Keymers Weg zum Sieg beim Grenke Chess Open

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Viel wurde darüber bereits geschrieben, auch international, was kann ich noch hinzufügen? Wie immer meine eigenen Eindrücke, wobei ich es diesmal im Nachhinein rekonstruieren muss – über Ostern war ich auf Familienbesuch und nur sporadisch im Internet. Mein Gesamteindruck: Keymer hat durchaus davon profitiert, daß einige großmeisterliche Gegner ihn zwar vielleicht nicht unterschätzt hatten, aber doch unbedingt gegen ihn gewinnen wollten – und der Schuss ging mehrfach nach hinten los. Das soll seinen Erfolg keinesfalls “relativieren”, nur erklären. Generell habe ich eben oft den Ansatz “Spieler X hat gewonnen, warum eigentlich?”. Zweites Leitmotiv: jedenfalls zweimal hat er seine Gegner vielleicht mit seltenen und nicht unbedingt prinzipiellen Zügen in der Eröffnung verwirrt.

Zu einem Turnierbericht gehört der Endstand: IM Keymer 8/9, GMs Korobov, Gordievsky, Shirov 7.5/9, usw. – hier höre ich bereits auf, da satte zweiundzwanzig Spieler 7/9 hatten, bei oft auch minimalen Buchholz-Unterschieden. Das passiert bei einem Mega-Turnier mit 787 Teilnehmern. Auf einige Spieler werde ich noch kurz eingehen – andere mit individuellen Erfolgserlebnissen wie Titelnormen, Favoriten die diese Rolle nicht bestätigen konnten.

Alle Fotos von Georgios Souleidis via Turnierseite, Titelfoto: wo GRENKE drauf steht ist in diesem Fall Keymer drin.

Keymers drei “Pflichtsiege” gegen nominell unterlegene Gegner ausserhalb der Liveübertragung, daher nur zu den sechs anderen Partien:

Keymer-Korobov 1/2: Anton Korobov machte in Runde 3 den oben angedeuteten Fehler nicht, Keymer nach dem Turnier zu diesem ungefährdeten Remis “es lag an seiner Eröffnung, und an meiner Eröffnung”. Nach 1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sf3 d5 4.Sf3 dxc4 ist 5.e3 zwar auch auf hohem Niveau durchaus üblich, aber bei weitem nicht so prinzipiell wie 5.e4. Nächster Moment war 11.dxc5, und danach verflachte die Partie schnell. Hier hatte eventuell der recht klare Elofavorit auch mit Schwarz eine “Bringschuld”?

Karsay-Keymer 0-1 ist nicht überliefert – der Weisspieler mit Elo 2148 hatte zuvor positiv überrascht: Sieg in Runde 1 gegen einen patzenden Kasimdzhanov, noch ein Sieg gegen Elo 2323 und Remis gegen Elo 2408. Keymer kannte ihn dabei: Karsay spielt für SK Gau-Algesheim, wie auch Keymer bevor er zum höherklassigen Deizisau wechselte. Für Pascal Karsay lief danach nicht mehr allzu viel, nach Niederlage in Runde 8 gegen einen Franzosen mit Elo 1871 verzichtete er gar auf die neunte und letzte Runde.

Riff-Keymer 1/2: Gegen den französischen GM kann man Keymer nicht vorwerfen, daß er zögerlich spielte – der Kan-Sizilianer (1.e4 c5 2.Sf3 e6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 a6) hat einen etwas dubiosen Ruf, ist dabei Teil seines Repertoires. Von Weiß war 5.Le2 und vor allem 8.Dd3 nicht allzu prinzipiell, danach verflachte es schnell – diesmal hatte Keymer ja nicht nur 100 Elopunkte weniger, sondern auch Schwarz. Noch zeichnete sich der ganz große Wurf nicht ab, aber insgesamt sollte er gegen GMs 4/5 erzielen, es fehlen also noch Siege.

Keymer-Valsecchi 1-0 – der Italiener ist zwar kein GM, aber immerhin IM mit Elo 2510. 7.Sf3 war selten, auch wenn bereits bekannte Namen wie Svidler, Aronian, Harikrishna und Gelfand so tief analysierte Varianten vermieden. Engines würden kurz danach ein weisses Bauernopfer akzeptieren, der Mensch Valsecchi verzichtete. Dann hatte er kein glückliches Händchen mit seinem Lc8: 20.-Lb7?! 21.d5! exd5?! (Engines empfehlen hier 21.-Lc8) 22.Txd5 Lc8 (nun doch) 23.Dd3! Lb4 (auch der andere schwarze Läufer auf Abwegen) – Weiß hatte mit seinen Schwerfiguren das “leere” Zentrum besetzt und Oberwasser. Zunächst konnte Schwarz dann Qualitätsverlust vermeiden, später nicht mehr. Ganz “engine-sauber” war Keymers Vortrag zwar nicht, aber dennoch eine starke Partie.

Buhmann-Keymer 0-1 war, auch aus Keymers eigener Sicht, etwas glücklich. In einem Katalanen erreichte Weiß nichts – 20.Lxg7 war dann (sagen Engines) der beste Zug mit Idee Dauerschach. Buhmann wollte mehr und übersah dabei die Verteidigung 24.-Ld3! – Keymer: “er hatte einen Blackout”.

