Ukraine 1,5-2,5 war knapp, aber da ging es nicht mehr um Medaillenplätze. Zu den Damen:

Ukraine-Georgien 1,5-2,5 – im Zwischenbericht schrieb ich, dass Georgien die Ukraine eventuell noch ärgern könnte, und so kam es. An zwei von vier Brettern hatten sie Elovorteil, an Brett 4 gewannen sie bei ansonsten dreimal Remis. Batsiashvili-Osmak 1-0 im Endspiel. Nach dem Turmtausch, den Schwarz wohl nicht zulassen durfte, waren im Läuferendspiel zwei Dinge partieentscheidend: der aktivere weisse König sowie die Tatsache, dass sie den schwarzen b-Bauern auf b5 (Läuferfarbe) festlegen konnte. So konnte Batsiashvili ihn erobern und danach den eigenen b-Bauern unwiderstehlich marschieren lassen. In einem eventuellen Bauernendspiel wäre der scheinbar wertlose weisse Mehrbauer (verdoppelt auf der h-Linie nach im späten Mittelspiel 30.-h4 31.gxh4) entscheidend, da Weiss so mehr Reservetempi hat.

Von Team Ukraine zeige ich noch Ushenina – an einem anderen Tag mit anderer Kleidung und Frisur:

Russland gewann schon wieder 3,5-0,5 – gegen Ägypten eher überraschend, dass es nicht 4-0 wurde. So hatten die Russinnen, bei 2 Mannschafts- und 4 Brettpunkten Vorsprung auf die Ukraine, noch eine klitzekleine Chance nicht Mannschafts-Weltmeister zu werden.

Runde 9: Bei den Herren gewann China 2,5-1,5 gegen Polen – Matchwinner bei drei Remisen Li Chao, der Bartel am Königsflügel einschnürte. Matt wurde es nicht, aber zweifacher Bauerngewinn reichte um Bartel zur Aufgabe zu bewegen. Wie sich herausstellte, war dieser Sieg für China nötig um Gold abzusichern. Polen bekam Bronze – nur die Türkei konnte sie noch ein- und überholen, aber statt dem dafür erforderlichen Kantersieg gab es eine 1,5-2,5 Niederlage gegen Weissrussland.

Was machten die Russen?

Svidler heute in anderer Rolle – lange als Gast beim Livekommentar mit Anna Rudolf, auch heute pausierte er. Angekündigt wurde er als “weltbester Livekommentator”, worauf er meinte “so wie ich hier spiele kann ich das offenbar besser”. Laut Svidler pausierte Svidler gegen China nicht freiwillig, aber er akzeptierte (wenn auch ungern) und verstand diese Entscheidung des Teamkapitäns. Idee war auch, dass Nepomniachtchi so oft wie möglich Weiss spielen sollte. Das war auch für die letzte Runde die Idee – “wenn China doch noch patzen sollte brauchen wir ja einen Kantersieg, und Ian ist mit Weiss ein Monster”.

Zu den hinteren Brettern Matlakov und Fedoseev sagte Svidler, dass beide erst kurzfristig aufgrund ihrer Ergebnisse bei der Europameisterschaft nominiert wurden und ihre Sache sehr gut machten. Es wäre unfair, Fedoseev auf seine Partie gegen China zu reduzieren – “er hat grossartig gespielt und gekämpft, gegen Indien war er Matchwinner”.

Dann analysierte er die teilweise noch laufenden Partien im Match Russland-USA – am Ende 4-0, das einzige im Herrenturnier. Auch Ägypten erzielte bei allen Niederlagen mindestens einen halben Brettpunkt, Schuld war u.a. (aber nicht nur) ein gewisser Peter Svidler. Damit hatte Russland nach Brettpunkten China überholt, aber entscheidend sind zunächst Mannschaftspunkte.

Als Svidler sich verabschiedete – “ich muss meinen Mannschaftskollegen gratulieren, bisher sah ich nur Fedoseev im Analyseraum” – wurde Anna Rudolf persönlich: “Wir arbeiten zwar seit Jahren für dieselbe Firma, aber noch nie sass ich direkt neben Dir – ich bin überglücklich, hinterher will ich noch ein Selfie mit Dir!”. Svidler: “Das ist schwer übertrieben, aber Du bekommst so viele Selfies wie Du willst!” Schleichwerbung machte Rudolf nicht, ich auch nicht sondern nur ein Hinweis: weder McDonalds noch Chessbase, aber ebenfalls mit Bezug zu einer norddeutschen Metropole.

