IM Hagen Poetsch Deutscher Meister 2017 im Schnellschach

IM Hagen Poetsch Deutscher Meister 2017 im Schnellschach

Am Spitzenbrett konnte FM Rudolf Bräuning eine schwierige Stellung gegen den Führenden trotz Minusbauern und deutlich schlechterer Restbedenkzeit Unentschieden halten, so dass GM Alexander Naumann mit einem Sieg den Rückstand auf einen halben Punkt reduzieren konnte. Damit wird der Meistertitel zwischen drei Spielern im Fernduell entschieden. Für Sachsen-Anhalt verlief diese Runde suboptimal. Mit WGM Tatjana Melamed konnte (mit Ausnahme eines direkten Duells) nur die Bestplatzierte des Gastgebers voll punkten. Mit hervorragenden 5,5 Punkten liegt sie derzeit auf Platz vier mit intakten Chancen auf eine Podiumsplatzierung.

Die letzte Runde versprach nochmal viel Spannung. Während es im Mittelfeld schon das ganze Turnier über eng zuging, schob sich in der vorletzten Runde auch die Spitze eng zusammen. Am zweiten Brett trennten sich WGM Tatjana Melamed und FM Rudolf Bräuning allerdings recht schnell remis und beendeten damit beide ein hervorragendes Turnier friedlich. Im Kampf um den Preis für die höchste Setzlistenverbesserung setzte Richard Scheftlein seine Konkurrenten mit einem schnellen Sieg unter Druck 3,5/4 am heutigen Tag sind ein starker Endspurt der Setzlistennr. 27. Schon als vierte Partie war dann das Spitzenbrett beendet. Der Meister von 2011, IM Hagen Poetsch griff den in der Mitte verbliebenen König von IM Michael Kopylov erfolgreich an und sicherte sich damit nach sechs Jahren wieder den Titel der Schnelldenker. Mit dem Remis am dritten Brett gegen den Topgesetzten GM Alexander Naumann sicherte sich Adrian Gschnitzer den … Rang und damit den Preis für die höchste Setzlistenverbesserung.

Halbzeit bei der Deutschen Schnellschachmeisterschaft
Auch in der fünften Runde gab es harten Kampf mit wenigen Sekunden auf der Uhr an vielen Brettern. Viel zu sehen hatten die Kiebitze u. a. am Spitzenbrett, wo nach wechselhaftem Verlauf mit etlichen Opfern Remis im Damenendspiel vereinbart wurde. Profitiert hat davon FM Rudolf Bräuning, der mit einem Sieg an Brett zwei nun den Platz an der Sonne einnimmt. Einen halben Punkt Rückstand weisen die beiden Setzlistenersten, GM Alexander Naumann und IM Hagen Poetsch und FM Johannes Carow auf. Die beste Dame ist derzeit WGM Tatjana Melamed mit drei Punkten. In der Sonderwertung führt mit Adrian Gschnitzer einer der jüngsten Teilnehmer. Nach der fünften Runde ist nun auch kein Spieler mehr punktelos. Um 20 Uhr wartet das gemeinsame Abendessen im Maritim Hotel auf die Teilnehmer.

Morgen stehen noch vier Runden auf dem Programm. Die sechste Runde startet 09.30 Uhr.

43. Deutsche Meisterschaft im Schnellschach gestartet
Andreas Domaske, Präsident des gastgebenden Landesschachverbandes Sachsen-Anhalt e.V., begrüßte pünktlich 14 Uhr die 32 Teilnehmer der 43. Deutschen Meisterschaft im Schnellschach, den Hauptschiedsrichter Bundesturnierdirektor Ralph Alt und den Ehrengast Staatssekretärin Dr. Zieschang, welche anschließend Title ein Grußwort an die Teilnehmer richtete. Nach einer kurzen Erläuterung der relevanten Turnierregeln durch den Bundesturnierdirektor, eröffnete Frau Dr. Zieschang mit dem ersten Zug am Spitzenbrett die Meisterschaft. Dort saßen sich mich dem aus Wolfen (Sachsen-Anhalt) stammenden GM Alexander Naumann und der Trainerin des Jahres 2016, WGM Tatjana Melamed zwei Titelträger gegenüber. In dieser ersten Runde gab es nicht weniger als sechs Überraschungen, u. a. verloren der Herausgeber der Zeitschrift Schach, GM Raj Tischbierek, und der Titelträger des Jahres 2010, GM René Stern, gegen die beiden Magdeburger Lokalmatadoren WIM Maria Schöne und Jan Wöllermann. Keine Überraschung gab es dagegen im Geschwisterduell zwischen FM Johannes und WFM Annelen Carow.

