Tata Steel Abschlussbericht

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Dieser Bericht kommt natürlich sehr spät: Sonntag war ein langer Tag vor Ort (mit An- und Abreise 8:30-22:00), Montag war ich anderweitig beschäftigt, aus gut 180 eigenen Fotos auswählen und bearbeiten dauert auch. Den Endstand in beiden Gruppen kennen die meisten Leser wohl bereits: Masters Carlsen 9/13 + 1.5/2, Giri 9/13 + 0.5/2, Kramnik und Mamedyarov 8.5/13, Anand und So 8, Karjakin 7.5, Svidler 6, Wei Yi 5.5, Jones, Caruana, Matlakov 5, Adhiban 3.5, Hou Yifan 2.5. Es gab also einen Stichkampf um den Turniersieg – deshalb dauerte es vor Ort sooo lange und habe ich dann einiges verpasst, speziell die anschliessende Pressekonferenz.

Wie das Titelfoto zeigt, mit beiden (sowie Turnierdirektor Jeroen van den Berg und Pressechef Tom Bottema). Ich mache es zum Titelfoto, da ich Kramniks Ansicht teilte – für ihn sind beide Sieger. Dieses Foto stammt von Alina l’Ami ab Turnierseite auf Facebook – wie auch alle zu Runde 12 und einige zu Runde 13. Zum Schlusstand eingangs nur noch das: das Feld war sauber halbiert – grösste Lücke zwischen Platz 7 und 8. Die sieben ersten waren wohl alle “mehr oder weniger” (O-Ton eines Spielers im Pressebereich) zufrieden, von den sieben anderen tendenziell nur Gawain Jones. Unzufrieden vielleicht auch Jan Timman (im Gegensatz zu Loek van Wely meines Wissens nie vor Ort): nach wie vor hat er das schlechteste Ergebnis aller Zeiten in der A-Gruppe in Wijk aan Zee, wenn auch nun geteilt mit Hou Yifan.

Challengers Vidit 9/13, Korobov 8/13, Amin, Xiong, Jorden van Foreest, Gordievsky 7.5, Bluebaum 6.5, l’Ami, Bok, Tari 6, Lucas van Foreest und Krasenkow 5.5, Harika 5, Girya 3.5. Aus einem Rennen zwischen Vidit und Korobov um den Turniersieg wurde am Ende “Dominanz” des Inders. Dahinter eine grosse Gruppe für die im Turnierverlauf nie mehr drin schien – Matthias Bluebaum konnte dazu gehören, wenn er seine Chancen in der letzten Runde genutzt hätte. Es kam anders, and so hat er als einziger 50%. Die beiden Damen erwartungsgemäss am Tabellenende. Direkt davor der dritte Elo-Aussenseiter Lucas van Foreest, für den im Turnierverlauf mehr möglich schien – zusammen mit Veteran Krasenkow, der ein für seine Elo-Verhältnisse schlechtes Turnier erwischte.

Schwerpunkt wird später der Reisebericht zu Runde 12, aber ich beginne mit Runde 11 – dazu eingangs zwei Bühnenszenen ohne Worte:

Beziehungsweise sicher von den beteiligten Spielern aus Indien und (väterlicherseits) Nepal, aber ich war nicht in Hörweite. Derlei gab es vor der Partie und manchmal auch hinterher im Pressebereich, zwischendurch wurde natürlich Schach gespielt. Ich erwähne fast nur die Partien mit Sieger und Verlierer – auf das politisch korrekte “Verlierer(in)” kann ich bei den Masters verzichten: Hou Yifan verlor mal nicht (schaffte sie immerhin in fünf von dreizehn Runden) sondern spielte gegen Landsmann Wei Yi remis.

Ein anderes Remis war aufregend, obwohl oder genau weil es nach 12 Zügen entstand: Jones-Mamedyarov 1/2 – beide gaben dann dem anderen die Schuld. Mamedyarov hatte den Gegner mit Russisch überrascht, im Gewinnsinne mit Schwarz war es überraschend. Jones wählte das ziemlich seltene 5.c4, Mamedyarov spielte dann 7.-g6 und Jones nutzte seine Chance: 8.Lg5 Le7 9.Lh6 Lf8 10.Lg5 Le7 11.Lh6 Lf8 12.Lg5 – schon hatte er sein ersehntes Weissremis! Mamedyarov hätte eigentlich wissen können, dass Jones in diesem Turnier mit Weiss nur Remis will. Vor der Runde war er punktgleich mit Giri und Carlsen, hinterher nicht mehr:

Giri (Lockerungsübungen während der Partie) und Adhiban (konzentriert, Lächeln oder Lachen vor und nach der Runde) standen dann nicht nebeneinander, sondern sassen sich gegenüber. Giri-Adhiban 1-0 – Schwarz spielte Benoni, konnte trotzdem ausgleichen und verlor dann den Faden. Die Entscheidung mehr oder weniger in dieser Phase: 17.-Db6 (provokativ und nicht allzu gut) 18.Le3 (grüsst die schwarze Dame, wobei dazwischen noch ein weisser Sd4 steht) 18.-Sg4 (alles unter Kontrolle?) 19.De4! Sf6 (offensichtlich ungern, dafür brauchte Adhiban 22 Minuten) 20.De7 usw. . Vor seiner Dame hätte Schwarz besser den Damenflügel entwickeln sollen, z.B. 17.-Sbd7.

