NEUE REGELN IM NEUEN JAHR

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REGELWIDRIGE ZÜGE VERLIEREN NICHT MEHR SOFORT IM BLITZSCHACH

Normalerweise werden die Schachregeln nur alle 4 Jahre geändert. Leider waren einige Neuerungen zum 1.7.2017 nicht zweifelsfrei formuliert worden. Daher wurden die Regeln an einigen Stellen noch mal präzisiert. Dabei wurden insbesondere im Blitzschach noch mal die Regeln geändert. In Zukunft wird der erste regelwidrige Zug nicht mehr die Partie verlieren.

Eine Übersicht der Änderungen können sie im Download-Bereich der Schiedsrichterkommission finden. Bei den regelwidrigen Zügen wurde klargestellt, dass der 2. regelwidrige Zug die Partie verliert – egal welcher Art der 1. regelwidrige Zug war. Diese Regelung wurde dann auf Blitz- und Schnellschach ausgeweitet, was zur Folge hat, dass der erste regelwidrige Zug nicht mehr verliert. Im Blitzschach bekommt der Gegner eine Zeitgutschrift von einer Minute, im Schnell- und Turnierschach beträgt die Gutschrift 2 Minuten.

Diese Änderung wird für viele Spieler sehr ungewohnt sein. Die Intention der Fide besteht darin, die Regeln für Blitz- und Schnellschach immer weiter an das Turnierschach anzugleichen.

Weiterhin wurde klargestellt, dass der Schiedsrichter Zeit reklamieren muss, wenn er dies bemerkt.
Die Regel, wonach im Blitz-und Schnellschach bei einer Reklamation auf Zeitüberschreitung der Reklamierende noch über eigene Bedenkzeit auf der Uhr verfügen muss, wurde ersatzlos gestrichen. Dies bedeutet, dass das erste gefallene Blättchen zählt, so dass es jedenfalls beim Einsatz von elektronischen Uhren in solchen Fällen immer einen Sieger gibt (falls Mattpotenzial da ist).

Jürgen Klüners

 

Neue Fide-Regeln ab 1.1.2018
Übersicht der Fide-Regeln ab 1.1.2018
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3 thoughts on “NEUE REGELN IM NEUEN JAHR

  1. Wie gehts weiter? Demnächst ist es erst Matt, wenn zum zweiten Mal mattgesetzt wird? Na, nicht dass der schwarze König noch seinen Schwarzkönigdiskriminierungsbeauftragten einschaltet, weil er nie eröffnen darf. Dann kann man ja gleich neu regeln, dass der König gegenüber der Dame nicht mehr unterdrückt wird! Freiheit für den König: der Königgleichstellungsbeauftragte pocht darauf, dass der König es der Dame gleichtun darf. Vielleicht, dass da noch eine Große Koalition zwischen den Weißen und Schwarzen sondiert werden kann. Überhaupt: der Schachspieler haftet nicht mehr für die Züge seiner Figuren, wenn er diese vorher über die Konsequenzen belehrt hat. Eine weise, richterliche Entscheidung!

    O tempora, o mores!

    Außerdem ist die Bezeichnung ja so was von Old School und überhaupt archaisch. Ein neuer Name für das Spiel muss her. Schach…tausende Jahre alt…igitt
    Wie wärs mit „BlackWhitevision Game Contest“!

    F.öllig I.diotische D.enkweisen E.insetzen, wie kürzt man das denn ab?

  2. Dieser Kommentar aus dem Schachfeld-Forum bringt es auf den Punkt:

    ————————-
    Früher hat man einfach den gegnerischen König weggefetzt – peng, Sieg!
    Dann hat man es dem Gegner triumphierend gezeigt – peng, Sieg!

    Und jetzt? Zwei Minuten Bonus? /* bei Schnellschach 2 Minuten, bei Blitz 1 Minute */
    Was ein Bl*dsinn. Wenn ich das bei traditionellen Blitzturnieren in hiesigen Vereinen als Regel fordere, gibt es definitiv 100 % Ablehnung, schon alleine wegen des Uhrenumstellens bei den heißgeliebten elektronischen Zeitmessern.

    ————————–

    Quelle: https://www.schachfeld.de/threads/29481-fide-regeln-2017/page16

    Natürlich dürfen weiterhin Blitz-und Schnellschachturniere nach den gewohnten Regeln durchgeführt werden, wenn die Ankündigung/Ausschreibung das klarstellt. FIDE-Auswertung von Blitz- und Rapid-Elo geht dann natürlich nicht.

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