Tata Steel Reisebericht Runde 11

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Generell ja sonst kein Bericht zu einer einzelnen Runde, aber diesmal würde es sonst sicher zu viel Material für einen einzelnen Artikel. Freitag war ich nochmals in Wijk aan Zee, die letzte Runde am Sonntag ist natürlich “Reporterpflicht” – hoffentlich dann auch das, was bisher weitgehend fehlt: Interviews mit bzw. eigene Spielerzitate von Grossmeistern. Dafür habe ich ein anderes Interview – das durchaus eventuell geplant war, wobei ich nicht wissen konnte ob es zustande kommt.

Auch wenn Runde 12 bereits vorbei ist, nenne ich den jeweiligen Zwischenstand nach Runde 11. Masters Giri, Carlsen, Mamedyarov 7.5/11, Anand 7, Kramnik, Karjakin, So 6.5, Svidler 5, Wei Yi, Caruana, Matlakov 4.5, Jones 4, Adhiban 3.5, Hou Yifan 2. Weiterhin drei Spieler vorne und ein Ex-Weltmeister einen halben Punkt dahinter, wobei letzterer im Vergleich zu nach Runde 10 einen anderen Namen hat. Um das zu Runde 11 bereits zu verraten: Es gab – wie in den meisten Runden zuvor – drei Entscheidungen. Zwei davon passten zu den Elozahlen und zum bisherigen Turnierverlauf, die dritte eher nicht.

Challengers Vidit und Korobov 7.5/11, Jorden van Foreest 6.5, Amin, Bluebaum, Xiong, 6, l’Ami, Tari, Krasenkow, Bok 5, Lucas van Foreest und Harika 4, Girya 3.5. Vidit und Korobov lagen ja durchgehend vorne, nun hatte ein dritter Spieler noch gewisse Chancen auf den Turniersieg. Typisch für die B-Gruppe dieses Jahr auch, dass viele Spieler punkgleich sind – nun ein Quartett mit +1 und ein Quartett mit -1.

Im weiteren Bericht nur eigene Fotos, das Titelbild allerdings von Alina l’Ami ab Turnierseite auf Facebook. Vishy Anand, der in Runde 11 die wichtigste Rolle spielte, hatte ich nicht fotografiert – sie auch nicht, das Foto stammt aus Runde 9. Mit eigenen Fotos werde ich vor allem eine, oder mehrere, Geschichte(n) erzählen – das rein schachliche Geschehen wird dabei nebenbei einfliessen. Wie immer ist es zum Ende des Turniers im Pressebereich voller – das hat mehrere Gründe: einige Schachjournalisten erscheinen erst dann, diesmal Ian Rogers (für die US Chess Federation) und Macauley Peterson (inzwischen für Chessbase). Ausserdem auch Vertreter von Massenmedien, ausserdem werden auch Gruppen durch das Gebäude geführt. Nun Bilder chronologisch, damit örtlich etwas durcheinander:

Eine halbe Stunde vor Rundenbeginn (für alle, auch die Amateure) ist der Turniersaal noch ziemlich leer – nur ein Spieler aus Amateurgruppe 4G stört das Gesamtbild.

Auf der Bühne dagegen bereits ein Farbtupfer – beim Outfit von Lennart Ootes fehlt nur die Farbe himmelblau (die auf diesem Foto nicht sichtbaren Schuhe sind ebenso grün wie teilweise die Haare).

Ein Blick auf die heutige Schlüsselpartie, lange bevor sie beginnt. Die Kamera soll wohl überwachen, dass sie während der Partie nicht heimlich rauchen (siehe unten) – Quatsch, sie stammt vom norwegischen Fernsehen.

Zwei Minuten später (13:02) – die ersten Zuschauer treffen ein und warten auf die Grossmeister.

13:10 aus der anderen Richtung fotografiert

Zwischendurch war ich (13:16) wieder im Pressebereich, da eine Gruppe von “de Melker und Partners”, Hauptsponsor des Batavia-Turniers in Amsterdam. Links Direktor Bas de Melker. Ich sah diese Gruppe auch anderswo im Gebäude, aber das ist das gelungenste Foto.

13:20 wieder auf der Bühne – Giri erscheint wie meistens als erster Spieler

Bürgermeister – dieser eröffnet später die Runde mit dem traditionellen Gong – sind oft ein dankbares Fotomotiv. Hinten Korobov (später zentral) und von hinten Ian Rogers.