Bei diesem Foto wiederhole ich mich, aber Giri gab eben zum wiederholten Mal ein Interview. Unterschied zu vergleichbaren früheren Fotos: Dirk Poldauf – wie immer am letzten Wochenende vor Ort – links neben Giri und Bottema mit Handy oder Diktiergerät oder was auch immer in der Hand.

Carlsen-Matlakov 1-0 – musste Matlakov auf meinen Vorschlag hören, nochmals indirekt in den Kampf um den Turniersieg einzugreifen? Ich gebe zu, dass ich Giri die Daumen drückte. Wie viele vor Ort, auch die Organisatoren in ihrer Rolle als Niederländer, als Organisatoren waren sie natürlich neutral.

Carlsen wählte gegen Matlakovs Taimanov-Sizilianer eine Variante mit frühem Endspiel und sagte hinterher, dass er damit nicht so zufrieden war – es bietet Weiss objektiv kaum Gewinnchancen. Dabei war es doch Absicht!? An diesem Tag mehrere Gäste beim Livekommentar: Judit Polgar sagte, dass Magnus gegnerische Hilfe braucht, um das zu gewinnen. Stammkommentator Eric Hansen hatte sich schon zuvor mal als “Carlsen fanboy” bezeichnet und sagte “es ist Remis, wir analysieren es nur weil Carlsen Weiss hat”. Sinn der Sache etwas unklar: wenn Carlsen da etwas findet, das andere Weltklassespieler oder gar Engines nicht finden, wie kann dann Eric Hansen (passt in die Challenger-Gruppe) es finden? Später kam Jan Smeets dazu und bezeichnete Matlakovs 51.-Kh4 (mit 50.-h5 vorbereitet) als “Selbstmord”.

Man kann natürlich auch Ave Carlsen Halleluja singen – klasse, wie er mal wieder ein objektiv nur symbolisch besseres Endspiel gewann. Die Uhr hat ihm, wie er selbst sagte, geholfen: Carlsen spielte extrem schnell, Matlakov ver(sch)wendete viel Bedenkzeit – wieviel davon für kleine gegnerische Drohungen und wieviel für Gespenster sehen ist unklar. Das ist eben Carlsens bevorzugte Art, Partien zu gewinnen – ähnlich besiegte er auch Adhiban, So und Hou Yifan (und dann war da noch der Sieg aus Verluststellung gegen Gawain Jones, insgesamt +5).

Dann war da noch Kramnik-Caruana 1-0 – im Mittelspiel gewann Kramnik einen Bauern, im Damenendspiel verwertete er seinen Mehrbauern. Trivial war es trotz Engine-Urteil +10 oder mehr nicht, da Schwarz eventuell noch Dauerschach-Tricks hatte, aber diesen Sieg liess sich Kramnik nicht entgehen.

Bei den Challengers nur zu zwei Partien: Girya-Vidit 0-1 – Schwarz entkorkte Holländisch und gewann glatt. Dabei funktionierte die Pointe 21.-Lxg4 nur, weil Girya den falschen Turm wählte: 22.Tfe1 wäre laut Engines wieder ausgeglichen, das gespielte 22.Tde1 war es nicht: im 26. Zug brauchte Girya das Feld f1 für ihren König, aber da stand ja ihr Turm. Vidit-Konkurrent Korobov hatte sich sicher “hau den Lucas” vorgenommen, aber der war nicht einverstanden: Korobov – Lucas van Foreest 1/2 – der einzige IM im Turnier (Girya ist WGM) stand nie wirklich schlechter und konnte im Springerendspiel Remis halten, nachdem er zuvor viermal in Serie verloren hatte. Damit hatte Vidit vor der letzten Runde einen halben Punkt Vorsprung auf Korobov.

Dann war da noch Krasenkow-Amin 0-1 zwischen zwei Spielern, die sich für das Turnier insgesamt wohl mehr vorgenommen hatten. Das Endspiel zwei Türme und zwei Bauern gegen Turm, Läufer, Springer und Bauer verlor Weiss vielleicht, da er unbedingt gewinnen wollte. Im weiteren Verlauf hatte Schwarz quasi noch eine Mehrfigur – seinen aktivierten König und dadurch Mattdrohungen. Bok-Bluebaum 1/2 erwähne ich, da Bluebaum Deutscher ist – aus der Rubrik “korrekt” bzw. “hiermit erwähnt”.

Schon sind wir bei Runde 13, dazu jede Menge eigene Fotos und einige andere und zwischendurch zum rein schachlichen Geschehen:

Es war voll auf der Bühne – irgendwie schaffte ich es, den heute erforderlichen zusätzlichen Sticker auf meiner Badge zu bekommen. Mitunter ging ich aus dem Amateurbereich/Saal auf die Bühne, heute aus dem Pressebereich – und das war richtig, da wurden diese Sticker verteilt.

