FIDE Grand Prix in Genf (6.–15. Juli)

18 Weltklassespieler kämpfen um zwei Tickets für das Kandidatenturnier 2018

Markus Angst – Das Hotel «Le Richemond» in Genf an den Gestaden des Lac Léman ist vom 6. bis 15. Juli (mit Ruhetag am 11. Juli) Schauplatz eines schachlichen Leckerbissens. 18 Weltklassespieler kämpfen im dritten von insgesamt vier FIDE-Grand-Prix-Turnieren um zwei Tickets für das Kandidatenturnier 2018.

Mamedyarov (by David Llada)

Genf ist nach Sharjah (Vereinigte Arabische Emirate), wo GM Alexander Grischuk (Rus), GM Maxime Vachier-Lagrave (Fr) und GM Shakhriyar Mamedscharow (Aser) gemeinsam mit je 5½ Punkten gewannen, und Moskau (Russland), wo sich Liren Ding (Chn) mit 6 Punkten vor Mamedscharow (5½) und sieben Spielern mit je 5 Punkten durchsetzte, die dritte Station des FIDE Grand Prix. Das vierte Turnier findet vom 15. bis 26. November in Palma De Mallorca (Spanien) statt.

Von den insgesamt 24 teilnahmeberechtigten Spielern bestreiten jeweils deren 18 ein Turnier. Diese führen über neun Runden nach Schweizer System – im Gegensatz zu den GP-Events der vorangegangenen Jahre, die Rundenturniere waren. Die beiden Erstplatzierten der Grand-Prix-Schlusswertung qualifizieren sich für das 2018 stattfindende Kandidatenturnier, für das sechs weitere Top-Ten-Spieler vorqualifiziert sind und dessen Sieger Ende nächsten Jahres den amtierenden Weltmeister Magnus Carlsen herausfordern wird.

[Anmerkung von Thomas Richter: Von den sechs anderen Teilnehmern des Kandidatenturniers ist bisher nur Vize-Weltmeister Karjakin bekannt, aktuell Nummer 12 der Weltrangliste. Die beiden zu ermittelnden Weltcup-Finalisten sind nicht unbedingt top10, der Veranstalter-Freiplatz auch nicht – zum Beispiel könnte China sich, wenn Ding Liren bereits qualifiziert sein sollte, für Wei Yi entscheiden, oder Russland neben Karjakin und Kramnik für Grischuk oder Svidler oder Nepomniachtchi. Nur die beiden Eloplätze – Rennen zwischen Kramnik, So und Caruana – bekommen garantiert top10 Spieler.]

Der Co-Sieger von Sharjah und Zweitplatzierte von Moskau, GM Shakhriyar Mamedscharow (Aser), startet in Genf als Führender des Grand-Prix-Zwischenklassements. Neben dem 2800 ELO aufweisenden Aserbeidschaner spielen in der Rhonestadt GM Lewon Aronjan (Arm/2809), GM Anish Giri (Ho/2775), GM Alexander Grischuk (Rus/2761), GM Peter Swidler (Rus/2749), GM Ian Nepomniaschtschi (Rus/2742), GM Pawel Eljanow (Ukr/2739), GM Pentala Harikrishna (Ind/2737), GM Michael Adams (Eng/2736), GM Li Chao (Chn/2735), GM Boris Gelfand (Isr/2728), GM Teimour Radschabow (Aser/2724), GM Ernesto Inarkjew (Rus/2707), GM Dmitry Jakowenko (Rus/2703), GM Richard Rapport (Un/2694), GM Yifan Hou (Chn/2666), GM Alexander Riazanzew (Rus/2654) und GM Salem Saleh (VAE/2638) um GP-Punkte und den Preisfonds von 130’000 Euro.

Die Schweiz war schon zweimal Schauplatz eines FIDE-Grand-Prix-Turniers: 2013 spielten die Herren in Zug, im gleichen Jahr die Damen in Genf.

Gespielt wird im Hotel «Le Richemond» in Genf jeweils um 14 Uhr.

TurnierseiteResultate

Mehr Infos zum FIDE Grand Prix finden Sie in Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/FIDE_Grand_Prix_2017, https://en.wikipedia.org/wiki/FIDE_Grand_Prix_2017

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