Ein Pragmatiker gewinnt in Leuven

Das Blitzturnier in Leuven hatte ich live kaum mitbekommen: Samstag war ich bei der NL-Meisterschaft in Amsterdam, Sonntag neben anderen Dingen mit dem Reisebericht darüber beschäftigt. Und auch live schaute ich – aus dem Wohnzimmer via Internet – vor allem nach Amsterdam. Die Schlussrunde der NL-Meisterschaft war dramatisch genug, das Niveau dabei vielleicht (da mit klassischer Bedenkzeit gespielt wurde) teilweise höher als bei der Weltelite in Leuven. Da die Entscheidung dann nach Stichkämpfen fiel, konnte man (jedenfalls bei den Damen) auch noch über Blitz-Kuriositäten staunen oder schaudern.

Hoppla, das ist Thema eines anderen Artikels – was geschah gleichzeitig in Leuven? Im Zwischenbericht schrieb ich am Ende: „… Vachier-Lagrave, der in Paris drei Punkte Rückstand auf Carlsen nach dem Schnellturnier aufholen konnte – und So ist generell kein guter Blitzer. Auch Carlsen kann daher noch Gesamt-Turniersieger werden, und auch auf den anderen Plätzen kann sich in der Tabelle noch einiges ändern.“ Teilweise kam es so wie ich es (als eines von mehreren Szenarios) vorhergesagt hatte, wobei sich in der Tabelle ab Platz vier fast gar nichts änderte.

Zunächst also zu den drei bereits namentlich genannten Spielern: Carlsen drehte im Blitzturnier auf – das lag auch daran, dass seine Gegner gegen ihn teilweise durchdrehten. So bestätigte seinen Ruf als mässiger Blitzer, aber zwei Punkte Vorsprung auf MVL nach dem Schnellturnier reichte am Ende für Platz zwei – da der Franzose ein zu wechselhaftes Blitzturnier erwischte.

Blitz

Endstand in der kombinierten Wertung: Carlsen 25.5/36, So 22.5, MVL 22, Giri 20, Aronian und Kramnik 18.5, Nepomniachtchi 18, Anand 16, Ivanchuk 15.5, ……. Jobava 3.5. Um nun Platz vier bis zehn zu besprechen: der fehlende halbe Punkt kostete Nepomniachtchi 2500$ Preisgeld, so war er – da Platz sieben bis zehn jeweils 7500$ (Antritts- oder Schmerzensgeld?) bekommen – finanziell punktgleich mit Jobava. Die vier wildcards Giri, Kramnik, Ivanchuk und Jobava landeten auf Platz vier, fünf bis sechs, neun und zehn. Giri und Kramnik machten es ähnlich wie zuvor Grischuk und Mamedyarov in Paris, Ivanchuk und Jobava waren „gleichwertiger Ersatz“ für Topalov und Bacrot.

Das Blitzturnier separat: Carlsen 14.5/18, Giri und MVL 10, Kramnik und Aronian 9.5, Nepomniachtchi 9, Ivanchuk und So 8.5, Anand 8, Jobava 2.5 (immerhin). Das Titelbild – alle Fotos von Lennart Ootes via Turnierseite – bekommt der Sieger Magnus Carlsen. Allzu glücklich schaut er nicht drein – vielleicht realisierte er in diesem Moment nicht, dass er neben diesem „Pokal“ auch 37.500$ bekommt und auch sehr gute Chancen hat auf zusätzliches Preisgeld in der Tour-Gesamtwertung am Ende der kompletten Serie.

Statt „Runde für Runde“ eher „Spieler für Spieler“, wobei ich die beiden Tage des Blitzturniers voneinander trenne.

Rapid

Es begann nach Wunsch für den amtierenden Weltmeister gegen seinen Vorgänger – Anand-Carlsen 0-1. Anand, optisch bunter, machte es auch auf dem Brett etwas bunt. Eingangs des Endspiels konnte Weiss nach Carlsens Lapsus 26.-Kg8? (26.-Se2+ nebst 27.-Sxf4 musste sein) mit 27.f5 einen gesunden Mehrbauern behalten. Stattdessen schaffte er es, innerhalb von vier Zügen beide Bauern am Königsflügel (f und h) einzustellen, ab hier hatte Carlsen Oberwasser. Nach suboptimalem weissem Spiel war die Stellung ab dem 40. Zug mal in der Remisbreite, mal für Schwarz gewonnen (Anand patzte), dann wieder remislich (Carlsen patzte zurück), und dann machte Anand den letzten Fehler.