Nur zu einigen Fotos ein paar Worte. Erste Reihe: Tata Steel Marketingdame Myra Rooselaar (“Chairwoman” des Turniers) erkennt man aus allen Richtungen. Den Herrn neben ihr erkennen Leser wohl, aber später nenne ich auch seinen Namen. Der Herr hinter ihr ist Turnierdirektor Jeroen van den Berg. Giri erschien wie oft fotografenfreundlich als Erster und ging später wieder spazieren. Dritte Reihe: links Wayne Xiong, Vater von Jeffery – 2019 wohl nicht vor Ort, es sei denn Jeffery wird zum dritten Mal nacheinander eingeladen. Mitte ein niederländischer Radioreporter, der live von der Bühne sendete. Zuvor wollte er ein Interview mit Giri vor der Partie – Giri ist zu vielem bereit, das machte er nicht (nur Jobava – anderes Jahr, andere Turniersituation – machte es zuvor einmal). Rechts mit anderen ein weiterer Ehrengast: Sarkhan Gashimov war wohl eher nicht aufgrund Elo 2351 eingeladen/willkommen, sondern weil er Vugars Bruder ist – der viel zu früh verstorbene GM Gashimov hatte sein letztes Turnier in Wijk aan Zee gespielt. Später habe ich ihn nochmal alleine-zentral, hier mit van Wely (hatte sich nach eigener Aussage später selbst als Ehrengast eingeladen, und Tata Steel Chess war einverstanden) und von hinten Mamedyarov. Im Hintergrund Verhandlungen zwischen Kramnik und Schiedsrichter Votruba, warum/worüber auch immer (habe ich nicht mitbekommen, und wahrscheinlich sprachen sie Russisch).

Vierte Reihe: Mamedyarov-Anand und Adhiban-Kramnik, jeweils Tom Bottema mal wieder als ruhender Pol im Hintergrund. Rechts Lucas van Foreest gegen Olga Girya. Der Groninger Lucas van Foreest sagte dem Groninger Harry Gielen – ich stand nebendran – “gestern war Remis einigermassen OK, heute will ich gewinnen!”. Fünfte Reihe: Sarkhan Gashimov hatte ich bereits erwähnt. Der Rundenbeginn verzögerte sich etwa eine Minute, da Anatoly Karpov (nun namentlich erwähnt) und Judit Polgar die gemeinsame Gong-Aktion koordinieren mussten.

Sechste Reihe ein Bluebaum-Special, links mit Gegner Jeffery Xiong (dessen Papa im Hintergrund). Nur mit viel Photoshopperei könnte ich Bluebaum ohne andere “fotografieren”. Siebte Reihe links Karjakin gegen seinen alten Bekannten Carlsen, die andere Schlüsselpartie Wei Yi – Giri hatte ich vergessen zu fotografieren – bzw. bei dem Trubel auf der Bühne “nimmt” man die Fotos die man eben bekommt.

Wie immer müssen Fotografen, Ehrengäste usw. nach sieben Minuten die Bühne verlassen, wie immer dann Warten, dass wieder etwas passiert. Die Zeit kann man so oder so verbringen:

Judit Polgar und Loek van Wely im Pressebereich – statt zu blitzen (Brett vorhanden, Uhr wäre sicher zu finden) unterhalten sie sich – über Freud und vielleicht auch Leid von Elternschaft. Das hatte ich im Vorbeigehen bzw. beim Fotografieren mitbekommen, später (wieder warteten dann alle stundenlang) habe ich mich in einer grösseren Gruppe mit ihnen unterhalten.

Im anderen Presseraum – einige arbeiten offenbar am Laptop (Tarjei Svensen, Evgeny Surov, Dirk Jan ten Geuzendam), andere betrachten die laufenden Partien – wie Karpov auf den Monitoren an der Wand oder auch auf dem eigenen Computermonitor.

Ich fragte Tata Steel Sprecher Robert Moens, warum eigentlich bei den Challengers kein Stichkampf vorgesehen ist – da geht es eigentlich um mehr, nämlich um die Qualifikation für Tata Steel Masters 2019 (Sonneborn-Berger zwischen Vidit und Korobov wäre knapp und damit Glückssache). “Das haben wir so entschieden – aus praktischen Gründen, zwei Playoffs gleichzeitig wird zu kompliziert”. Kann man so oder so sehen: bei einer NL-Meisterschaft gab es bei Damen und Herren Stichkämpfe, sie spielten dann jeweils abwechselnd.

Zwischendurch sehe ich, wie draussen (vor dem Eingang zum Pressebereich) Gratis-Exemplare von NewinChess verteilt werden. Loek van Wely “hilft” vorübergehend [Alina l’Ami hatte es fotografiert, aber später nicht in ihre Auswahl aufgenommen], dann meint der PR-Mitarbeiter “jetzt muss ich es mit meiner niedrigeren Elo wieder alleine tun”.