Dieses Foto habe ich wegen dem Herrn ganz rechts ausgewählt – Pressechef Tom Bottema im bunten Treiben der ruhende Pol, fast als ob er zur Wanddekoration gehört.

Nun Korobov – etwas zu dynamisch für meine Kamera

Dann ging ich (13:23) kurz in den Amateurbereich. Viele sitzen bereits am Brett – rechts mit Mütze Hebert Perez Garcia aus Julianadorp bei Den Helder (Wohnort) oder Alkmaar (Verein) oder Südamerika (daher kommt er ursprünglich). Mein geplantes Fotomotiv aus gegebenem Anlass fehlte allerdings noch, dann eben wieder auf die Bühne.

Baskaran Adhiban (stehend neben dem sitzenden Aryan Tari) war da vor der Runde ein bisschen überall und unterhielt sich auch mit Spielern der Challenger Gruppe.

Spitzenduell der Challenger-Gruppe Vidit-Korobov, wie soll man sich bei dem Trubel denn konzentrieren? Wobei für sie eventuell mehr auf dem Spiel stand als für die Teilnehmer des Tata Steel Masters: Carlsen, Mamedyarov und vermutlich selbst Hou Yifan bekommen auch dann weitere Superturnier-Einladungen, wenn sie verlieren sollten – für diese beiden ging es um die erste und vielleicht einzige im Schachleben. Natürlich verschwanden die Bühnengäste später, und die Spieler waren dann unter sich.

Noch war es nicht soweit – auf diesem Foto Dirk Jan ten Geuzendam (mit Kamera) und Jorden van Foreest zu dynamisch für meine Kamera.

Jorden hat sich dann beruhigt, und auch sonst ein perfektes Foto – im Hintergrund TATA STEEL CHESS komplett lesbar

Mamedyarov und im Hintergrund Tom Bottema, der sich doch ein bisschen bewegt hat

Bottema hat sich (in den letzten 40 Sekunden) nicht bewegt – nein ich habe mich bewegt und zeige nun Matlakov und Svidler.

Auf diesem Foto Mamedyarov, Carlsen und Alina l’Ami (habe ich später noch besser-zentraler)

Matthias Bluebaum habe ich auch abgelichtet – aus gut informierten Kreisen hörte ich, dass es schwer ist ihn lachend/lächelnd zu fotografieren.

Das hatte ich beinahe verpasst, daher leicht unscharf – Gong zum Rundenbeginn. Und nun wieder zurück in den Amateurbereich, danach darf man noch sieben Minuten mit Handy fotografieren und ich hatte noch zwei geplante Objekte an zwei Orten – wie sich herausstellen sollte, beide problematischer als Grossmeister!

In Schwarz mit Kaffee Marc Helder, er hatte in Gruppe 3A vor der Runde 100%. Den Kaffee hatte er sich und seinem Gegner direkt nach Partiebeginn geholt, um einem Fotografen zu entwischen – aber ich bin hartnäckig. 13:34:23, noch zweieinhalb Minuten ….

13:36:12, das in einem Nebenraum ist Jonathan Chen, wer ist das denn? Dazu komme ich gleich, er hatte 100% in Gruppe 7E. Mit dem Schiedsrichter verlasse ich dann diesen Raum, erklärte warum ich diesen jungen Mann fotografierte und meinte “ich war ja noch rechtzeitig” – er “ich sehe das nicht so eng” (andere Schiedsrichter durchaus, und laut offiziellen Regeln des NL-Schachverbands ist jegliche Handynutzung – auch von Zuschauern – im Turniersaal streng verboten).

