11. h4 Ke8-d7!!?

Der Este Paul Keres (1916-1975) lernte Schach im Alter von 5 Jahren. Anfangs waren der Vater und der ältere Bruder seine Gegner, doch schon bald trat er dem Schachklub in seinem Heimatort Pärnu bei. Als 12-Jähriger besiegte er den späteren Ehren-Großmeister Mikenas in einer Simultanvorstellung. Durch die öffentliche Wirkung des Sieges wurde Keres zur Stadtmeisterschaft von Pärnu eingeladen, wo er im folgenden Jahr den 2. Platz erreichte.

Sein Talent war früh erkennbar. 1933 nahm er erstmals an einer estnischen Landesmeisterschaft teil und teilte Platz 3 und 4. Nach dem Gewinn der Landesmeisterschaft, ging sein Stern auch international auf. Bei der Schacholympiade 1935 in Warschau spielte er am ersten Brett für sein Land und erregte durch sein ausgezeichnetes Resultat am ersten Brett mit 12,5 aus 19 für Aufsehen. Danach war er international stets eine gefragte Größe.

Beim Turnier 1942 in München, welches damals vom Ausrichter irreführend als „Europameisterschaft“ bezeichnet wurde, belegte er mit einem Punkt Rückstand den zweiten Platz, direkt hinter dem Turniersieger Alexander Aljechin.

Ursächlich hierfür ist auch die Niederlage gegen den seinerzeit besten deutschen Spieler Kurt Richter, aufgrund eines originellen Königzuges, der für die Einen aus der Not geboren wurde, für Andere aber auch ein Zeichen kreativen Denkens abseits der Standard-Schablonen ist. Urteilen Sie bitte selbst!

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