Im Pressebereich bearbeitet ein ANP-Fotograf (ANP ist die niederländische dpa) neben mir Hockey-Fotos – “das war gestern, muss auch noch sein und hier passiert ja vorläufig nichts mehr. Ich weiss nicht, wie lange ich bleibe”. Ich erkläre ihm, dass Schachpartien drei, vier, eventuell sechs Stunden dauern können … .

Dann ist die erste Partie bei den Masters beendet – endlich wieder ein Fotomotiv oder so ähnlich:

Im Eingangsraum zur Bühne diskutieren Svidler und Caruana ihre Partie (spanischer Marshall, remis). Sehen konnte ich sie nicht, bzw. Svidler eben ein kleines bisschen, aber hören konnte ich sie. Svidler unter anderem: “I’ve seen this shit before but don’t remember a single thing.” Das kann man wohl, auch wenn nur überhört, zitieren – da sich Svidler in offiziellen Interviews mitunter ähnlich äussert.

Dann ein etwas besseres Svidler-Foto im Gang. Verteilen von NewinChess an Caruana war Chefsache von Dirk Jan ten Geuzendam, und Fabi bekam einen ganzen Stapel. Das etwas unscharf, wie auch im Hintergrund Tom Bottema.

Kurz danach vorübergehend Trubel im Pressebereich: Auch Karjakin-Carlsen (anti-Marshall) wurde remis, und Carlsen erscheint zum Interview. Das habe ich mitbekommen, zufällig aus einer anderen Perspektive als die meisten anderen Fotografen:

Das erste Interview auf Englisch mit Fiona Steil-Antoni, das zweite auf Norwegisch mit Tarjei Svensen. Viertes Foto: aha, deshalb die Markierungen auf dem Fussboden (wusste oder ahnte ich natürlich bereits zuvor).

Ergänzend ein offizielles Foto von Alina l’Ami, ich selbst stehend hinten direkt neben der weissen Fläche mit Tata Steel Chess. Jedenfalls in diesem Moment, wie auch Alina machte ich mitunter Fotografen-Gymnastik und kroch z.B. für das vierte Foto oben unter den Tisch. Zum Remiszeitpunkt bei Karjakin-Carlsen (nach 34 Zügen) waren bei Wei Yi – Giri gerade mal 12 Züge gespielt: der Chinese ist ein Denker, und auch Giri hatte für 7.-Ld6 23 Minuten investiert (nach 7.g3, zusammen mit zuvor 2.e3 etwas krumm und jedenfalls neu). Möglich war ein Traumszenario für Carlsen: Giri spielt stundenlang, und Carlsen erscheint dann recht ausgeruht zum Stichkampf.

Ich verliess mal wieder den Pressebereich und fotografierte im öffentlichen Bereich:

Dieses Foto (Stand in einigen Amateurgruppen vor der letzten Runde) bewusst grösser, damit man den Text hoffentlich lesen kann. Meine Aufmerksamkeit (wobei ich von der Partie dann vor Ort nichts mitbekommen habe) galt auch Noteboom – van Dorsten in Gruppe 7G, Jon van Dorsten ist mein Vereinskollege! Später hat er mir und anderen alle seine Partien geschickt, aber ich habe mir sie noch nicht angeschaut – in der letzten Runde spielte Noteboom mit Weiss 1.e4 c5 2.b4!?, bekam laut van Dorsten “nie den Angriff, den er mit seinem Gambit wollte” und verlor. In einer anderen Runde hatte van Dorsten dasselbe (Elo- und Schachtitel-unabhängige) Problem wie vielleicht auch mal zu ihrer aktiven Zeit Judit Polgar und Loek van Wely: “meine Kinder haben mich die ganze Nacht wach gehalten, am Brett war ich total müde und mit einem Kurzremis einverstanden”.

In Gruppe 7E hatte Jonathan Chen nun 8/8 und später 9/9. Seine USCF-Elo ist bereits 1970 – Amerikaner übertreiben zwar mitunter (für nationale Elo im Vergleich zu FIDE-Elo bekannt), aber er ist wohl ca. 1800 oder 1850 wert und seine FIDE-Elo hinkt hinterher. Damit war er in seiner Gruppe fehl am Platz. Nächstes Jahr kann er, wenn er wieder mitspielen sollte, wie van Dorsten in Gruppe 6 antreten bzw. wohl mit aussagekräftigerer FIDE-Elo noch höher (aus diesem Turnier dabei kaum Elo-Zugewinn, da nur ein Gegner eine FIDE-Elozahl hatte). Den Vater traf ich nochmals – er erwähnte, dass auch Jocelyn ihre Gruppe gewann und bedankte sich für meinen Artikel. Ich hatte mich nicht mit Name und Medium vorgestellt, aber offenbar hatte er chess-international.de auf meiner Badge registriert und kann Deutsch oder kennt Google Translate oder interessierte sich vor allem für das Foto seines Sohnes.