Ich ging zwischendurch in den Presseraum und dann wieder in den Raum für Amateurgruppe 7E (und auch 7G, da spielt ein Vereinskollege, und auch 7F aber die interessierte mich nicht besonders) – eine Vermutung/Hoffnung wurde Realität: ein asiatisch aussehender Herr betrachtet die Partie von Jonathan Chen, das ist wohl der Vater und/oder Trainer? Wenn sie keine Turniere spielen, wohnen sie in Diamond Bar bei Los Angeles. Draussen im Gang spreche ich ihn an:

“Ja, ich bin der Vater. Ja, ich weiss, dass nur noch zwei Spieler 100% haben, das hat mir Mr. Strik (Hauptschiedsrichter der Amateurgruppen) verraten. Und meine Tochter Jocelyn – sie spielt im Cafe de Zon – ist die jüngste Teilnehmerin. Beide sind bereits in der amerikanischen Nationalmannschaft. Tata Steel ist ein tolles Turnier, da wollten wir einmal mitspielen.” “Man muss wohl abwarten, wieviel sie letztendlich erreichen und ob sie überhaupt beim Schach bleiben!?” “Ja, Spass an der Sache (passion) ist wichtig – ob sie Grossmeister werden, wer weiss?” “Wieviele Stunden pro Woche beschäftigen sie sich mit Schach?” “Mindestens zehn” “Und bei Turnieren wie diesem natürlich noch mehr … “ “Ja er muss sich ja auch auf die Gegner vorbereiten!” “Wie geht das denn, es gibt von ihnen doch keine Partien in Datenbanken?” “Ja, aber während der Runde betrachtet er auch die anderen Partien, um Stärken und Schwächen festzustellen – schliesslich ist er erfahren, Mitglied der Nationalmannschaft!”

Danach fotografierte ich ein bisschen in Wijk aan Zee – morgens war es in Den Helder noch sonnig, vor Ort dann nicht mehr. Das als Galerie:

Auf dem ersten Foto ein Blick auf u.a. den Friedhof, da landet Korobov hoffentlich noch nicht, auch wenn er in einem Interview auf die Bemerkung “Sie sind gut drauf!” meinte “Ach ich bin alt und fett, das ist vielleicht der letzte Erfolg vor dem Friedhof!” Ganz im Hintergrund wie oft Gebäude und Industrierauch von Tata Steel. Dann ein kleines Hotel, ein Strandpavillon, ein grösseres Hotel, ein Blick auf den nicht allzu gut besuchten Strand, noch ein Strandpavillon. Auf dem Rückweg war die Richtung zum TATA Chess Tournament deutlich angegeben, zwischendurch noch zwei Schachfiguren (in Weiss und Schwarz) auf einer Wiese mitten im Ort. Die sind da wohl das ganze Jahr, wer spielt eigentlich die übrigen knapp 50 Wochen mit ihnen?

Den Nebenschauplatz Cafe de Zon hatte ich bereits wieder erreicht, zwischendurch stand draussen Papa Chen da Tochter Jocelyn drinnen spielte – aber die Fotomomente verpasste ich. Jocelyn konnte ich nicht ablichten, dieser Schiedsrichter ist streng oder prinzipiell. Mein Eindruck: sie kann Gegner bereits anstarren wie ein Grossmeister – früh gelernt, sie ist Jahrgang 2010 (Jonathan Baujahr 2007).

Nun war es 15:00 – ich ging zurück zum Hauptschauplatz “De Moriaan”, jederzeit war nun möglich, dass Partien vorbei sind und die Spieler im Pressebereich erscheinen (oder auch nicht). Als erste erschienen Vidit und Korobov und analysierten:

Dieses Foto zu einem relativ fortgeschrittenen Zeitpunkt der Partie (und Analyse)

Sie waren umringt von Kibitzen – Adhiban, dessen Partie auch bereits beendet war, ist quasi der einzige mit Interesse an Analysen anderer Partien.

Korobov habe ich noch einmal individuell fotografiert – wer weiss, wieviele Chancen ich noch bekomme (nach aktuellstem Stand hat nun Vidit bei den Challengers die Nase vorn). Die Partie endete korrekt remis, wobei laut Analyse eher Schwarz (Korobov) ein bisschen aufpassen musste.

Zwischendurch sah ich zufällig, wo Kramnik draussen raucht – in einer Art Käfig ohne Kontakt zum Publikum. Ob der auch Video-überwacht ist, da bin ich überfragt.

Die Bühne ist es jedenfalls, dieser Hinweis auf Englisch (und darunter noch einer in allen Sprachen) am Eingang.

Tom Bottema dann in anderer Rolle: zusammen mit Tarjei Svensen achtet er darauf, dass Carlsen nach der Partie nicht einfach so verschwinden kann. Die Partie endete recht geräuschlos remis, zuerst erschien dann Weisspieler Mamedyarov und durfte verschwinden.