Bleiben wir bei Carlsen wobei einer seiner Konkurrenten nun auch auftaucht. Nach einem gepflegt-korrekten Remis gegen Kramnik das:

MVL-Carlsen 0-1. Es begann bekannt-berlinerisch mit 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 Sf6 4.0-0 Sxe4 5.d4 und nun nicht 5.-Sd6 sondern 5.-Le7!? . „Das geht“, und die Hauptvariante ist nun 6.De2 Sd6 7.Lxc6 und dann meistens 7.-bxc6 8.dxe5 Sb7 – sieht krumm aus aber wurde auf hohem Niveau bereits gespielt. Nach 7.-dxc6 hat Weiss 8.dxe5 Sf5 9.Td1 und steht gut. Man vergleiche das mit (nach 5.-Sd6) 6.Lxc6 dxc6 7.dxe5 Sf5 8.De2?! (8.Dxd8+ ist quasi Pflicht) 8.-Sd4! – Schwarz steht gut.

MVL spielte stattdessen 6.Te1 und nach 6.-Sd6 7.Lxc6 dxc6 8.dxe5 Sf5 9.Dxd8+ hatte Schwarz ein „verbessertes“ Berliner Endspiel – 9.-Lxd8, das ist der Unterschied. Später kam Weiss ein Springer abhanden, dafür hatte er immerhin einen einzugsbereiten h-Freibauern, grösster Feind des Springers. Dennoch stand Schwarz auf Gewinn, behandelte es dann ungenau (nun war es objektiv remis) und wieder machte Carlsens Gegner dann noch einen Fehler.

In Runde 4 Carlsen-Ivanchuk 1-0 ohne derlei Aufregungen. 1.d4 Sf6 2.Lf4 c5 3.d5 b5 4.c4 g6 – noch drei Partien mit Spielern Elo unter 2000. Weiss verzichtete jeweils auf 5.cxb5, Carlsen fand es. 5.-a6, eine Art Wolga-Gambit. So wie Ivanchuk es im weiteren Verlauf behandelte wurde aus dem weissen Bauern auf b5 ein partieentscheidender Freibauer, 1-0 nach 22 Zügen – das kann Carlsen wenn der Gegner die Eröffnung vergeigt, das können andere auch wenn der Gegner die Eröffnung vergeigt.

Runde 5 Nepomniachtchi-Carlsen 0-1 – Nepo zeigte, dass man auch mit Weiss die Eröffnung vergeigen kann, diese Partie dauerte 19 Züge.

Runde 6 Carlsen-Aronian 1-0 im Turmendspiel – diesmal war Carlsens Technik gut oder „smooth“, die gegnerische nicht.

In Runde 7 stockte der Carlsen-Express: Giri-Carlsen 1-0 – Carlsen verspätete sich zu Rundenbeginn etwas und rückte dann bei laufender Uhr erst seine Figuren zurecht. Diese neun verlorenen Sekunden waren nicht partieentscheidend, aber dann landete er in einer schlechten Stellung – der Turmeinsteller zum Schluss (35.-Th8? 36.Dxh8! 1-0) war wohl eher abkürzend als partieentscheidend.

Runde 8 Jobava-Carlsen 0-1 – nicht der Rede wert, Jobava hatte zuvor im Blitzen bereits siebenmal verloren. Bevor ich Runde 9 bespreche, näheres zu Carlsens Konkurrenten.

Wesley So begann mit Siegen gegen Jobava (na klar) sowie Anand, der freundlicherweise in einer ausgeglichenen Stellung eine Qualität einstellte. Soweit so gut, Remis gegen Kramnik in Runde 3 war auch OK. Dann stand er gegen MVL zunächst klar besser und stellte dann eine Qualität ein – das war noch nicht partieentscheidend, aber weitere Fehler folgten – So-MVL 0-1. Was Entscheidungen betrifft, danach noch Sieg gegen Nepomniachtchi (aus zeitweise verdächtiger Stellung heraus) und Niederlage gegen Giri (der mit einem etwas spekulativen Figurenopfer Erfolg hatte).

