In memoriam „del Rio“

1951 verstarb der Ungar Geza Maroczy. Ihm zu Ehren lud die ungarische Schachvereinigung ein Jahr später zu einem Gedenkturnier in Budapest ein.  Das Turnier begann am 3. März 1952, an dem Tag an dem Maroczy seinen 82. Geburtstag gefeiert hätte.

Acht Großmeister, acht internationale Meister und zwei nationale Meister nahmen am Turnier teil. Darunter befanden sich  Fünf der besten Großmeister der Sowjetunion, Efim Geller, Paul Keres, Tigran Petrosian, Wassili Smyslow und der amtierende Weltmeister Mikhail Botvinnik. Die ungarischen Farben vertraten die Grossmeister Laszlo Szabo und Gedeon Barcza, sowie die internationalen Meister Pal Benko, Erno Gereben und Jozsef Szily. Der deutsche Vertreter Hans Platz wurde am Ende letzter.

Die Veranstaltung war eines der stärkeren Nachkriegs-Turniere, sowie ein klares Zeugnis der sowjetischen Vormachtstellung im internationalen Turniergeschehen zu jener Zeit. Keres, Geller, Botvinnik und Smyslov belegten die ersten 4 Plätze. Kein Teilnehmer blieb ohne Niederlage.

Aus diesem Turnier eine der besten Verteidigungsleistungen von Mikhail Botvinnik in seiner Karriere. Sein Kontrahent in diesem Falle war der Ungar Laslo Szabo. In kritischer Situation spielte Botvinnik groß auf und wickelte in ein Endspieltyp ab, bei dem der Läufer gegen Turm und Bauer scheinbar problemlos remis hält. Faszinierend auch wie drei verschiedene Endspielsituationen nacheinander ablösen ohne dass sich dass Gleichgewicht verändert. Eine wahre Meisterleistung.

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