Rückblick, schlechte Nachrichten und Vorschau

Von wegen „only the sky is the limit“: bei einem der größten Jugend-Schnellschachturniere in Deutschland war es nicht der Himmel, sondern die Hallengröße, die die Teilnehmerzahl auf 270 limitierte. Ein ausführlicher Rückblick findet sich auf den Seiten des ausrichtenden Heilbronner Schachvereins:

http://schachverein-heilbronn.de/2017/11/19-nikolaus-jugendopen-neue-halle-klare-verhaeltnisse/#more-5874

Eigentlich hätte dieser Bericht eine Vorschau werden sollen, was es zwischen Weihnachten und Heilige drei Könige so alles an Turnieren gibt. Aber die meisten Schachspieler sind halt Amateure und quetschen möglichst viel Schach in möglichst wenig Urlaubszeit. Beliebte Turniere sind z.B. das 34. Böblinger Open des SC Böblingen, wie auch das von Lok Sömmerda veranstaltete 27. Erfurter Schachfestival – die besondere Motivation dort: wer gut spielt, darf im Meisterturnier die Aussicht über die Dächer von Erfurt genießen, während die Gurkenbretter in der Halle sind. Beide Turniere finden vom 26. – 30. Dezember statt und waren ungefähr einen Monat vor Beginn vollständig ausgebucht! Da half auch nicht, dass die deutschen Jugendmannschaftsmeisterschaften zur gleichen Zeit statt finden, um den Andrang etwas reduzieren. Hier die Links zu allen drei Veranstaltungen:

http://boeblinger-open.de/index.php/de/

http://www.erfurter-schachfestival.de/

https://www.deutsche-schachjugend.de/termine/2017/dvm/

Für Kurzentschlossene finden sich eventuell noch Plätze bei den in Kallis Turnierkalender in der Zeit vom 26. – 30. Dezember gelisteten Turnieren:

http://turnierkalender.chess-international.de/

Deshalb, wer noch ohne ist oder noch nicht genug hat, sollte sich mal überlegen, ob nicht auch Turniere vom 2. -6. Januar 2018 in Frage kommen.

Mit der „Südbrille“, also dem Blick auf die Turniere, die südlich des Weißwurstäquators (Hilfestellung für diejenigen, die zu jeder Tageszeit „Moin, Moin“ sagen: das ist einer der Flüsse des Rhein-Main-Donau-Kanals) angeboten werden, stehen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – folgende Turniere zur Auswahl:

-das 35. Staufer Open in Schwäbisch Gmünd, was in den letzten Jahren immer mit reichlich Titelträgern entsprechend stark besetzt war.

-alternativ läuft parallel im badischen Untergrombach das 35. Open. Das hat zwar nur sieben Runden, streut aber am Freitagnachmittag noch ein Blitzturnier ein.

-von 2004 – 2017 gab es in Reutlingen immer ein Dreikönigsturnier über sieben Runden, auch wenn ich für 2018 noch keine Ausschreibung gesehen habe.

http://www.staufer-open.de/

http://www.sc-untergrombach.de/ausschreibung.html

Alternativ, kann man sein Schachglück auch im Ausland versuchen, da stehen in der Schweiz die überregional bekannten Turniere in Zürich ab dem 26. Dezember

http://www.weihnachtsopen.ch/

sowie in Basel ab dem Berchtoldstag, also dem 2. Januar

http://www.swisschesstour.com/1/basel_festival_4393144.html

auch bei den ambitionierten Spielern und Profis weit oben auf der Liste.

Österreich:

vom 26. bis 31. Dezember gibt es ca. 30 km Luftlinie südöstlich von Passau das nicht nur bei Österreichern beliebte Donau Open in Aschach:

http://www.donauopen.at/index.php/de/

Deutlich weiter weg, aber für alle, die sich über Silvester an das Motto „Schach statt Böller” halten, gibt es mit dem 1. internationalen Schilcherlandopen vom 29. 12. – 06.01. südlich von Graz ein Turnier, das ab 250 Teilnehmern mit einem Preisfonds von fast 30.000 € lockt, darunter sehr viele attraktive Ratingpreise:

http://www.schilcherlandopen.at/images/flyer_schilcherlandopen_2017.pdf

Wärmer und weiter weg, also z.B. nach Italien, Spanien, Griechenland, geht natürlich immer. Aber auch hier gilt: eine rechtzeitige Anmeldung hilft 😉

Redaktion: Karlheinz Vogel

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