Vachier-Lagrave (dahinter auch So, also hätte ein Foto gereicht) – einige Partien hatten wir bereits. Sein Sieg in Runde 1 gegen Aronian: bei der Ausführung von 50.-Lf8 warf Aronian einige Figuren um und realisierte sich, dass er diese in den ihm verbleibenden vier Sekunden nicht wieder aufrichten konnte, also gab er auf. Niederlage gegen Carlsen und Sieg gegen So hatten wir bereits, dann eine Doppelnull gegen Anand und Kramnik, Siege gegen (natürlich) Jobava und Ivanchuk und zum Schluss noch Niederlage gegen Nepomniachtchi. Warum da 35.-Kh8 richtig war (weiterhin leichter schwarzer Vorteil) und das gespielte 35.-Kh7? falsch (Weiss gewinnt) – in einer Blitzpartie nicht leicht zu sehen. Insgesamt am ersten Blitztag nur 50%.

Und nun zu

Carlsen-So 1-0 in Runde 9. Diesmal spielte So nicht einmal offensichtlich schlecht, Carlsen gewann trotzdem – auch das gibt es mitunter.

Noch kurz zu anderen Höhe- oder Tiefpunkten:

Anand-Kramnik 1/2, an sich ein „normales“ Ergebnis. Aber nach 44 Zügen hatte Anand mit beiderseits Turm, Läufer und Springer vier gegen null Bauern, schwarze Kompensation Fehlanzeige. Nach 66 Zügen waren es noch zwei Bauern, und dann übersah Vishy eine Springergabel – tschüss Turm! Dank einer Springer-Unterverwandlung war es noch remis. Natürlich war es über weite Strecken der Partie ein reines Zeitnot-Gehacke.

Und ein nicht so turnierrelevantes Ergebnis in Runde 9:

Ivanchuk-Jobava 1/2! Chucky hatte bis zu diesem Zeitpunkt auch kein allzu gutes Blitzturnier, wobei vor dieser Partie 1,5/8 jedenfalls besser war als anfangs 0/4. Nun spielten sie Slawisch Abtausch, Figuren wurden abgetauscht und nach 30 Zügen remis vereinbart.

Stand nach dem ersten Blitztag, einschliesslich der doppelt gewerteten Schnellpartien: Carlsen und So 18.5, MVL 16.5, Giri 15.5, Kramnik 15, Nepomniachtchi 14, Aronian 13.5, Anand 13, Ivanchuk 9, Jobava 1.5.

Jobava, nun wieder ohne Sonnenbrille, behielt weitgehend seine gute Laune – nur das letzte Foto kann man als Resignation interpretieren. Kollegen unterstützten ihn moralisch – zum Foto-Zeitpunkt wusste Kramnik noch nicht, was in seiner zweiten Partie gegen Jobava passieren sollte.

Tag zwei: Zunächst übernahm So wieder die Führung, da er in Runde 1 (insgesamt Runde 10) gegen Jobava spielte und gewann, währen Carlsen nun keine Geschenke von Anand bekam (korrektes Remis). MVL spielte parallel gegen Aronian mal im Stil von Carlsen und gewann plötzlich ein ausgeglichenes Endspiel, da sein Gegner den aktiven schwarzen König nicht ausreichend würdigte.

Nach Runde elf hatte sich das (Sos Führung) wieder erledigt, da er gegen Anand Schiffbruch erlitt während Carlsen mit Schwarz gegen Kramnik gewann. Kramnik brachte im 18. Zug ein inkorrektes Figurenopfer – höchste Zeit, Carlsen zu loben für die vielen Fehler die seine Gegner machten: Ave Carlsen Halleluja!!

Runde zwölf Carlsen-MVL 1-0 – Carlsen gewann ausnahmsweise mal mit kreativ-spekulativem Kaffeehausschach. Das musste nicht unbedingt sein, wenn der Franzose an einer Stelle cool geblieben wäre, aber wir wollen mal nicht meckern. Parallel zu diesen Ereignissen im Kampf um den Turniersieg geschahen unglaubliche Dinge: Jobava remisierte gegen Nepomniachtchi, und dann auch noch gegen Anand.

