STELLUNGNAHME DES DSB ZUR BLITZ- UND SCHNELLSCHACH-WM IN RIAD

Die Entscheidung der FIDE, die Weltmeisterschaften im Schnell- und Blitzschach vom 26. bis 30. Dezember 2017 nach Riad in Saudi-Arabien zu vergeben, war mit der Erwartung verbunden, dass allen qualifizierten Spielerinnen und Spielern die notwendigen Einreisevisa erteilt werden. Dies hat die FIDE-Führung bis zum letzten Tag versucht zu erreichen. Die letztendliche Verweigerung der Visa für die Teilnehmer aus Israel verstößt jedoch eklatant gegen die Statuten der FIDE, die einen freien Zugang für die Repräsentanten aller Föderationen verlangen.

Der Deutsche Schachbund hat Verständnis für die Absicht der FIDE, aus sportlichen Gründen eine völkerverbindende Weltmeisterschaft in Riad auszurichten, zumal es keinen anderen Bewerber gab. Der Deutsche Schachbund bedauert jedoch die Nichtteilnahme der Israelis und kann die Durchführung dieser Veranstaltung in den beiden kommenden Jahren in Saudi-Arabien nur dann befürworten, wenn allen Föderationen die Teilnahme ermöglicht wird.

Ullrich Krause
Präsident des Deutschen Schachbundes

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One thought on “STELLUNGNAHME DES DSB ZUR BLITZ- UND SCHNELLSCHACH-WM IN RIAD

  1. Man muss ja nicht überall teilnehmen. Bleiben die Deutschen eben zu Hause.
    Diplomatische Möglichkeiten hat die FIDE keine, jedenfalls nicht mit einem anscheinend per Haftbefehl (??) gesuchten Präsidenten.
    Internationale Sport-Events wie Olympia, Kicker-WM und nun dieses Schachturnier in Unterdrückerstaaten, Diktaturen, Folterstaaten etc. anzubieten, ist offenbar keine gute Idee. Daran teilzunehmen, erst recht nicht. Und: Ja, auch das gilt für Fußball, Olympia usw.
    Demokratie hat ihren Preis. Man muss für sie eintreten kämpfen, eigene Nachteile hinnehmen.

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