Auch in der zweiten Runde fiel den Favoriten das Gewinnen schwer. Diesmal gab es gar acht Paarungen, bei denen nicht der Setzlistenhöhere gewann. In dieser Runde „erwischte“ es den letztjährigen Vizemeister, IM Hagen Poetsch, der sich IM Sven Telljohann beugen musste. Während sich GM Raj Tischbierek am Abteilungsleiter von Aufbau Elbe Magdeburg, Jens Windelband für die Erstrundenniederlage gegen dessen Vereinskameradin revanchieren konnte, versuchte GM Rene Stern knapp eine Stunde den Widerstand von David Kardoeus zu brechen, was ihm allerdings nicht gelang. Nach der zweiten Runde weisen nur noch fünf Spieler eine reine Weste auf.

Die Tabelle kann hier eingesehen werden. Ein Klick auf einen Spieler bietet einen Blick auf dessen bisherige Ergebnisse.

Am Samstag, dem 2. September, wurde um 14 Uhr, die 43. Deutsche Meisterschaft im Schnellschach im „Maritim Magdeburg“ in Magdeburg, Otto-von-Guericke-Str. 87, gestartet. Ausrichter ist der Landesschachverband Sachsen-Anhalt. Nach den ersten fünf Runden, denen sich ein gemeinsames Abendessen anschließt, wurde das Turnier am darauffolgenden Sonntag um 9.30 Uhr mit den restlichen vier Runden fortgesetzt.

IM Hagen Poetsch

Es hat einige Zeit gedauert, bis das Teilnehmerfeld feststand (regelmäßig nachzulesen in den „Informationen der Spielleitung“, Nr. 2017/4). Für den verhinderten Titelverteidiger IM Matthias Dann rückt der Zweitplatzierte der letztjährigen Meisterschaft IM Hagen Poetsch (Elo Standard: 2481, Elo Rapid: 2507) nach. Ein Verfolgerfeld, dem drei Großmeister, sechs Internationale Meister, sieben FIDE-Meister sowie eine Frauen-Großmeisterin, eine Internationale Frauenmeisterin und eine FIDE-Frauenmeisterin angehören, sind auf der Jagd nach dem Titel des Deutschen Schnellschachmeisters 2017:

GM Alexander Naumann (2563, 2524), GM René Stern (Berlin, 2499, 2489), IM Patrick Zelbel (Nordrhein-Westfalen, 2455, 2460), IM Tomislav Bodrozic (Baden, 2365, 2417), GM Raj Tischbierek (2434, 2416), FM Johannes Carow (Rheinland-Pfalz, 2439, 2408), IM Gunter Spieß (Sachsen, 2435, 2405), IM Martin Breutigam (Niedersachen, 2383, 2399), FM Rudolf Bräuning (Württemberg, 2326, 2373), FM Marcel Harff (NRW, 2369, 2359), IM Sven Telljohann (Hessen, 2391, 2355), Gordon André (2259, 2338), FM Hendrik Reichmann (Mecklenburg-Vorpommern , 2336, -), WGM Tatjana Melamed (2326, -), Rick Frischmann (Saarland, 2333, 2324), Jan Wöllermann (2384, 2319), IM Michael Kopylov (Schleswig-Holstein, 2314, -), FM Rainer Kleeschätzky (Brandenburg, 2304, -), Adrian Gschnitzer (Baden, 2330, 2296), WIM Maria Schöne (2260, -), FM Dr. Kai Wolter (NRW, 2279, 2258), Ralf Schnabel (Sachsen, 2225, 2239), WFM Annelen Carow (Rheinland-Pfalz, 2120, 2140), Richard Scheftlein (Thüringen, 2185, 2107), Bardhyl Uksini (Hamburg, 2334, 2026), Paul Martin Wielebinski (Niedersachen, 2081, 1980), David Kardoeus (Bremen, 2165, 1967), Felix Schulte (Sachsen-Anhalt, 1967, 1937) und FM Johannes Paul (Sachsen-Anhalt, 2335, -).

Leider haben die Landesverbände Bayern, Hessen und Württemberg ihre Qualifikationsplätze nicht in vollem Umfang ausschöpfen können. Die Ergebnisse und Tagesberichte können beim Landesschachverband Sachsen-Anhalt nachgelesen werden.

Wo der neue Schnellschachmeister seinen Titel im nächsten Jahr verteidigen kann, steht noch nicht fest; ein Interessent für die Ausrichtung der DSEM 2018 hat sich noch nicht gefunden.    Ergebnisse und Schlusstabelle

Ralph Alt
Bundesturnierdirektor

 

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