Aalen 2017: 250 Spieler in fünf Runden neben dem Tannenbaum

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In Aalen sind 250 Schach-Athleten an den Brettern, die sich gewiss alle wohl fühlen, denn das H+-Hotel sorgt vorbildlich für uns und ist “bis ans Dach voll mit

Hartmut Metz

Schach”. In der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft DSAM im schwäbischen Aalen 2017 wird zwar erst das dritte Turnier der Saison gespielt, aber es ist eben doch der letzte DSB-Wettkampf des Jahres.

Kleiner Einschub: Weil Ahlen und das für uns richtige Aalen verständlicherweise oft verwechselt werden: Das mit “h” und ohne DSAM liegt im westfälischen Münsterland, also im Norden von NRW. Das “Schach-Aalen” jedoch (wie der schlangengleiche Räucherfisch geschrieben) liegt im östlichen Ba.Wü., etwa 70 km östlich von Stuttgart. Hanno Dürr, Ehrenpräsident des Schachverbands Württemberg, kennt vielleicht ohnehin nur das “DSAM-Aalen”, kommt er doch seit 2002 zu jedem der weihnachtlichen Turniere und war auch diesmal da. Der Stuttgarter tat das mit bewundernswertem Aufwand, denn weil in dem Turnier sehr schnell alle Plätze vorgebucht waren, konnte er erstmals nicht teilnehmen, wollte aber doch gern ein paar Worte sagen und alte Freunde wiedertreffen.
Es war vor dem Turnier ein bisschen aufregend: “Sturm sorgt für Stromausfall”, “Warnung vor schwerem Gewitter mit Orkanböen”, angekündigter Oberbürgermeister kommt  .. kommt nicht … Ersatz kommt … der kommt nun auch nicht … Tatsächlich war dann aber der stv. OB Wolfgang Steidle da! Er zeigte, dass Aalen den Schachsport sehr wohl und ziemlich weit oben auf dem Plan hat, was nicht nur den Vorsitzenden des Aalener SV Oberkochen, Rainer Geißinger, sehr gefreut haben dürfte. Für Vereine wie diesen, mehr noch: für Spieler wie die in diesem Club veranstaltet der DSB schließlich diese sensationell gut besuchten Turniere, um so den Schachsport auch in den Verwaltungen und Tageszeitungen allgegenwärtig zu machen.
Über den Referenten für Breitenschach und zugleich DSAM-Schiedsrichter (der Schachbund spart wo er kann!) Hugo Schulz wurden die Grüße des DSB-Präsidenten Ullrich Kraus trefflich ausgerichtet. Letzterer kündigte an, im Turnier zu Bergedorf in der A-Gruppe am Brett sitzen zu wollen und wird seither vermutlich fleißig üben.
Rating-Favorit der A-Klasse ist der “schachliche Schwabenpfeil” FM Hartmut Metz, SG Rochade Kuppenheim bei Rastatt (aktuell: Elo 2260, DWZ 2262, Tendenz jetzt: natürlich weihnachtlich steigend). Der jüngste Spieler des Turniers ist gerade erst sechs Jahre jung und der zweitjüngste … auch. Es handelt sich beim Jüngsten um Emanuel Kaufmann aus Nördlingen-Ries und der Zweite ist der nur ein paar Wochen ältere (das wiegt schwer in diesem Alter!) Julius Deiringer aus Jedesheim. Nestor des Turniers ist diesmal Klaus Rissmann von den SF Königsbronn.
– Bilder: Ingrid Schulz, Text: Ralf Mulde –     Turnierseite
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Veröffentlicht unter DAM |