Analyse einer Partie zweier mir unbekannter Amateure in der Bar

Dafür musste ich nicht nach Wijk aan Zee anreisen, das bekomme ich zu Hause auf Texel – es war dabei nicht mein Bier, ein anderer hatte es nach draussen mitgenommen. “Texels Skuumkoppe” bekommt man auch am Festland, auch Alina l’Ami erschien einmal damit im Pressebereich.

Dort wurde nun wieder analysiert – Partien der Challenger Gruppe mit prominentem Kibitz:

Erst Vidit-Jorden van Foreest (beide wie Karpov auch mal in Grossaufnahme), dann auch l’Ami-Tari, beides wurde remis.

Auch wenn er zu diesem Zeitpunkt noch nicht als Sieger der Challenger-Gruppe feststand, noch ein offizielles Vidit-Foto von Alina l’Ami.

Dann wurde auch Wei Yi – Giri remis, und Giri erschien im Pressebereich:

Zuerst “die Wahrheit” zur Partie am Computer, dann ein Interview. Auf dem zweiten Foto (eventuell darauf klicken und vergrössern): Giri tatsächlich mit Bart(versuch)! Im Pressebereich hiess es (schwer zu sagen ob Jux oder Ernst), dass er sich erst wieder rasiert wenn er ein Superturnier gewinnt – wir bekamen dann allerdings doch keine Reinkarnation von Aman Hambleton. Durchaus nachvollziehbar, dass Giri nach 21 Zügen eine zwar leicht/symbolisch bessere aber dabei schon stark verflachte Stellung nicht weiterspielte – Remis nach zweieinhalb Stunden ist, wenn man (und das war nun der Fall) noch einen Stichkampf spielen muss, besser als Remis nach fünf oder sechs Stunden!

Giri verschwand natürlich wieder, um sich im Hotel (eventuell auch bei einem Spaziergang draussen) auszuruhen und – eher mental als schachlich? – auf den Stichkampf vorzubereiten. Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass nur er und Carlsen stechen würden. Mamedyarov konnte zwar noch nach Punkten aufschliessen (und stand etwa zu diesem Zeitpunkt gut gegen Anand), aber bliebe dann aufgrund des schlechtesten Resultats im Dreierturnier (Giri-Mamedyarov 1-0, die beiden anderen Partien remis) aussen vor. Soweit kam es nicht, auch das kann man so oder so beurteilen.

Zwei deutsche Kollegen im Pressebereich – links Stefan Löffler, rechts Frederic Friedel (Chessbase). Friedel hatte in dieser Partie Weiss, also erschien er im Anzug. Dirk Poldauf hatte ich bereits.

Auch Jorden van Foreest und Santosh Vidit wollten wissen, was in ihrer Partie wirklich Sache war.

Die nächsten beiden Fotos mit u.a. Erwin l’Ami passen nicht unbedingt zu dem, was er (davor oder danach, das weiss ich nicht mehr) zu seinem Turnier sagte:

Erwin l’Ami sagte nämlich “was für ein shit Turnier!” (Adhiban behielt trotz schlechtem Turnier auch durchgehend gute Laune). Ich hakte nach: Tiefpunkt aus seiner Sicht die Partie gegen Bluebaum, die er trotz Mehrfigur im Endspiel nicht gewinnen konnte. Dafür hatte er gegen Harika mit Minusfigur Remis gehalten – ich sagte, dass mich das etwas an seine Partie vor einigen Jahren in Wijk aan Zee gegen Anne Haast erinnerte, und er war einverstanden. Dann war da noch das gegen Jeffery Xiong:

Ich meinte, dass 17.Sxf7 hier offensichtlich ein Opfer war und kein Einsteller, l’Ami: “es war beides!”. Wohl nach zuvor acht Remisen und in der Runde davor der Partie gegen Bluebaum (dazwischen ein Ruhetag) unter dem Motto “was soll’s …”. Ein anderer, weiss nicht mehr wer, meinte “und dann muss man eine hoffnungslose Stellung noch stundenlang weiterspielen”. Später im Endspiel dachte ich, dass auch das eventuell noch Remis wird – aber Xiong (zuvor sieben Remisen und Niederlage gegen Tari) liess sich das nicht mehr nehmen.

Später verfolgten Erwin l’Ami und Santosh Vidit im anderen Presseraum vor allem Gordievsky-Korobov auf den Monitoren – Gelegenheit um den (voraussichtlichen) Sieger der Challenger-Gruppe zu befragen. Vidit zu seinem Turnier: “Ich bin natürlich zufrieden – in einigen Partien konnte ich besser spielen, auch heute, aber es ist ein langes Turnier. Auf die Frage von Dirk Poldauf nach der besten Partie sagte er “jedenfalls am interessantesten war die mit Holländisch” – oben erwähnt, Runde 12 gegen Girya und im Nachhinein turnierentscheidend. Während dem Gespräch wird nämlich klar, dass Vidit wohl als Turniersieger feststeht: Korobov riskierte mit Schwarz unter Siegzwang zu viel und steht gegen Gordievsky verloren – nach Gordievskys 25.e4! war sich Vidit seiner Sache ziemlich sicher, offiziell war es dann erst Stunden später.

