Xtracon-Bildergalerien

Und nun der oft übliche Nachtisch, Bilder von der Turnierseite und dann auch einer anderen Quelle. Ein Schwerpunkt sind deutsche Teilnehmer – darunter auch bzw. vor allem Spieler die (titellos) das volle Startgeld zahlen mussten bzw. (als FM) nur etwas Rabatt bekamen, während GMs und IMs, eventuell auch mit „W“ davor, startgeldfrei waren. Gewinnen konnten sie dafür eventuell Ratingpreise – ein (nicht abgelichteter) Deutscher schaffte das in seiner Kategorie, für einige andere galt „knapp daneben ist vorbei“.

Da es ein separater Beitrag ist, zeige ich zwei auch im eigentlichen Turnierartikel fotografierte Spieler nochmals. Ein Thema ist auch das Drumherum – im Konventum, direkt draussen und zum Schluss auch die etwas weitere Umgebung. Als Titelfoto eines, das in keine Schublade passt. Die beiden Spieler haben die Simultanpose nicht ganz synchron hinbekommen – der Linkshänder links ist FM Risting aus Norwegen, der Rechtshänder rechts ist laut T-Shirt wohl auch ein Skandinavier.

Nun zunächst zu den deutschen Teilnehmern:

Die Spieler mal alphabetisch nach Vorname sortiert – 18 von insgesamt 31 Deutschen im Turnier und zwei Joker. Toni Thaler als Service für eventuelle Leser in der deutschsprachigen Schweiz, insgesamt haben drei Schweizer mitgespielt (Konkurrenz hatte das Turnier von diversen Opens in Biel). „Dieser“ Roven Vogel erzielte null Punkte aus null Partien – weder beherrscht er die Schachregeln, noch kann er die Schachuhr bedienen oder Züge notieren.

Alle deutschen Spieler kann ich nicht besprechen, Vereine habe ich diesmal auch nicht aufgebröselt – wer die Spieler kennt oder gar selbst einer von ihnen ist weiss es, andere können es ja selbst herausfinden. Benjamin Dauth fiel optisch wohl durchgehend auf (daher hatte ich bei ihm auch die Wahl aus diversen Fotos), schachlich vor allem in Runde 1 (Niederlage gegen einen achtjährigen Norweger) und Runde 6 (Sieg gegen GM Jan Christian Schroeder). Andere hatten ihren Turnierhöhepunkt vielleicht in Runde 1, ich springe zum Buchstaben J: Jürgen Meyer und Jörg Mehringer spielten da – weil die Auslosung es so wollte bzw. weil es zu ihren Elozahlen (1928 und 1918) passt – gegen starke Grossmeister, Sasikiran und Bosiocic. Im weiteren Turnierverlauf spielten sie dann, mal mehr und mal weniger erfolgreich, gegen Elo 1500-2300 (Mehringer hatte auch einen elolosen Gegner).

Immer noch Vorname J: Jann Nettelbeck (Elo 1790) konnte in Runde 1 gegen den Dänen FM Poul Rewitz (Elo 2310) ein Endspiel mit drei Minusbauern remis halten – Kombination aus Glück, Können und „durch Aufgeben wurde noch nie eine Partie gewonnen“ (und dafür gibt es auch keinen halben Punkt). Das nächste Remis in Runde 2 gegen Elo 2156 passte dann eher zum Partieverlauf, und später in Runde 8 gewann er gar gegen Elo 2081.

Der bekanntere Jan (nur ein n, dann Christian Schroeder und davor GM) hatte ein durchwachsenes Turnier mit nur einem grossmeisterlichen Gegner, aber das hatte ich ja bereits im Turnierartikel. Zu den IMs: Dmitrij Kollars (demnächst ja GM) – 1,5/3 gegen Timman, Sokolov und Saric war ehrenwert. Drei Weissiege gegen nominell unterlegene Gegner, mehr geht nicht. Ein Sieg und drei Remisen mit Schwarz gegen Eloklasse 2100-2300, na die verlieren eben nicht immer und automatisch … . Erik Zude: 6/10 gegen Elo durchgehend unter 2300 – wenn ich es richtig in Erinnerung habe, hatte er bereits bessere Turniere in Helsingor (Xtracon Open oder zuvor Politiken Cup).

