Spielen, Tagen, Feiern

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Text: Stefan Löffler – Um die zuletzt sportlich unbedeutende Deutsche Meisterschaft aufzuwerten, gibt es künftig anstelle einer an Meisterspielern eher armen Meisterschaft ein echtes Meisterturnier und ein Hauptturnier sowie weitere, parallel ausgetragene Wettbewerbe.

Die Funktionäre des Schachbunds tagen nicht länger fernab vom Schachleben sondern Seite an Seite mit ihren besten Spielern. Damit macht der Schachkongress ein Comeback in Deutschland, wo er zwar nicht erfunden wurde aber bis 1914 aufblühte und Pate für die ältesten Turnierserien in Hastings und Wijk aan Zee stand.

Bürgerliches Schach auf dem Höhepunkt: Deutscher Schachkongress 1914 in Mannheim

Der allererste Schachkongress wurde im Sommer 1857 von der British Chess Association in Manchester durchgeführt. Noch im gleichen Jahr folgte der erste American Chess Congress in New York. In Deutschland fasste das Konzept mit dem Rheinischen Schachcongress 1862 in Düsseldorf Fuß. Turniere mehrerer Klassen wurden mit einem Wettbewerb in der Komposition von Schachaufgaben und mit sozialen Anlässen kombiniert.

Damit Schach Stadtgespräch wurde, verpflichtete man den vor 185 geborenen Louis Paulsen, zehn Blindpartien simultan zu spielen. Nach einer Reihe regionaler Kongresse fand 1877 in Leipzig erstmals ein Deutscher Schachcongress statt. Bei dessen Wiederholung wurde zwei Jahre später der Deutsche Schachbund aus der Taufe gehoben…

Weiterlesen auf dem Schachblog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

 

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