Ich meinte “ ‘least interesting game’ ist wohl eindeutig”, Erwin l’Ami darauf “muss der immer über mich lästern” oder so ähnlich – gemeint war das theoretisch wohlbekannte Kurzremis der beiden Giri-Sekundanten. Bei Erwin (und auch Loek) bin ich mir recht sicher, dass derlei Bemerkungen nicht böse gemeint sind. Vidit: “Ja, ich wich von meinem üblichen Repertoire ab.” Das stimmt laut Datenbanken eher nicht. Wenn das Kurzremis in 18 Zügen vorab abgesprochen war (kann – übliches Repertoire oder nicht dann egal – durchaus sein, muss nicht unbedingt sein), werden sie es mir gegenüber wohl nicht verraten/zugeben. Für mich kam es nicht überraschend. Auf die Frage, wie ihm seine neue Rolle in Wijk aan Zee gefällt (zuvor war er als Giri-Sekundant vor Ort) meinte Vidit: “Es macht viel mehr Spass, selbst zu spielen als zu sekundieren – jedenfalls wenn man gut spielt”. Das sah l’Ami ähnlich – Spass am Turnier verlor er vielleicht zwischenzeitlich, gute Laune zumindest nicht permanent.

Dann tat sich im anderen Raum wieder etwas, Mamedyarov-Anand wurde remis und beide erschienen. Mamedyarov wurde zuerst interviewt, ein anderer fragte Vishy ob er mit seinem Turnier zufrieden ist – “mehr oder weniger” (more or less).

Zu diesem Zeitpunkt dieses Foto und meine Nachfrage an Vishy: “Das heisst, could be better could be worse?” Anand lachend “This means ‘I don’t have a clue’.”

Im offiziellen Interview (Jacke hatte er wieder ausgezogen) meinte er “+3 ist an sich kein schlechtes Ergebnis, aber fast alle hatten +3 oder mehr – überragend ist es demnach auch nicht”. Dann verschwand er, das zuvor war also mein einziges eigenes Anand-Zitat im Turnier. Svidler sprach ich nur anfangs kurz nach der Analyse mit Adhiban, andere aus der Masters-Gruppe gar nicht – bis auf Matlakov, eher Zufallsprodukt in Hilversum. In dieser Hinsicht war Wijk aan Zee 2018 für mich deutlich weniger ergiebig als 2014-2017, anderen Reportern ging es offenbar ähnlich.

Jorden van Foreest war immer noch im Pressebereich, Thomas Beerdsen (spielte im Amateur-Toptienkamp) erschien. Sie beschlossen, dass sie noch nicht genug Schach gespielt hatten aber genug Figuren bewegt hatten – also ein hiermit dokumentiertes Internet-Duell:

Ich vermute, dass Schwarz in der hier dokumentierten Partie etwas besser steht – aber im Bullet muss das nicht viel heissen. Jorden van Foreest konnte ich durchaus zu seinem Turnier befragen, aber es ergab sich irgendwie nicht. Also meine eigene Einschätzung: “Ende gut, alles in Ordnung” – nach anfangs 2/5 zum Schluss 7.5/13. Auch bei ihm der Tiefpunkt vielleicht die Partie gegen Bluebaum, in der er unnötig (aber wann ist derlei nötig?) eine Qualität eingestellt hatte.

Bei Bruder Lucas lief es umgekehrt: Zwar verlor er gleich zu Beginn das Bruderduell, aber dann nach sieben Runden für seine Verhältnisse sehr respektable 4/7. Ein halber Punkt fehlte (in Runde 8 oder 9) noch für die letzte GM-Norm, aber insgesamt verlor er vier Partien nacheinander. Ende wieder ordentlich: das bereits erwähnte Remis gegen Korobov und ein angekündigter Sieg gegen Girya. Um die Elo-Erwartung zu erfüllen, hätte er auch diese beiden Partien verlieren müssen – so kamen 14 Elopunkte dazu. “Eigentlich” kann er sich nicht beklagen, aber da schien deutlich mehr drin. Zu Bluebaum komme ich noch.

Die letzten Fotos bis 15:25, das nächste um 17:10 – dazwischen warten auf den Stichkampf. Die Zeit vertrieb ich mir u.a. in einer Gruppe mit Judit Polgar und Loek van Wely. Nicht alles (vor allem von Loek) war da zitierfähig, durchaus Polgars Vorschlag an van Wely: “bei der 90. oder 100. Auflage spielen wir wieder mit, Erinnerungen an alte Zeiten, einverstanden?” Einen anderen Ehrengast könnten sie vielleicht auch integrieren-motivieren, aber die Idee das vorzuschlagen kam mir erst später.

