Sieg und Niederlage für das Rennstadtteam

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Hertneck_Buhmann

Sieg und Niederlage für das Rennstadtteam beim Heimspiel im Baden-Württemberg Center am Hockenheimring. Das Rennstadtteam entfernt sich von den Spitzenplätzen und hofft auf Unterstützung aus der Metropolregion Rhein-Neckar

Ist der Titel „Deutscher Vize-Meister 2017“  eine zu große Belastung für das Rennstadtteam?

Diese Frage stellte der Ehrenvorsitzende und Bundesligamanager Dieter Auer nach dem unbefriedigenden Ausgang der Partie gegen die Schachabteilung vom FC Bayern München am Wochenende im Baden-Württemberg Center am Hockenheimring.

Obwohl das mit sechs deutschen Spielern angetretene Team den  Erwartungen am Samstag mit einem klaren 6:2 Sieg gegen Zugzwang München zunächst gerecht werden konnte, folgte am Sonntag gegen die Schachabteilung des FC Bayern München mit 3,5:4,5 eine völlig unnötige und unerwartete Niederlage. Mit der zweiten Niederlage in der neuen Saison werden die Rufe nach einem Hauptsponsor immer lauter, wenn man an der Spitze der stärksten Schachliga der Welt sich etablieren möchte. Die Frage stellt sich zum wiederholten Mal, bis wann die Sportregion Rhein-Neckar e.V. oder die Metropolregion Rhein-Neckar den Fokus auf eine der stärksten deutschen Mannschaften richten wird?

Einzelergebnisse: SV 1930 Hockenheim : Zugzwang München (6:2) 

  1. GM Wagner, Dennis : IM Mons, Leon (0,5:0,5)
  2. GM Saric, Ivan  : GM Bromberger, Stefan (1:0)
  3. GM Buhmann, Rainer : GM Hertneck, Gerald (1:0)
  4. GM Baramidze, David : IM Zysk, Robert (1:0)
  5. GM Banusz, Tamas : FM Hoffmeyer, Falk (1:0)
  6. GM Braun, Arik : FM Schramm, Christian (0:5,0,5)
  7. IM Boguslawski, Oleg : FM Gerigk, Erasmus (0,5:0,5)
  8. IM Bodrozic, Tomislav : IM Lammers, Markus (0,5:0,5)

Im Parallelkampf zwischen  SV Hofheim und FC Bayern München einigte man sich auf ein 4:4 Unentschieden

Einzelergebnisse : FC Bayern München : SV 1930 Hockenheim (4,5:3,5)

  1. IM Dragnev, Valentin : GM Wagner Dennis ( 1:0)
  2. IM Studer Noel : GM Saric, Ivan (1:0)
  3. IM Bischoff, Klaus : GM Buhmann, Rainer (0,5:0,5)
  4. IM Johansson,Linus : GM Baramidze, David (0,5:0,5)
  5. IM Fedorovsky, Michael : GM Banusz, Tamas (0,5:0,5)
  6. IM Lindgren, Philip : GM Braun,Arik (0:1)
  7. IM Rafiee, Makan : IM Boguslawski (1:0)
  8. Gretz, Denis : IM Bodrozic, Tomislav (0:1)

Der  Parallelkampf zwischen  SV Hofheim und Zugzwang München siegte unser Reisepartner mit 5,5: 2,5 und war damit erfolgreicher als die hoch favorisierten Gastgeber aus der Renn- und Schachstadt Hockenheim.

Fazit: Das Rennstadtteam aus der Metropolregion Rhein-Neckar konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Vor allem der junge Nationalspieler GM Dennis Wagner an Brett 1 und der starke Kroate GM Ivan Saric verloren unverhofft. Auch der einheimische GM Rainer Buhmann konnte eine Gewinnpartie am Ende nicht verwerten. Diese Niederlage kam völlig unverhofft, zumal man den Gegnern aus München an allen Brettern an ELO-Punkte überlegen war.

Prognose:  Zwar konnte man den 5.Rang behalten, aber der Abstand zur Spitze OSG Baden-Baden, SG Solingen und Werder Bremen wurde größer und es wird deutlich, dass man einen Spitzenplatz in dieser Liga ohne Hauptsponsor auf Dauer nicht wird halten können. Viele Stimmen rufen nach einer Unterstützung aus der METROPOLREGION RHEIN- NECKAR.

Dieter Auer

www.sv1930-hockenheim.de

Fotos: Hartmut Metz

 

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One thought on “Sieg und Niederlage für das Rennstadtteam

  1. Ich verstehe Dieter Auers Frage nicht, ob denn der Titel „Deutscher Vize-Meister 2017“eine zu große Belastung für das Rennstadteam sei. Die Behauptung, dass der SV Hockenheim eine der stärksten deutschen Mannschaften ist , kann ich ebenso wenig nachvollziehen. Fakt ist doch, dass in Runden 5 und 6 die an den Brettern 1 bis 8 gemeldeten Großmeister aus Russland und der Ukraine (jeweils 2), sowie Georgien, , England, Indien und Ungarn (je 1) aus den unterschiedlichsten Gründen fehlten. Jewgeni Tomaschewski war beispielsweise durch seine Teilnahme bei der 70. Russische Landesmeisterschaft in St. Petersburg unabkömmlich. So mussten es diesmal gegen die beiden Abstiegskandidaten aus München tatsächlich sechs deutsche Aktive richten, vom denen mit Dennis Wagner, Rainer Buhmann, David Baramidze und Arik Braun immerhin vier Großmeister sind. Unter Strich hatte Hockenheim bei der unerwarteten Niederlage gegen Bayern München ein Elo-Plus von 2550:2437. Da muss man dann doch einfach gewinnen, wenn man wirklich zu den stärksten „deutschen Teams“ zählen will. Hat aber dann leider – aus welchen Gründen auch immer – nicht geklappt.

    Nachfragen möchte ich auch, wer den die vielen Stimmen sind, die nach einer Unterstützung aus der METROPOLREGION RHEIN- NECKAR rufen. Wenn ich Dieter Auers „Betteln“ nach einem Hauptsponsor richtig verstehe, will man mit dieser finanzieller Unterstützung nicht etwas deutsche Spieler fördern, denn die sind nicht auf dem Markt, sondern weitere spielstarke Legionäre nach Hockenheim holen. Für die laufenden Saison hatten die Verantwortlichen für den Russen Nikita Witjugow immerhin das Duo Ruslan Ponomarjow (1/2) und Krishnan Sasikiran (2/4) verpflichtet.

    Lieber Herr Auer, Ihre jahrzehntelangen Bemühungen in Ehren, aber glauben Sie mir, dass das der falsche Weg auf Dauer ist. Kurzzeitige Erfolge lassen sich fraglos kaufen, aber ein verlässlicher Sponsor will mehr für sein Geld, so beispielsweise Identifikation mit dem Unternehmen und der Region. Wenn man in Hockenheim tatsächlich einer der stärksten deutschen Mannschaften in der Schach-Bundesliga aufbauen will, wäre das auch ein beachtenswertes Argument. Aber dem ist doch nun wirklich nicht so!

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