Vor dem letzten Tag brauchte Keymer nun noch einen halben Punkt für eine GM-Norm, aber es wurde 2/2 und der alleinige Turniersieg!

Keymer-Papp 1-0 – dieses Foto zeigt auch die Situation vor Ort in Karlsruhe: Spitzenbretter des Opens auf der Bühne zusammen mit Weltklassespielern, der Rest im Saal mit weniger Platz. Es war ein g3-Königsinder, im siebten Zug rochierten bisher fast alle mit Weiß (u.a. aber nicht nur Vachier-Lagrave und Aronian, die ebenfalls auf der Bühne spielten). Keymer spielte 7.Lf4!? – damit kopierte er einen gewissen Vincent Keymer. Für Gabor Papp kam es offenbar nicht überraschend – ohne zu zögern kam das Bauernopfer 7.-e5!? (neu und für Engines spielbar). Wann genau Schwarz die Kompensation abhanden kam ist nicht ganz klar – nach und nach standen die weissen Figuren einfach besser als die schwarzen, und das war auch ohne Damen auf dem Brett partieentscheidend.

Daraus entstand das taktische Motiv 26.Sxb7! Txb7 27.Lxc6! Lxc6 28.Txd8 – Schwarz hatte nun zwar Läuferpaar gegen Turm, aber Weiß hatte auch Freibauern am Damenflügel. Letztlich wurde daraus eine weisse Mehrqualität – von der Entstehung her anders als zuvor Keymers Sieg gegen Valsecchi, aber doch etwas vergleichbar.

Nun kurz zur Turniersituation: vor der achten Runde hatten satte elf Spieler 6/7, neben Keymer gewannen auch Korobov (gegen Hagen Poetsch) und Shirov (gegen Jules Moussard). Zwei Partien endeten Remis – am Spitzenbrett Bindrich-Rapport nach sechs Zügen dieselbe Stellung wie bei Keymer-Papp, aber statt 7.0-0 oder 7.Lf4 oder einen anderen Zug zu spielen akzeptierte Bindrich das gegnerische Remisangebot!? Rapport dachte vielleicht “in der letzten Runde habe ich wieder Weiß, dann greife ich an”. Der neben Moussard andere Franzose Maxime Lagarde wurde heruntergelost und verlor gegen Andreikin. Am nächsten Brett erzielte Frankreich logische 1/2 durch Bacrot-Riff 1-0, aber beide hatten zuvor einen halben Punkt weniger als die glorreichen elf.

Nach der achten Runde hatten demnach drei Spieler 7/8: Shirov, Korobov und … Keymer. In der Schlussrunde stand bei Shirov-Korobov das Brett in Najdorf-sizilianischen Flammen, die nach 17 Zügen erlöschten – Remis. Damit für beide der miteinander und eventuell mit Rapport geteilte Turniersieg, oder?

Es kam anders: Rapport-Keymer 0-1! Da stand das Brett zunächst nicht in Flammen, ein gepflegtes orthodoxes Damengambit. Aber dann wollte Rapport es wissen, wobei Keymer das gegnerische Figurenopfer erlaubte, provozierte und mehr oder weniger erzwang. Für Engines war es korrekt – im Remissinne, aber dann muss man als Weisser Engine-korrekt spielen. In der Partie triumphierte die Verteidigung nebst später (43.-Lxh3!) Gegenangriff. Keymers König war zuvor über das halbe Brett gewandert und stand nun auf a8 sicher – im Gegensatz zum weissen Monarchen auf h1, der nun auch wandern musste. Über diese Partie wurde anderswo sehr viel geschrieben, daher von mir nur diese recht kurze und knappe Zusammenfassung.

Und das hatte Keymer davon … während Rapport so gar kein Preisgeld bekam. Kurz vor Partieende versuchte er offenbar noch die Notbremse Remisangebot, aber Keymer dachte “wenn er Remis anbietet, stimmt etwas nicht (mit seiner Stellung)”.

Die anderen 2700er Andreikin, Wang Hao und Bacrot landeten mit 7/9 auf dem geteilten 5.-26. Platz und bekamen immerhin noch etwas Preisgeld (16 Geldpreise, bei Punktgleichheit nach Hort-System verteilt), alle hatten ein Remis zu viel gegen nominell oft klar unterlegene Gegner. Noch schlechter erging es den an fünf und sechs gesetzten Kasimdzhanov und van Wely. van Wely hatte nur vier Siege (immerhin einer gegen Rapport – aber nicht Richard sondern Ehefrau Jovana) und fünf Remisen, das war Platz 42. Kasimdzhanov verlor zu Beginn gegen Pascal Karsay und am Ende gegen Christopher Noe – Noe (Elo 2494) war dabei sein nominell stärkster Gegner im gesamten Turnier.

Zwischendurch ein Blick in den Turniersaal und ein Hinweis darauf, wer im kleineren Turnier ohne Doppelrunden mitspielte (zum Grenke Classic, inzwischen nach Baden-Baden umgezogen, später ein eigener Bericht).

