Steinitz schlägt zurück

  • 2
    Shares

In der Nachbetrachtung zum WM-Kampf 1894 soll Steinitz geäussert haben, dass wenn er seine Chancen genutzt hätte, der Kampf  10:2 zu seinen Gunsten ausgegangen wäre. Robert Hübner wiederspricht diesem Statement und argumentiert dass Steinitz einerseits seine Chancen viel zu optimistisch beurteilt habe, andererseits Lasker mitunter auch viel zu passiv spielte.

Nach dem Fiasko in den Partien 7 bis 11 fand Steinitz erst wieder am dritten und  letzten Spielort Montreal zu seiner Form zurück. In der 12. Partie kam erneut die spanische Partie aufs Brett. Nach dem Zug 3… a6 wählte Lasker die Abtauschvariante, eine Eröffnung die ihm später noch viele gute Dienste erweisen sollte, jedoch an diesem Tag nach passivem weissen Beginn schon nach 20 Zügen in einem strategischen Desaster endete.

Die Partie ist zugleich ein vorzügliches Beispiel dafür, wie man das Läuferpaar in offenen Stellungen einsetzt, was bekannter Weise auch eine Spezialität von Steinitz war.

Ich wünsche viel Spass beim Studium der Partie.

Print Friendly, PDF & Email