Vorletzte Runde der Frauenbundesliga: Hamburg fordert Baden-Baden

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Nur 3 Wochen nach der letzten Doppelrunde steht am kommenden Wochenende die vorletzte Doppelrunde der Frauenbundesliga auf dem Programm. Tabellenführer Schwäbisch Hall spielt zu Hause gegen Rodewisch und Leipzig, Titelfavorit Baden-Baden empfängt zum Spitzenspiel den Tabellendritten Hamburg. Diesmal sollten die Spitzenmannschaften weniger Aufstellungsprobleme als am letzten Spieltag haben, da zeitgleich keine größeren Turniere stattfinden. Im Abstiegskampf liegt der Fokus auf den Begegnungen in Hofheim, dort trifft der Aufsteiger auf Lehrte und Erfurt.

Hier die Informationen zu den Begegnungen an den einzelnen Spielorten:

Spielort Schwäbisch Hall

Anastasia Bodnaruk (Schachmiezen Rodewisch)

In Schwäbisch Hall treffen die Gastgeberinnen gemeinsam mit Deizisau auf Rodewisch und Leipzig. Rodewisch ist so eine Art Angstgegner für Schwäbisch Hall, die letzte Niederlage kassierte der Meister vor 1,5 Jahren zum Auftakt der Saison 2015/16 gleich mit 1-5 gegen die Schachmiezen. Letzte Saison gab es gegen nur 5 Schachmiezen ein mühsames 4-2. Rodewisch steht punktgleich mit Deizisau im Niemandsland der Tabelle, für beide geht es nur noch darum, in der Tabelle noch möglichst weit nach vorne zu kommen, weder mit den Podiumsplätzen noch mit dem Abstieg hat man noch etwas zu tun. Für die Rodewischer Topspielerin Anastasia Bodnaruk ist Schwäbisch Hall so etwas wie ein Lieblingsgegner, alle 3 bisherigen Partien gegen den amtierenden Meister konnte sie an Brett 1 für sich entscheiden. Das wollen die Hallerinnen natürlich ändern.

Karina Ambartsumova machte in der Vorsaison den Siegpunkt für Schwäbisch Hall gegen Rodewisch

Für Leipzig wird es nach der Niederlage gegen Hofheim ganz schwer mit dem Klassenerhalt. Wenn man nicht auf Schützenhilfe von den anderen Spielorten angewiesen sein möchte, muss eine Überraschung gegen Deizisau oder Schwäbisch Hall her, das wird aber schwer.
Überschattet ist das erste Heimspiel des Meisters in dieser Saison von den unvermindert andauernden Streitigkeiten im Verein zwischen dem Vorstand und der Teamleitung der Damenmannschaft, der immer weiter eskaliert. Inzwischen kam es zu Vereinsausschlüssen von Teilen der Mannschaftsleitung der Damen. Diese werden vermutlich demnächst eine außerordentliche Mitgliederversammlung des Vereins beschäftigen, da im Rahmen der Ausschlussverfahren durch den Vorstand um den Vorsitzenden Michael Riedel und seinen Vertreter Harald Barg eindeutig gegen die Vereinssatzung verstoßen wurde. Selbst Strafanzeigen von Seiten der Teamleitung der Damenmannschaft gegen obengenannte Personen aufgrund übler Nachrede stehen im Raum, die Vorwürfe gehen inzwischen weit ins Persönliche. Eine weitere Teilnahme der Schwäbisch Haller Damen am Spielbetrieb der Frauenbundesliga unter dem Dach des SK Schwäbisch Halls erscheint aktuell kaum noch vorstellbar.

Aus Schwäbisch Hall ist eine Liveübertragung der Partien geplant, der Link wird noch auf der Seite des Autors www.thomas-marschner.de bekanntgegeben, außerdem werden die Partien voraussichtlich bei www.chess24.de zu finden sein.

Spielort Baden-Baden

Im Fokus steht hier das Spitzenspiel zwischen Baden-Baden und Hamburg am Sonntag. Letzte Saison konnte Hamburg Baden-Baden mit einem 3-3 einen überraschenden Punkt abnehmen, der letztendlich den Weg zum Meistertitel für Schwäbisch Hall ebnete. Baden-Baden muss auf Kapitän Thilo Gubler verzichten, der aktuell im Thailand-Urlaub weilt, ansonsten ist aber von einer schlagkräftigen Mannschaft auszugehen – wie gesagt, es finden parallel kaum hochkarätige Turniere statt.