Einige Grossmeister wollten immer noch Schach spielen und verzögerten so den Stichkampf. Adhiban stand gegen Kramnik (inzwischen) total verloren, dazu der Kommentar aus dem Presseraum “er wartet vielleicht auf ein Signal von seinem Kumpel Giri, dass der nun stichkampfklar ist. Nachvollziehbar natürlich, dass Korobov gegen Gordievsky nicht aufgeben wollte (und womöglich auch kein Remis akzeptiert hätte) – nach 78 Zügen fügte er sich in sein Schicksal. Matlakov und Jones (für beide ging es quasi um nichts mehr) hatten sich zwischenzeitlich auf Remis geeinigt. Amin und Bok spielten bei den Challengers weiter, weiter, immer weiter – nach 43 Zügen war das Remis wohl unterschriftsreif, nach deren einhundertneun unterschrieben sie ihre Partieformulare. Sie wurden – das habe ich erst im Nachhinein mitbekommen – von der Bühne vertrieben und spielten ihre Partie seitlich (Tische für Amateur-Toptienkamp) zu Ende, es war die vielleicht allerletzte (einschliesslich alle Amateurgruppen) von Tata Steel 2018.

17:10 Interview mit Kramnik – Fiona Steil-Antoni erkennt man da auch von hinten und ziemlich verdeckt. Dirk Poldauf stand strategisch am Ausgang, um Kramnik hinterher abzufangen – seine Bitte um ein eigenes Interview wurde mit “später” beantwortet. Im offiziellen Interview sagte Kramnik u.a. (ähnlich schon in früheren Runden), dass er Carlsen und Giri beide als Turniersieger betrachtet, ein Blitz-Stichkampf um ein 13-rundiges Turnier mit klassischer Bedenkzeit zu entscheiden sei unnötig, unangebracht, … . So machte Wijk aan Zee es früher (2017 war erstmals ein Stichkampf vorgesehen, aber So wurde dann alleiniger Turniersieger), aber offenbar haben sie internationalem Druck nachgegeben.

In seiner letzten Partie hatte Kramnik durchaus Glück. Adhiban stand zunächst gut bis sehr gut, dann war sein 35.TxSa5?!? bxa5 laut Karjakin “der Zug des Turniers”, Erwin l’Ami würde vielleicht sagen “Opfer UND Einsteller” – Kompensation für die Qualität Fehlanzeige, Kramnik gewann. Kramnik damit am Ende 8.5/13 bei sechs Siegen und zwei Niederlagen. So viele Siege hatte sonst niemand (aber Giri und Carlsen hatten ungeschlagen +5), so viele entschiedene Partien hatte sonst nur Hou Yifan. Aber nicht sie (=5-8) sondern Kramnik bekam offenbar später bei der Abschlusszeremonie den Spezialpreis von Sarkhan Gashimov. Kramnik meinte zu seinem Turnier: “dafür, dass es noch nicht Zeit für Topform ist [das hat er sich für Berlin vorgenommen – da er derzeit für keinen deutschen Verein spielt ist nicht das zentrale Bundesliga-Abschlusswochenende gemeint] habe ich durchaus ordentlich gespielt”.

Zwei Partien erwähne ich noch: So – Hou Yifan 1-0, na klar doch. Und da war noch Bluebaum-Xiong 1-0 0-1 – Bluebaum stand überragend und hat dann schwarzes Gegenspiel total unterschätzt. Das war der Unterschied zwischen +2 und 50% – für beide. Ein deutscher Kollege (war es Dirk Poldauf oder Stefan Löffler?) sagte mir dann “Bluebaum ist bereits weg”.

17:50 tat sich wieder etwas bzw. es deutete sich an:

Letzte Absprachen zwischen Tom Bottema und Robert Moens, und dann

Ankündigung von Tom Bottema: Carlsen und Giri werden in ihren Hotels abgeholt, Stichkampf ab 18:15. Für mich gerade noch rechtzeitig, um 19:00 musste ich definitiv weg. Fotografieren pro Blitzpartie die ersten zwei Minuten, dann auf ein Signal des Schiedsrichters sofort die Bühne verlassen.

Zwischendurch noch ein Foto von Loek und Erwin – nicht Organisatoren aber Niederländer, also für sie vermutlich klar wer gewinnen sollte. Dann kam es ja anders. Und nun drei Fotoserien und zwischendurch noch einige andere Fotos:

Meine eigenen Fotos von der ersten Partie. Giri (der sich offenbar im Hotel rasiert hatte!?) und Carlsen erschienen, der Schiedsrichter kam dazu. los ging’s – vor zahlreichem Publikum auch im Saal. Carlsen erkundigte sich vor der Partie nach Regeln für Fotografen und akzeptierte, dass sie die ersten zwei Minuten präsent waren.

Alina l’Ami fotografierte das aus anderer Perspektive:

Wenn man die Fotos vergrössert, sieht man dass Carlsen und Giri simultan gegeneinander spielten – auf allen Monitoren dieselbe Stellung, und immer hatte Giri Schwarz.

Am Vereinsabend montags hörte ich “Du warst in den Fernseh-Abendnachrichten!”, hiermit dokumentiert:

Eines meiner Handy-Fotos haben sie auch verwendet, dürfen sie das eigentlich? Spass beiseite, zur besten Sendezeit ab 20:00 gab es drei Hauptthemen: Plastikabfall in Weltmeeren, Demonstrationen in Russland und Giri gewinnt beinahe ein Schachturnier.

