Elisabeth Pähtz dominiert Ladies Champions Match

Elisabeth Pähtz – Alexandra Kosteniuk

Auch die Änderung der Bedenkzeit konnte im Ladies Champions Match die Erfurter Lokalmatadorin Elisabeth Pähtz nicht aus dem Konzept bringen. Nachdem Elisabeth kurz vor Rundenstart noch den Preis für die Partie des Tages in Runde 4 and Atousa, für das brillante Springeropfer und die anschließende Verwertung des Endspiels, vergab, ging sie gegen Alexandra Kosteniuk wieder auf den vollen Punkt. In der nimzoindischen Verteidigung konnte Elisabeth gegen Alexandra einen großen Vorteil erspielen. Doch aufgrund eines kurzen Moments der unter Schachspielern bekannten Schachblindheit gab Elisabeth einen großen Teil ihres Vorteils weg. Der Remisschluss folgte auf dem Fuße.

Doch das hielt Elisabeth nicht davon ab auch mit den schwarzen Steinen Druck auszuüben. Alexandra schaffte es zwar in ein ausgeglichenes Endspiel, doch da begann Elisabeth ihre Technik zu zeigen und häufte die Vorteile bis hin zum Gewinn an. Somit führt Elisabeth mit 3,5:0,5 gegen die Mannschaftsweltmeisterin aus Russland. Um 16 Uhr geht es weiter, Alexandra muss anfangen sich von den Niederlagen zu erholen, um nicht bereits vor dem Blitz-Teil des Matches abgeschlagen hinten zu liegen.

Auch das Young Masters zeigte wieder, warum es sich lohnt in schöner Umgebung, mit tollen Preisen, junge starke Schachspielerinnen in einem Rundenturnier gegeneinander spielen zu lassen. Fiona Sieber und Jana Schneider zeigten ihr Können und strebten in der französischen Verteidigung ein komplizierte Stellung an. Diese war jedoch bereits frühzeitig deutlich besser für Fiona. Jana versuchte zwar noch jeden taktischen Trick, doch an der Niederlage änderte sich nichts.

Open Young Masters Paehtz-Kosteniuk

Die französische Verteidigung stand auch in der Partie zwischen Josefine Heinemann und Sarah Hoolt zur Debatte. In der Tarrasch-Variante hatte keine Seite eine Chance auf einen ernsthaften Vorteil und so endete die Partie nach 31 Zügen in einem Läuferendspiel mit der Punkteteilung.
Richtig ins Turnier gefunden hat anscheinend Atousa. Nach ihrem starken Sieg gegen Jana Schneider setzte sie auch Irina Bulmaga unter Druck, bis diese einen entscheidenden Fehler beging. Auf ein Mal konnte Atousa mit h2-h4 den Springer nach e6 zwingen, woraufhin Atousa den entscheidenden Angriffszug Txf7 spielen konnte und anschließend die Partie gewann.

Atousa – Bulmaga

Die vorletzte beendete Partie war die zwischen Karina und Marina. In dieser Partie ging es viel um Abtasten, keiner der beiden riskierte zu viel, denn Marina hatte mit ihren 4/4 bewiesen, dass sie im Young Masters die Favoritin zur Halbzeit ist, aber mit Schwarz gegen Karina zu gewinnen, dazu gehört auch eine ganze Menge und so sind beide Spielerinnen mit dem halben Punkt sicherlich zufrieden.

Dass Filiz Osmanodja die längste Partie eines Turniers spielt ist keine Überraschung. Die Partie selber war jedoch voller Überraschungen, denn immer wenn man dachte, jetzt mach Filiz den Sack zu, kam eine weitere Wendung und Teodora Rogozenco mit Schwarz wieder ins Spiel. Doch am Ende konnte Filiz, dann doch ihre über lange Phasen der Partie überlegene Stellung in einen vollen Punkt verwandeln.
Nach dem Bergfest führt Marina die Tabelle mit 4,5 Punkten an, gefolgt von Sarah mit 4 Punkten und der stark aufspielenden Josefine mit 3,5 Punkten.

Im Womens Open haben wir die einzige Spielerin des gesamten Erfurter Frauenschachfestivals mit noch 100%. Diese Ehre geht an die Inderin Subbaraman Viyajalakshmi nach ihrem Sieg gegen die Tschechin Karolina Olsarova mit den weißen Steinen. Zwar stand sie zwischendurch leicht schlechter, doch Stück für Stück verbesserte sie die Stellung um ihren fünften Punkt in Folge zu holen. Ihre Verfolgerinnen mit 3,5 Punkt spielten alle Remis. Damit kann die Inderin bereits auf ein bequemes Polster von einem Punkt schauen. Das Feld ist jedoch so stark, dass es für die Turnierfavoritin keine leichte Gegnerin mehr geben wird. Sollten aber ihre Verfolger weiterhin sich gegenseitig die Punkte wegnehmen, kann sie optimistisch auf die finalen 4 Runden schauen. Beste Deutsche ist derzeit Judith Fuchs, die durch einen Sieg gegen die talentierte Elisa Reuter auf 3,5 Punkte kommt.

Um 16 Uhr geht es weiter, mit allen 3 Turnierformaten. Dass wieder eine spannungsgeladene Runde erwartet wird sollte inzwischen jedem klar sein.

TurnierseiteResultate

Fotos von Eberhard Schabel:

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