SCHNELLSCHACH-WM DER FRAUEN IN RIAD

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BRONZEMEDAILLEN-GEWINNERIN ELISABETH PÄHTZ IM INTERVIEW

Elisabeth Pähtz 2017 (by Dorian Rogozenco)

Das Schachjahr 2017 endete mit einem Riesenerfolg für unsere Nationalspielerin Elisabeth Pähtz. In einem bärenstark besetzten Teilnehmerinnenfeld errang sie bei der Schnellschach-Weltmeisterschaft der Frauen in Riad (Saudi-Arabien) am 28.12.2017 hinter den Chinesinnen Ju Wenjun und Lei Tingjie die Bronzemedaille. Nach Rückkehr aus ihrem wohlverdienten Urlaub gab sie DSB-Vizepräsident Klaus Deventer ein Interview.

DSB: Elisabeth, mit welchen Erwartungen bist Du nach Riad geflogen?

E.P.: Nach meinem schlechten Abschneiden bei den World Mind Games in China hatte ich mir eigentlich wenig Chancen auf eine vordere Platzierung ausgerechnet, weder beim Rapid, noch beim Blitz. Dass ich letztendlich doch mit Selbstvertrauen nach Riad fuhr, verdanke ich der kurzfristigen Unterstützung zweier Großmeisterkollegen aus Frankreich, die mich nicht nur intensiv auf die WM vorbereiteten, sondern auch mental wieder aufbauten.

DSB: Welche Eindrücke hattest Du von Land und Leuten?

E.P.: Der Empfang am Flughafen war außergewöhnlich. Es war alles professionell vorbereitet. Die Teilnehmer wurden herzlich empfangen und im Rekordtempo durch die Passkontrolle geschleust. Auch im Hotel kümmerte man sich zuvorkommend um uns. Ich war erstaunt, dass keine Unterschiede zwischen Mann und Frau  gemacht wurden. Das hatte ich ehrlich gesagt nicht erwartet. Das einzige Indiz in Bezug auf die Wertstellung der Frau in Arabien war die Tatsache, dass mein Zimmer und der Internetanschluss nicht auf meinen Namen, sondern den meines Mannes registriert waren. Ähnlich ist es mir im Vorjahr auch in Katar ergangen.

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