In Runde dreizehn fiel dann vielleicht die Vorentscheidung: Ivanchuk-Carlsen 0-1 – mal wieder im Endspiel. Das Springerendspiel war zum Schluss vielleicht schon bevor Chucky es vergeigte schwierig – aber kurz zuvor konnte er die Springer abtauschen und das Bauernendspiel wäre schlichtweg remis. Parallel MVL-So 1-0 ebenfalls im Endspiel, auch da hat der Verlierer etwas geholfen. Stand nun vorne Carlsen 22, So 20, MVL 19, dann Giri 17, Kramnik 16.5 usw. . Zwischendurch mal ein Turniersaal-Foto:

Runde vierzehn Carlsen-Nepomniachtchi 1-0 – hier stand Weiss ohnehin besser, bevor Schwarz mit 27.-e3?! 28.fxe3 für ihn die f-Linie öffnete. Und auch dass Nepo zum Schluss eine Standard-Mattkombination übersah hat die Partie wohl nur abgekürzt. Parallel gewann MVL mit Schwarz aus schlechter Stellung heraus gegen Anand, 22.-Dxe5?!? aus der Kategorie „winning blunder“ – wenn der Gegner richtig fortsetzt, verliert man aber nach einem Gegenfehler steht man besser. So-Ivanchuk 1/2 aus der Kategorie beiderseits ungefährdet und nicht allzu gehaltvoll.

War da noch was? Ja, Jobava-Kramnik 1-0! Dabei stand Kramnik mit Schwarz immer mal wieder besser, aber im Turmendspiel machte er einen unglaublichen Fehler.

Carlsen liess es ab hier ruhiger angehen bzw. seine Gegner machten nicht mehr die Fehler, die er normalerweise braucht um zu gewinnen. Also noch drei Remisen und ein Sieg gegen – siehe unten. So remisierte alles, was machte MVL? In Runde fünfzehn verlor er mit Weiss gegen Kramnik. Früh stand er schlechter, dann schien das Gröbste überstanden und das Endspiel haltbar, dann strauchelte er doch. In Runde sechzehn spielte er gegen Jobava, also gewann er. Ja, aber …. smooth war es nicht: die ganze Partie über stand er schlechter, Jobava hatte zeitweise zwei Qualitäten mehr – das sollte irgendwie gewonnen sein, aber wie? Zum Schluss, der Vorteil war wohl bereits dahin, fand Jobava dann einen von drei Verlustzügen: 65.Te5?? fxe5 und 65.Txb5?? axb5 war trivial, 65.Tc5?? Kd6 eigentlich auch (66.Tc8 Ld7+, und auch sonst musste er sich von seinem Turm verabschieden).

Runde siebzehn:

Carlsen-Jobava 1-0 – Carlsen streckt dem Gegner bereits die Hand entgegen, aber der ist sich noch nicht sicher, ob Matt tatsächlich die Partie beendet. Die erste Angriffswelle hatte Jobava überstanden, die zweite bei und mit reduziertem Material überlebte er nicht (zum Schluss 42.h4, 43.h5 und 44.h6#).

Ivanchuk-MVL 1-0 – Chucky hatte den Gegner vielleicht in der Eröffnung ausgetrickst: durch Zugumstellung entstand ein Abspiel aus dem Panov-System gegen Caro-Kann, das (frühes Endspiel) bereits recht remislich ist. Aber MVL, der einen halben Punkt Rückstand auf So hatte, wollte wohl mit Schwarz gewinnen – vielleicht deshalb wählte er seltene und wohl suboptimale Züge. Später kam ihm eine Qualität abhanden, und das wurde dann nicht remis.

Auf andere Partien mit Irrungen und Wirrungen, diesmal Nepomniachtchi-Kramnik 1-0 und Aronian-Anand 1-0, gehe ich mal nicht ein – machte ich in früheren Runden auch nicht.