Carlsen gab dagegen Interviews – das mit Tom Bottema für die Turnierseite auf Englisch dokumentiere ich, danach noch eines mit Tarjei Svensen auf Norwegisch.

Viele in Hör- und Fotodistanz

An Carlsen habe ich mich dann (fotografisch) herangepirscht

Und noch einmal

Alina l’Ami hat das (oder war es ein anderer Moment?) auch fotografiert, Adhiban war auch im Raum (und Dirk Jan ten Geuzendam). Dann etwa eine halbe Stunde relativer “Leerlauf”, ich wollte gerade mal wieder in den öffentlichen Bereich gehen, dann sehe ich im Gang zwei Spieler und drehe um:

IM Stefan Kuipers (rechts) und FM Liam Vrolijk (links) analysieren ihre Partie der höchsten Amateurgruppe. Die hatte ich auch mal ein bisschen aus dem Publikum betrachtet – keine Liveübertragung, immerhin später eine pgn-Datei. Mir schien es remislich, aber auf dem Partieformular steht 0-1. Noch einer kommt dazu:

IM Thomas Beerdsen wird vom bereits erwähnten (und mir persönlich bekannten) Amateur-Hauptschiedsrichter abgeliefert mit den Worten “heraus kommst Du wieder selber” – diese Amateure haben wohl keine Badge, mit der sie jederzeit und ohne konkreten Anlass den Pressebereich betreten können. Ich weiss nicht, ob Beerdsen (Jugend-)Nationalspieler ist oder mal war, erfahren ist er jedenfalls und hier erfuhr er, was er da er (auch während der Runde) mal einen Blick auf andere Bretter warf, bereits wusste: Liam Vrolijk kann eine Figur einstellen – das war partieentscheidend, zuvor stand Weiss jedenfalls besser.

Um hier bereits Runde 8 (von 9 im Toptienkamp und anderen Amateurturnieren) zu erwähnen: tags darauf hat Vrolijk offenbar keine Figur eingestellt, sondern mit Schwarz gegen Beerdsen gewonnen. Damit wurde wahrscheinlicher, was Kuipers mir gegenüber als voreilig bezeichnete – ich fragte “Du willst nächstes Jahr wohl nicht kommentieren?” (sondern bei den Challengers mitspielen), er “soweit ist es noch nicht!” und dann verabschiedete er sich mit den Worten “und nun Vorbereitung für morgen”. Stand im Toptienkamp nun: Kuipers 6.5/8, Vrolijk und Beerdsen 5.5, usw. . Elofavorit GM Papin remisierte fast alle Partien (+2=5-1), der an zwei gesetzte IM Pijpers remisierte nur einmal, gewann dreimal und verlor vier Partien – auch so kann man sich nicht für das nächste Niveau qualifizieren. Der Australier IM Ari Dale erwies sich als Kavalier und gab der Bulgarin Nurgyul Salimova ein Remis nach zuvor sieben Niederlagen. Kuipers braucht morgen noch ein Remis gegen IM van der Werf – könnte klappen, der spielte (ausser gegen Salimova) immer remis.

Die nächsten Interviews:

Bottema mit Caruana

Giri wartet entspannt in Bottema-Pose auf sein Interview

Es ist soweit, zwei machen (siehe nächste Fotos) Notizen

Links ein Reporter für die Zeitung Parool

Und rechts einer für die Zeitung Trouw (er war auch die letzten Jahre jeweils ein zwei Tage vor Ort)

Sie bekamen dann auch ihr eigenes gemeinsames Giri-Interview.

Ein paar Fotos habe ich noch, aber nun erst kurz zu Partien, die zu diesem Zeitpunkt bereits beendet waren. Das Remis zwischen Mamedyarov und Carlsen hatte ich bereits, ebenfalls relativ geräuschlos Remis in Adhiban – Wei Yi und Svidler-Matlakov. Caruana-Giri wurde auch remis, wobei da Schwarz ein bisschen leiden oder aufpassen musste. Bleibt noch Anand – Hou Yifan 1-0, wo der Inder die Chinesin einfach so überspielte.

In der Challenger Gruppe fast alles remis, und auch van Foreest erzielte(n) 50% – Lucas verlor mit Weiss gegen Xiong, Jorden gewann mit Schwarz gegen Harika. Jordens Partie lief zu diesem Zeitpunkt allerdings noch – erst tief im Endspiel bekam er Oberwasser und gewann in insgesamt 97 Zügen.