Ich zeige noch ein paar Teamkäptens bei Pressekonferenzen (an unterschiedlichen Tagen, siehe Outfit von Eteri Kublashvili):

Potkin für Russland

Ramesh für Indien

Tisdall (der mit dem Hut) für Norwegen

Zu den Damen: Relativ früh entschieden war China-Ägypten, Indien-Aserbaidschan und Georgien-USA – alles 3-1, auch China-Ägypten nur 3-1 da Ju Wenjun gegen Khaled Mona erst ihren Vorteil einbüsste und dann patzte. Russland-Ukraine lief noch, auch nachdem die Russinnen bereits Gold sicher hatten: der dafür noch nötige halbe Brettpunkt war Chefsache – Kosteniuk gab gegen Ushenina nach wechselhaft-sizilianischem Verlauf Dauerschach, auch sie wird nun fotografiert:

Für Silber brauchte die Ukraine einen Sieg gegen Russland, für Bronze angesichts sonst zu weniger Brettpunkte (siehe oben) ein Mannschaftsremis, 3-1 für Russland bedeutete letztendlich Platz 5 für die Ukraine. Auch die russischen Damen erschienen nicht komplett zur Siegerinnen-Pressekonferenz:

Zwischen Girya und Kosteniuk Trainer Rublevsky. Wo ist eigentlich Giryas Lächeln?

Das kam noch

und war ansteckend.

Zum Schluss noch zum Turnier insgesamt, erst wieder die Herren: Warum hat China gewonnen? Es war eine Mannschaftsleistung – nur Li Chao deutlich im Eloplus (und Wen Yang durch sein Remis gegen Ägypten im Elosoll). Matchwinner bei knappen Ergebnissen, und das waren alle gegen direkte Konkurrenten: Yu Yangyi (insgesamt 6/9) gegen Indien, Ding Liren (5/8) gegen die Ukraine, dann Li Chao (7/9) gegen Russland und Polen. Wei Yi (6/9) gewann nur bei den Kantersiegen gegen Weissrussland, Ägypten und Norwegen. Im Turnierverlauf hat China keine einzige Partie verloren.

Warum hat Russland Gold verloren und Silber gewonnen? Es lag an der einen Verlustpartie gegen China. Ansonsten war letztendlich nur das 2-2 gegen die Türkei enttäuschend. Svidler war mit seinen sechs Remisen nicht zufrieden, zumal teilweise weniger drin war. Nepomniachtchi glänzte mit 6/8, dabei bekam er sechsmal Weiss. Vitiugov (5/7) nicht schlecht, Matlakov (5/7) und Fedoseev (6/8) haben ihre Aufstellung gerechtfertigt. Abwarten, in welcher Aufstellung Russland bei der Mannschafts-EM antritt, wenn Kramnik, Karjakin und/oder Grischuk wieder verfügbar sind.

Bei Polen erfüllten alle etwa die Eloerwartungen, nur Bartel hatte ein schlechtes Turnier. Zu Indien nur die Spitzenbretter: Vidit (5/9) und Adhiban (5,5/9) mit vergleichbaren Ergebnissen, unterschiedlich erzielt: Vidit +1=8, Adhiban +5=1-3. Er begann mit zwei Niederlagen gegen Duda und Yu Yangyi und verlor später noch gegen Yilmaz. Wenn Indien einen Sündenbock braucht betrifft “nur Platz vier”, dann Adhiban – aber das wäre bei ihm genauso unfair wie bei Fedoseev.

Die Türkei insgesamt das remislichste Team, wobei Yilmaz (zuletzt Sieg-Niederlage-Sieg-Niederlage), Can (ein Sieg, zwei Niederlagen) und auch Sanal (zwei Siege) das nicht ganz konsequent durchzogen. Ukraine enttäuschend – vor allem Ponomariov und Korobov mit jeweils 2,5/7. 0/0 von Ivanchuk und Eljanov war auch enttäuschend, hatte aber andere (mir nicht bekannte) Gründe. Zu den anderen Teams nur zwei Einzelergebnisse: IM Frode Elsness für Norwegen und IM Moheb Ameir für Ägypten jeweils 0/6, ihre Kollegen machten es (im Rahmen ihrer Möglichkeiten) besser.

Bei den Damen nur zu einigen Spielerinnen der Medaillen-Teams: Für Russland erzielten Kosteniuk und Gunina jeweils 6/8, auf unterschiedliche Weise: Kosteniuk ungeschlagen, Gunina remislos. Bei China schwächelte Ju Wenjun (nur 4,5/9) und Zhao Xue (0/2, mehr Partien bekam sie dann nicht mehr) – an Lei Tingjie (8/9) lag es nicht. Bei Georgien schwächelten ebenfalls die Spitzenbretter Dzagnidze (3,5/8) und Javakishvili (3/7), am Ende bekamen sie an drei gesetzt doch noch gerade so Bronze. Nur noch zu Ägypten: Für Moaataz (0,5/8), Elansari (auch 0,5/8) und Ehab (0/8) bedeutet dieses Turnier wohl keinen Karriereknick – diese Ergebnisse waren erwartungsgemäss, auch Ehab kann den Absturz von Elo 1750 auf Elo 1735 sicher verkraften. Die Spitzenbretter Wafa und in der zweiten Turnierhälfte Mona konnten eher mithalten und auch einige prominente Skalps erobern (Wafa-Harika 1-0, Zhukova-Wafa 0-1, Ju Wenjun-Mona 0-1).

 

 

 

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Veröffentlicht unter WM |