Die letzte Runde praktisch ohne Turnierrelevanz: So-Carlsen wurde remis. Carlsens experimenteller Sizilianer konnte einen Zug lang schiefgehen – aber wenn Carlsen Fehler macht werden sie vom Gegner nicht ausgenutzt (und er stand bereits als Turniersieger fest). MVL-Nepomniachtchi 1-0 half dem Franzosen so nicht, er blieb Dritter. Jobava fand gegen Ivanchuk nochmals einen kuriosen Verlustzug.

Nun erst einmal eine Reihe Fotos:

Carlsen blickte meistens gelangweilt drein. Einmal lächelte auch er – das hat Lennart Ootes so gut gefallen, dass er ihn doppelt ablichtete.

Aronian spielte zwar keine Hauptrolle im Turnier, aber fotogen ist er. Die anderen Spieler, soweit ich sie noch nicht hatte:

Nepomniachtchi kopiert zwar Carlsens (frühere?) Sitzhaltung, bei Ergebnissen konnte er nicht mithalten.

Dabei waren auch noch zwei ehemalige Weltklassespieler, die sich über die Chess Tour profilieren ohne selbst mitzuspielen:

Zuschauer und Zuhörer hatten Kasparov und Short auch:

Hinterher bzw. schon während dem Turnier allgemeines Ave Carlsen Halleluja. Livekommentator Christian Chirila über Carlsen: „Seine Gegner machen die Fehler. Er ist derjenige, der gar keine Fehler macht.“ Erstens stimmt das, wenn man genauer hinschaut, so nicht – auch Carlsen machte Fehler, seine Gegner machten nur generell den letzten Fehler. Zweitens: Ist „keine Fehler machen“ das Nonplusultra im Schach?

Carlsen-Fan Garry Kasparov auf Twitter: „Phenomenal performance by Magnus. As I said during the round, it looked like everyone else was playing blitz while he was playing chess!“ [Phänomenaler Auftritt von Magnus. Wie ich während der Runde sagte: es sah aus, als ob alle anderen Blitz spielten während er Schach spielte!] Bedeutet Blitz Ideen, Improvisation, Kreativität, Fehler gehören dazu und sind unvermeidlich, während Schach „keine Fehler machen“ bedeutet??

Carlsen-Fan Klaus Besenthal für Chessbase: „Wer Magnus Carlsen nach seinem Auftritt beim „Norway Chess“-Turnier eine Krise hatte attestieren wollen, der wurde binnen kürzester Frist durch den Weltmeister eines Besseren belehrt: Nachdem er vor einer Woche bereits die „Grand Chess Tour“-Station in Paris gewonnen hatte, wurde Carlsen nun auch Gesamtsieger des GCT-Turniers im belgischen Leuven.“ Herr Besenthal, in Paris und Leuven wurde Schnell- und Blitzschach gespielt. Das Blitzturnier verlief in Stavanger auch nach Wunsch für Carlsen, Erfolge im Schnell- und Blitzschach sagen nichts über seine derzeitigen Fähigkeiten mit klassischer Bedenkzeit. Nur die Chess Tour kombiniert das in einer Turnierserie – ursprünglich war es eine schnelle Notlösung und vielleicht eine Geste an Nakamura, nun profitiert auch Carlsen davon. Natürlich kann er sich bis Sinquefield Cup berappeln, oder auch nicht.

Noch ein Siegerfoto:

Der Herr rechts, Vertreter der Organisatoren, erscheint glücklicher als der Herr links. Giri und So schauen im Hintergrund zu. Dann gab es noch zwei Gruppenfotos:

Rechts einer ohne GM-Titel (Jan Callewaert) und einer mit (Garry Kasparov).

Jobava hat die Seite gewechselt, um sich von Vachier-Lagrave und So zu verabschieden. Die anderen sehen sich ja regelmässig, unklar wann Jobava wieder auf diesem Niveau mitspielen (und dann vielleicht einigermassen mithalten) kann. Zwischen diesen beiden Fotos wohl ein bisschen Fussweg, blieb Ivanchuk durchgehend in dieser Pose?

Wie geht es weiter? Aronian, Giri und Nepomniachtchi sind inzwischen vielleicht schon in Genf, da beginnt demnächst das nächste Turnier der FIDE Grand Prix Serie. Da ist die Remisquote vermutlich höher, das generelle Niveau der Partien vermutlich/hoffentlich auch.

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