Frauenpower beim Lichtenberger Sommer

Frauenpower

Text und Fotos Dagobert Kohlmeyer – Und wieder hat das beliebte Traditionsturnier Lichtenberger Sommer viele Schachfreundinnen und -freunde nach Berlin gelockt. Schon zum 16.Mal gibt es seit Samstag das internationale Open, diesmal mit 220 Teilnehmern. Besonders erfreulich ist, dass 19 Frauen und Mädchen mitspielen, so viele wie noch nie zuvor. In neun Runden Schweizer System ermitteln Teilnehmer aus 18 Nationen bis zum kommenden Sonntag Sieger und Platzierte.

Das ehrwürdige Adimax der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Karlshorst bietet bereits zum zehnten Mal das passende Ambiente für die Denksportler. Nach der feierlichen Eröffnung durch Marko Schmidt, den Vorsitzenden des Veranstalters SC Friesen Lichtenberg sowie BSV-Präsident Carsten Schmidt ging es an die Bretter, die für uns die Welt bedeuten.

Angeführt wird das bunte Feld von Großmeister René Stern (König Tegel), der den Lichtenberger Sommer 2014 gewonnen hat. Insgesamt haben sich 14 internationale Titelträger in die Startliste eingetragen. Ältester Teilnehmer ist wieder Dr. Hans-Peter Wilke (Jahrgang 1930) von Läufer Reinickendorf, jüngste Starterin diesmal Jouani Zakharia (Jahrgang 2009) von den Schachpinguinen Berlin.

Wie in jedem Sommer nutzen besonders viele Kinder die Schulferien, um sich im Turnier mit älteren Schachhasen zu messen, Erfahrungen zu sammeln und ihr Spiel zu verbessern. Zum wiederholten Mal dabei sind auch die beiden Schwestern Sana und Amina Fock vom SC Zugzwang.

Die Anziehungskraft des Turniers in der deutschen Hauptstadt wächst und hat sich längst auch im Ausland herumgesprochen. Aus Irland reiste eine vierköpfige Familie an, die aus Spanien stammt und in ihrer Wahlheimat im Enniscorthy Chess Club spielt. Zum zweiten Mal beim Lichtenberger Sommer startet der iranische IM Ebrahim Ahmadinia, Nr. 3 der Setzliste. Im vorigen Jahr wurde er Zweiter. Mit von der Partie ist auch wieder der 15 jährige M. Barath aus Indien. Er lebt seit Anfang 2016 mit seinen Eltern in Berlin, der Vater arbeitet in der indischen Botschaft. Voriges Jahr wurde Barath bei seiner Premiere schon Achter im Gesamtklassement. Welchen Platz schafft er diesmal?

Text und Fotos: Dagobert Kohlmeyer

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