Weltmeisterschaft in Sofia (Bulgarien)

Anand ist und bleibt Weltmeister
 
Obwohl Topalov heute mit den weißen Steinen seine letzte Chance hatte, im normalen Schach gegen Anand zu gewinnen, konnte er aus seinem Anzugsvorteil keinen Nutzen ziehen. Im Gegenteil, Anand beherrschte die d-Linie mit seinen Türmen und hatte stets einige taktische Schläge auf Lager. Ab dem 32 Zug kam Anand in Vorteil, als Topalov nicht die beste Fortsetzung fand. Topalovs König musste auf Wanderschaft gehen und setzte sich so den Attacken der schwarzen Figuren aus, die alle harmonisch zusammen spielten und am Angriff beteiligt waren. Es war schon ein Trauerspiel, dass Topalov noch weiter spielte, obwohl GM Fritz schon 8 plus x für Anand anzeigte.
Nachfolgend ein Abschlussbericht von IM Georgios Souleidis, der u. a. für Schwatt und Weiß (leider eingestellt worden) in Sofia weilte:
Filmreif
 Am 11. Mai begann es gegen 19.30 Ortszeit in Sofia zu regnen und zu donnern. Das geschah ungefähr gleichzeitig mit dem Ende der 12. Partie der Schach-WM zwischen Veselin Topalov und Viswanathan Anand. Jedem Regisseur würde sich bei so einer Drehbuchvorlage der Magen umdrehen, doch das Leben schreibt einfach die kitschigsten Momente.
 Als ob eine Riesenlast von beiden Spielern gefallen wäre, fingen sie sofort an ein paar Sätze miteinander auszutauschen, etwas das sie während des gesamten Wettkampfs nicht getan hatten. Zeit genug also, um eine Agenturmeldung rauszuschicken. Dann kamen sie aber auch schon und es wurde die mit Abstand längste Pressekonferenz bei der WM..
 

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