Ebenfalls am Sonntag steigt das Abstiegsduell zwischen Karlsruhe und Kiel. Für Kiel ist es die letzte Chance, dem Abstieg noch zu entgehen, für Karlsruhe würde ein Sieg vermutlich den Klassenerhalt bedeuten. Am Samstag sind die Favoritenrollen klar verteilt, für Kiel gegen Baden-Baden und Karlsruhe gegen Hamburg geht es vermutlich nur um den einen oder anderen Brettpunkt. Aus Baden-Baden ist ebenfalls eine Liveübertragung der Partien geplant, für den Link am besten auf der Homepage der OSG www.zugzwang.de oder ebenfalls bei www.chess24.de vorbeisurfen.

Spielort Hofheim

Hier steht der Abstiegskampf im Mittelpunkt, wenn Hofheim auf Lehrte und Erfurt trifft. Die Gastgeberinnen hoffen auf weitere Punkte für den Klassenerhalt, nachdem aus Leipzig 3 Punkte und ein Nichtabstiegsplatz mitgebracht wurden. Lehrte könnte mit einem Sieg gegen Hofheim letzte theoretische Zweifel am Klassenerhalt beseitigen. Für Hofheims Reisepartner Bad Königshofen zählen im Kampf um eine Platzierung unter den ersten Drei der Tabelle nur zwei Siege.

Hier die Begegnungen im Überblick (alles wie immer zu finden unter http://nsv-online.de/ligen/fbl-1718/):

8. Runde Samstag, 17.2.2018 14:00

Spielort Schwäbisch Hall
SK Schwäbisch Hall – Rodewischer SM
SF Deizisau – SV Allianz Leipzig

Spielort Baden-Baden
OSG Baden-Baden – Doppelbauer Kiel
Karlsruher SF – Hamburger SK

Spielort Hofheim
SV Hofheim – SK Lehrte
SC Bad Königshofen – SV Medizin Erfurt

9. Runde Sonntag, 18.2.2018 9:00

Spielort Schwäbisch Hall
SV Allianz Leipzig – SK Schwäbisch Hall
Rodewischer SM – SF Deizisau

Spielort Baden-Baden
Hamburger SK – OSG Baden-Baden
Doppelbauer Kiel – Karlsruher SF

Spielort Hofheim
SV Medizin Erfurt – SV Hofheim
SK Lehrte – SC Bad Königshofen

Und hier noch die aktuelle Tabelle:

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One thought on “Vorletzte Runde der Frauenbundesliga: Hamburg fordert Baden-Baden

  1. Der momentane Zustand beim SK Schwäbisch Hall kann man nicht verstehen! Die Frauen auf Platz 1 und die Herren im vorderen Mittelfeld. Warum diese Streitigkeiten im Verein? Neid? Macht ? Geldprobleme bei den Nebenkosten dem Herrenteam ? Nun liegt ein klarer Satzungsverstoß des Vorstandes vor. Dr. Thomas Marschner wurde einfach beim württembergischen Verband abgemeldet. Obwohl ein Einspruch gegen seinen Ausschluß vorliegt. Solange ruhen seine Rechte als Mitglied im Verein bis zur nächsten Mitgliederversammlung. Dann entscheiden die Mitglieder des Vereines SK Schwäbisch Hall. Auch das Einwirken des württembergischen Präsidenten Armin Winkler brachte keinen Erfolg. Es wurde schlichtweg ignoriert. Das Verhalten des Vorstandes ist ein Skandal. Gleichzeitig werden Verleumdungen gegenüber den Betreuer des Frauenteams in den Raum gestellt, die nicht den Tatsachen entsprechen. Hier liegen klare Verleumdungen vor. Nicht ein Wort von dem Vorstand über das sehr gute Abschneiden des Frauenteams. Der Erfolg des Teams und des Betreuerstabes wird einfach schweigend ignoriert. Die Zukunft eines Erfolgsmodell liegt in einem großen Fragezeichen!

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