Frederik Svane: 6/8 war für seine Elo- und Altersverhältnisse sehr gut, 6/10 dann ein Elo-neutrales Ergebnis. Nochmals J: Julian Kramer spielte immerhin gegen drei GMs – Remis gegen Sasikiran absolut OK, Niederlage gegen Tiger Hillarp Persson total unnnötig (aus Sicht des Tigers, bekannt auch als Buchautor, wieder „durch Aufgeben wurde noch nie eine Partie gewonnen“), Niederlage gegen Hector in sizilianischen Komplikationen. Gegen nominell unterlegene Gegner 6/6, mehr geht nicht. Julian Gula (offenbar nicht fotografiert) bekam den zweiten Ratingpreis in seiner Kategorie 1801-1900. Er hatte zwar nur einen etwas bekannten Gegner – Hans Olav Lahlum, laut Wikipedia Historiker, Krimiautor, Schachspieler und -organisator sowie Politiker – aber immerhin acht mit Elo über 2000. Und dabei belasse ich es nun.

Nächste Rubrik Skandinavier, vor allem Grossmeister:

Das mal kommentarlos, nächste Rubrik internationale Grossmeister:

Jobava im Alphabet weit vorne, liegt auch daran dass ich z.B. die Buchstaben A und H bereits unter der Rubrik „Skandinavier“ hatte. Im Turnier war er ja ganz vorne, und Bosiocic auch recht weit vorne.

Nächste Rubrik Titelnormen:

Eric Rosen erzielte dann doch keine GM-Norm – Siege gegen Martinovic und Agdestein waren in dieser Hinsicht richtig, Niederlagen gegen Motylev, IM Goh und Jan Christian Schroeder danach falsch. Vom Dänen FM Olsen (IM-Norm wie die Engländer Dishman und Wadsworth) gibt es offenbar kein Foto, oder ich habe es nicht gefunden/identifiziert.

Nun ein paar bunt gemischte Fotos:

Weitere Fotos von der Siegerehrung – auch da überraschte Jobava (sein Turniersieg war allerdings nicht unbedingt eine Überraschung):

Das dritte Foto zeigt die Kirgisin Alexandra Samanova, erster Ratingpreis Kategorie Elo 1901-2000. Darum zeige ich es nicht, sondern weil sie dem Schachticker freundlicherweise eigene Fotos schickte, einige schliessen diesen Beitrag nun ab:

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3 thoughts on “Xtracon-Bildergalerien

  1. @Kommentator: Gut beobachtet oder gewusst. Fotos auf der Turnierseite sind pro Runde – ich habe das manchmal (z.B. bei Jann Nettelbeck) mit den Stellungen auf dem Brett abgeglichen, aber nicht immer. Fotos unter http://www.xtraconchessopen.dk/index.php?mid=294 stammen offenbar weitgehend aus 2016 – bei Benjamin Dauth ist offenbar seither der Rasierapparat kaputt, und er hatte auch keine Zeit oder kein Geld für einen Besuch beim Friseur? Da findet der Leser auch die Vereine der deutschen Spieler – nur Dmitrij Kollars ist demnach vereinslos, laut anderen Quellen Hamburger SK. Namensschilder standen offenbar – aus Sicht des Weiss- oder auch des Schwarzspielers – mal links und mal rechts vom Brett.

    @Tiger-Oli: Noch schöner wäre ein Vogel auf oder neben einem Schachbrett. Bei Katzen funktioniert das manchmal – als Schnappschuss oder auch gestellt-arrangiert. Katze und Vogel auf einem Foto ginge wohl nur mit Photoshop.

  2. Moinmoin,
    ich glaube, da muss Roven Vogel noch ein bisschen an seiner Performance arbeiten? Mehr als null Punkte und die Uhr nicht drücken sollte doch schon drin sein, beim nächsten Mal. Aber das Foto ist prima!

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