Dann wurden wir ja vertrieben, ich wartete im Gang auf die nächste Partie. Wie steht es eigentlich in der ersten Partie? Wir waren ahnungslos, bis einer sein Handy zückte: Carlsen gewann im Endspiel. Dann fünf Minuten Pause – Giri verbrachte diese im Bühnen-Vorraum, Carlsen in einem anderen Raum. Dann die zweite Partie:

Derselbe Schiedsrichter, dieselben Spieler – Giri diesmal, da er Weiss hatte und links sass, besser im Bild. Danach ging ich in den Presseraum und drückte den Eloschnitt der Zuschauer dort:

Am bekanntesten (obwohl er aktuell nicht die höchste Elo hat) natürlich Karpov, der mitfieberte wie alle anderen – Harika, Vidit und Adhiban um zunächst die Inder zu nennen, Giris neuer alter Trainer Chuchelov (links im Anzug), Anand-Sekundant Gajewski, rechts auf dem letzten Foto Krasenkow, einmal in Grossaufnahme der russische Schachjournalist Alexander Bakh (von Karpov bekam ich leider keine gute Grossaufnahme). Giri opferte eine Figur, Carlsen gab diese “feige” sofort zurück und hatte danach einen Bauern weniger aber mindestens ausreichendes Gegenspiel. Am Ende stand Giri schlecht genug, um Remis anzubieten – Carlsen war einverstanden und so Turniersieger.

Danach Pressekonferenz – absurd, dass ich direkt davor verschwinden musste aber die letzte Fähre nach Texel wartet nicht auf mich. Der zuvor erwähnte ANP-Fotograf hatte nicht auf den Stichkampf gewartet, was auf Unverständnis stiess – das wollen die Leute doch sehen! Ich schliesse meinen Reportertag ab und ergänze dann was ich später erfuhr. Mit mir verliessen hunderte andere Leute das Gebäude (gezählt habe ich natürlich nicht, aber mehr als hundert waren es sicher).

Ich wartete auf den Bus zum Bahnhof Beverwijk – dieser war es nicht.

Dieser Bus brachte Teilnehmer und andere zur Abschlussfeier auf dem Tata Steel Firmengelände. Vidit stieg ein, ich sagte noch “Gratulation und sorry für Giri”.

Und nun das, was ich später erfuhr und noch einige Fotos: Auf eine Pressekonferenz nur mit Carlsen konnte ich eventuell verzichten – das hatte ich bereits zweimal und es war nicht unbedingt memorabel. Aber es war – siehe Titelfoto – eine gemeinsame Pressekonferenz mit Giri. Etwas unklar, was Giri sagte. Laut einer Regionalzeitung “ich bin der grösste Verlierer von allen”, was erst danach etwas relativiert wurde. Laut anderen Quellen “ich fühle mich derzeit wie der grösste Verlierer, aber weiss sicher dass ich morgen sehr zufrieden bin mit meinem Turnier” oder “ich fühle mich momentan als grösster Verlierer, aber ich kann zurückblicken auf ein mehr als prima Turnier”. Unter anderem offenbar in einem Radiointerview, zu dem er nun bereit war, und wohl auch in der Pressekonferenz – leider nicht auf Youtube, daher wohl nur für Reporter die vor Ort bleiben konnten.

Tata Steel Chess hat auf Twitter noch (u.a.) diese Fotos:

Ehrung für Carlsen auf dem Marktplatz in Wijk aan Zee – geplant um 18:00, es verzögerte sich und jedenfalls einige warteten

Bei der Abschlussfeier bekam Jorden van Foreest vom etwas älteren (107 Jahre) Prof. van Hulst den “Young Talent Award”.

Und Stefan Kuipers bekam seine Einladung für die Challenger-Gruppe 2019.

Nach der letzten Partie gegen IM van der Werf (Foto Harry Gielen) hatte er sich offenbar umgezogen. Diese Partie verlor er überraschend (van der Werf spielte zuvor fast alles remis), das konnte er verkraften da er gegenüber Thomas Beerdsen die bessere Sonneborn-Berger Wertung hatte. Hinter den beiden Liam Vrolijk und der in einem früheren Bericht erwähnte Australier Ari Dale.

Auf “Einzelkritik” verzichte ich mal, der Beitrag hat bereits Überlänge. Wie geht es weiter? Loek van Wely war bereits Dienstag “Souffleur” in Den Haag für seinen Parteifreund Thierry Baudet (früher immerhin mal Haarlemer Jugend-Schachmeister) in einem Schaukampf gegen den auf sich alleine gestellten Vishy Anand. Loek und andere spielen wohl am Wochenende in der deutschen Bundesliga. Fünf Teilnehmer des Tata Steel Masters fahren schon vor dem letzten Bundesliga-Wochenende nach Berlin – Kandidatenturnier! Kurz davor spielen jedenfalls Kramnik und Mamedyarov noch beim Tal Memorial in Moskau, dieses Jahr Schnellschach.

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