Gibraltar-Nachlese

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Das kommt sehr spät … aus zwei Gründen bringe ich es noch: 1) Ich hatte es versprochen und das Material bereits gesichtet. 2) Ich bekam noch das “traditionelle” Statement von Grigoriy Oparin zu seinem Turnier, und das ergänzt auch den Beitrag von Thomas Marschner zu Batsiashvilis (nun definitivem) GM-Titel.

Aber das kommt später – im Artikel vor allem Bilder. Zur Erinnerung: Levon Aronian hatte das Turnier nach Stichkampf gewonnen, Pia Cramling bekam (verdient/nachvollziehbar nach Wertung) den ersten Damenpreis. Auf dem Titelfoto zwischen ihnen James Humphreys, CEO des Sponsors Tradewise Insurance. Weitere Fotos von der Abschlussfeier – bei Redaktionsschluss des Turnierberichts noch nicht verfügbar – später.

Fotografiert haben, da und zuvor – im Turniersaal und auch anderswo – wieder Sophie Triay und John Saunders (steht jeweils auf dem Foto), ab Turnierseite auf Flickr gefunden. Ich beginne mit “anderswo” – ein paar Gibraltar-Fotos:

Josefine Heinemann ist körperlich grösser, Valentina Gunina dagegen international wohl bekannter – das gilt auch für das nächste Paar Kosteniuk mit Ehemann Tregubov. Tuvshintugs und Sukandar hatten wohl mit die weiteste Anreise aus der Mongolei bzw. Indonesien. Was Gruppenbilder betrifft: die Affen müssen noch üben, wie man sich dafür richtig aufstellt – die Tata Steel Grossmeister hatten es beim Ausflug nach Hilversum auch nicht auf Anhieb hinbekommen.

Nun Spieler(innen)fotos:

Den Vornamen nenne ich nur, wenn sonst eventuell Verwechslungsgefahr bestünde (das Pendant jeweils in der nächsten Galerie im Querformat). Bei Anna und Mariya Muzychuk ist diese latent vorhanden, bei Elisabeth und Thomas Paehtz aufgrund u.a. Altersunterschied nicht. Wenn ich mich richtig erinnere, war Ticia Gara früher mal dunkelhaarig wie ihre Schwester Anita (ergrauen kann man oder frau auf natürliche Weise, erblonden nicht) und auf anderen Fotos hat auch sie Locken.

Der Franzose GM Jules Moussard ist wohl, mit Ticia Gara, der unbekannteste in dieser Galerie – er hatte ein durchaus starkes Turnier, jedenfalls bis Runde 7: zu diesem Zeitpunkt 5.5/7, am Ende 5.5/10 (Niederlagen gegen Landsmann und Galerie-Nachbar MVL sowie Adams wohl einkalkuliert, gegen Kollars zum Schluss eher nicht.

Nun erst Grigoriy Oparin zu seinem Turnier:

Hallo Thomas,

Ja, ich bin mit meinem Endergebnis in Gibraltar zufrieden (happy), vor allem nach einigen sehr schlechten Turnieren letztes Jahr. Ich denke auch, dass die Qualität meiner Partien recht hoch war.

Die einzige enttäuschende Partie war gegen Batsiashvili, mein Gefühl ist dass ich einen grossen psychologischen Fehler machte. Ich dachte, dass ich gewinnen muss und jedes andere Ergebnis einfach schlecht ist (Du kannst den Einfluss dieser Einstellung auf die Eröffnung – Holländisch – und einige spätere Entscheidungen erkennen). Und dieser Schuss ging definitiv nach hinten los.

Ich mag auch nicht, wie ich das Turnier beendet habe: zwei Remisen ohne Kampf mit Weiss und der verpasste Sieg gegen Navara. Zur Partie gegen Aronian: Ich hatte einfach nicht mit Berlin gerechnet (und 4 Stunden lang “Marshall stuff” vorbereitet), daher entschied ich mich für eine remisliche Variante. Es wäre die richtige Entscheidung, wenn ich meine Chancen in der nächsten Partie genutzt hätte. Aber im 40. Zug habe ich fast meinen gesamten Vorteil weggeworfen (40.-Te2 war mehr oder weniger leicht gewonnen). Und die letzte Partie … ich war wirklich müde und konnte keine Mittel finden, auf Gewinn zu spielen (ich spielte eine ziemlich trickreiche Variante aber fand dann nicht die beste Fortsetzung). [Gegner Gelfand dazu: Was sollte ich machen, Oparin war eben solide. Und auch er ärgerte sich über verpasste Chancen tags zuvor gegen Gupta]

Insgesamt ist dieses Turnier Grund für Optimismus 🙂

Best wishes, Grigoriy

Generell kommentiere ich derlei eher nicht, aber zur Partie gegen Batsiashvili: Da Oparin generell offen, ehrlich und selbstkritisch wirkt, war es wohl nicht Rechtfertigung oder Ausrede. Unklar nur, ob er unbedingt gewinnen wollte da er etwa 100 Elopunkte mehr hat oder weil er gegen eine Frau spielte. Da habe ich nicht nachgefragt, vielleicht weiss er es selber auch nicht so genau.

Einige habe ich insgesamt doppelt, Familie Bellon Cramling hier voneinander getrennt – später vereinigt. Zu einigen nicht so bekannten Namen: der Inder Das Debashis hatte ein abwechslungsreiches und insgesamt gutes Turnier – zwei Siege, sechs Remisen und nochmals zwei Siege, ab Runde 2 durchgehend mindestens 78 Punkte bessere Gegner (einer war knapp 250 Punkte besser, und gegen Navara gewann er). Kenny Solomon hatte auch eine weite Anreise aus Südafrika. Der Spanier David Larino Nieto hatte keine weite Anreise – in der Bildergalerie taucht er auf, da ein anderer Spieler (Name habe ich nicht parat) meinte “einer sieht aus wie Korobov [der ja in Wijk aan Zee spielte] und spielt wie Korobov”.

Zwei bereits genannte Namen fehlen in den Galerien, da sie diesmal jeweils ihre eigene bekommen – Lady first:

Oft lachend, aber auch mal konzentriert und vielleicht skeptisch dreinblickend. Einer im Hintergrund bereits auf einem Foto, nun auch noch mehrfach im Vordergrund:

Er hatte mehrere Krawatten eingepackt, nimmt ja nicht viel Platz ein im Reisegepäck. Freizeitkleidung hatte er auch dabei.

Nun noch ein paar ‘wahllos’ ausgewählte Partien – “turnierrelevante” hatte ich ja schon im anderen Bericht:

Gut, nicht ganz wahllos – Schwerpunkte deutsche Teilnehmer(innen) und “Kontraste” – wobei es neben jung gegen alt (jedenfalls vergleichsweise ist Kosteniuk auch jung) auch jung gegen jung und alt gegen alt gab. Kann jemand mir (und Chessbase, das sie auch mal verwechselte) sagen, wie man Anna und Mariya Muzychuk voneinander unterscheiden kann?

Die letzte Galerie von der Abschlussfeier:

Ivanchuk bekommt sonst oft seine eigene Galerie, diesmal immerhin seine eigene Reihe in dieser – Nakamura habe ich dagegen über mehrere Reihen verteilt. Emil Sutovsky vergab die ACP-Spezialpreise. Und das war’s nun endgültig aus/über Gibraltar!

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