Schlussspurt in Madrid

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Auf Beschluss der FIDE erhielt Anatoli Karpov als Juniorenweltmeister einen Freiplatz für das Interzonenturnier in Leningrad 1973. Dadurch entfiel für ihn die Verpflichtung, das stark besetzte Zonenturnier der 40. UDSSR Meisterschaft zu spielen. In diesem belegte er dann zusammen mit Viktor Kortchnoi den geteilten ersten Platz und qualifizierte sich damit erstmalig für das Kandidatenturnier, bei dem er dann im Viertelfinale auf Lew Polugajewski treffen sollte.

Zuvor gab es aber noch, am Ende des Jahres 1973, das Turnier in Madrid, bei dem der junge Hoffnungsträger des sowjetischen Schachs zunächst eine verhaltene Rolle spielte. Nach einem gutem Start von 2.5 Punkten bei drei Partien folgte eine lange Remis-Serie.

Vier Runden vor Schluss führte Wolfgang Uhlmann mit 8,5 Punkten aus 11 Partien, hinter ihm folgten Karpov, Furman, Tukmakov und Hort mit jeweils 7,5 Punkten. Folglich kann man sich nun nur allzu gut vorstellen welche Bedeutung die folgende Partie für Karpov und Uhlmann hatte, als beide in der in der 12. Runde die Klingen kreuzten.

Dank einer technischen Meisterleistung gelang es dem damals 22-jährigen Karpov einen überzeugenden Sieg zu erzielen, dem noch weitere 2,5 Punkte aus 3 Partien folgten. Damit gewann der junge Grossmeister erstmalig ein stark besetztes Turnier allein.

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