Alina l’Ami fotografierte mal wieder, allerdings (da an einem anderen Ort im Pressebereich) nicht die nächste Szene:

Aryan Tari analysiert mit seinem Gegner (heute Bassem Amin) immer erst “altmodisch” am Brett, und will dann doch die ‘Wahrheit’ wissen. Dann nochmal schachfremder Besuch im Pressebereich:

Myra Rooselaar mit zwei Vertretern von Tata Steel – offenbar höheres Management: als ich später auf den Bus zum Bahnhof Beverwijk wartete, stiegen sie mit Chauffeur in den bereitstehenden Tata Steel Jaguar. Tom Bottema mal in anderer Pose. Ebenfalls auf diesem Foto (und einigen zuvor) Cora van der Zanden vom Presseteam.

Bevor ich verschwand, betrachtete ich noch mit Paul Rump, Turnierdirektor der NL-Meisterschaften, das Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern in Karjakin-Kramnik – er ist da mit NL-Elo 1848 genauso kompetent oder noch etwas inkompetenter als meinereiner und ging davon aus, dass es Remis enden würde. Kurz bevor ich wirklich gehen musste sprang das Computerurteil auf +3 und es war klar, dass Karjakin gewinnen würde – mit der bewährten Methode “zweiten Freibauern erzeugen – einer beschäftigt den gegnerischen Läufer, der andere den König”. Mit genug Raum dazwischen (a- und e-Linie) ist es gewinnträchtig. Insgesamt besiegte Karjakin Kramnik im Stil von Kramnik oder auch Karjakin – leichten Vorteil langsam ausbauen, wobei er hinterher diverse Kramnik-Züge als ungenau kritisierte. Karjakin-Kramnik 1-0 war eine Überraschung bezogen auf den bisherigen Turnierverlauf, nicht unbedingt angesichts der Bilanz beider gegeneinander: mit klassischer Bedenkzeit war es Karjakins fünfter Sieg, Kramnik konnte nur einmal gewinnen.

Dann war da noch So-Jones 1-0 passend zu den Elozahlen, wobei Gawain Jones mit sich haderte: für die Minusqualität hatte er einen Mehrbauern und betrachtete die Stellung als remislich – bis er kurz vor der Zeitkontrolle einen kleinen Trick übersah und so seinen Mehrbauern los war. Der Rest war dann weisse Technik, es dauerte bis zum 62. Zug.

Runde 12 ist zwar bereits vorbei aber das kommt im Abschlussbericht. Ich nenne aber bereits den neuesten Zwischenstand: Masters Giri und Carlsen 8.5/12, Mamedyarov 8, Kramnik und Anand 7.5, Karjakin und So 7, Svidler 5.5, Wei Yi 5, Caruana, Jones, Matlakov 4.5, Adhiban 3.5, Hou Yifan 2.5. Am Sonntag die letzte Runde und eventuell noch Stichkampf um den Turniersieg.

Challengers Vidit 8.5/12, Korobov 8, Amin und Jorden van Foreest 7, Gordievsky, Bluebaum, Xiong 6.5, Bok, l’Ami, Tari 5.5, Krasenkow 5, Lucas van Foreest und Harika 4.5 (so viele Punkte brauchte Lucas nach neun Runden für eine GM-Norm), Girya 3.5. Da haben nur zwei Chancen auf Turniersieg und Qualifikation für Tata Steel Masters 2019, Korobov braucht dafür wohl einen eigenen Schwarzsieg gegen Gordievsky und/oder Schützenhilfe von Jorden van Foreest (Schwarz gegen Vidit). Stichkampf gibt es bei den Challengers nicht, bei Gleichstand (und Remis im direkten Duell) entscheidet Sonneborn-Berger. Das scheint knapp – wenn Vidit und Korobov fertig sind kann es sein, dass andere in noch laufenden Partien den Turniersieger ermitteln.

So, das reicht. Morgen müssen die Grossmeister früh aufstehen, da die letzte Runde bereits um 12:00 beginnt – ich muss noch früher aufstehen, da für mich Wijk aan Zee ein Tagesausflug ist mit Anreise (und Rückreise).

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