Und nun zu Spielern, die GM-Normen erzielten, warum eigentlich? Christopher Noe hatte neben dem bereits erwähnten Sieg gegen Kasimdzhanov auch ein ungefährdetes Schwarzremis gegen Wang Hao und ein “Plusremis” (da war mehr drin) mit Weiß gegen van Wely. Hagen Poetsch in den vier letzten Runden 2/4 gegen GMs (Remis gegen Bernadskiy und Fridman, Sieg gegen Banusz, Niederlage gegen Korobov). Robby Kevlishvili zwar nur 1.5/4 gegen GMs, aber perfekte 5/5 gegen Nicht-GMs. Der Pole Mikolaj Tomczak remisierte fünfmal gegen GMs und gewann seine vier anderen Partien, sein Landsmann Grzegorz Nasuta wie Kevlishvili 1.5/4 gegen GMs und 5/5 gegen andere. Christopher Noe hat nun auch (jedenfalls live) Elo 2500+, Poetsch hatte das bereits mal, Kevlishvili ist mit 2496 nahe dran.

Nochmals zu Keymer: Überall wurde erwähnt (auch von Leko selbst, der das Grenke Classic kommentierte), daß er seit einiger Zeit von Peter Leko trainiert wird. Aus dem Keymer-Interview von Georgios Souleidis hatte ich bereits zitiert, er fragte Keymer auch “da war doch noch ein Trainer?”. Keymer: “Ja, Sergei Ovsejevitsch aus meinem Heimatverein Gau-Algesheim”. Souleidis meinte Jussupow, und das hat Keymer “zur Kenntnis genommen” bzw. nicht kommentiert. In einem Interview im November 2017 sagte Keymer “Ich habe jetzt etwas über ein Jahr lang mit Artur Jussupow trainiert. Er hat mich auch bei vielen Turnieren unterstützt und mir bei den Partievorbereitungen geholfen, unter anderem in Apolda, als ich meine dritte IM-Norm gespielt habe. Wir haben dann aber nach einiger Zeit festgestellt, dass wir doch sehr unterschiedlich an Schach herangehen und deswegen vor Kurzem das gemeinsame Training beendet.” Damals also durchaus auch Anerkennung für Jussupow, aber dann stimmte die Chemie offenbar nicht (mehr) – das ist dann eben so.

Leko war voll des Lobes über Keymer, u.a. “I have seen that he has this very special something which you cannot learn, whether you have it or not, a feeling for the small nuances, and it comes so natural for him… It was not just about tactics, because he can do fantastic tactics, he’s very good at calculating everything, but what really most impressed me is this feeling for all the small nuances which usually is there when you are a world class player. So it’s a pure pleasure working with him.” [Er hat das spezielle gewisse Etwas, das man nicht lernen kann, man hat es oder nicht, ein Gefühl für kleine Nuancen, für ihn so natürlich… Nicht nur Taktik, er kann sehr gut rechnen, aber am beeindruckendsten ist für mich das Gefühl für Nuancen, das normalerweise nur Weltklassespieler haben. Es ist eine reine Freude, mit ihm zu arbeiten.]

Wie geht es weiter für Vincent Keymer? Das wird die Zukunft zeigen. Ein auch nur annähernd vergleichbares Ergebnis “demnächst” ist wohl zu viel verlangt – auch Caruana konnte sein Superergebnis vom Sinquefield Cup 2014 nicht ansatzweise wiederholen. Keymer hat sich mit diesem Turniersieg auch für Grenke Classic 2019 qualifiziert, ist sich aber (noch) nicht sicher, ob er die Einladung annehmen wird.

 

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3 thoughts on “Keymers Weg zum Sieg beim Grenke Chess Open

  1. Das von Schachfreund Schramm gezeichnete Bild – Kinder werden verheizt und ihrer Kindheit beraubt – mag in einigen Fällen zutreffen. Bei Vincent Keymer aber jedenfalls laut verlinktem Interview eher nicht. Er hat durchaus andere Interessen ausser Schach – andere (körperliche) Sportarten Handball und Leichtathletik sowie Klavier spielen (Eltern sind ja beide Musiker). Nur für Faulenzen (neudeutsch “chillen”), Fernsehen, … bleibt vielleicht keine Zeit, aber wenn er das Bedürfnis nicht hat…. . Er spielt auch nicht ständig Schach: immer mal wieder Monate ohne Turniere, Turniere eher ohne weite Anreise (am weitesten weg wohl Gibraltar) – teilweise wird dann kritisiert, daß er schachlich stagniert oder nur langsam Fortschritte macht.
    Fragezeichen setze ich eher beim viel (medien-)präsenteren Praggnanandhaa: Turniere nonstop, weltweit, oft zwei pro Monat (zuletzt im März Aeroflot UND Reykjavik Open). Der Hype um (hat sich inzwischen erledigt) vielleicht jüngster GM aller Zeiten spielt da vielleicht eine Rolle, wobei viele “einen Beitrag leisten wollten”, z.B. bekam er Einladungen zu Normturnieren in Australien und den USA. Da ist dann eher keine Zeit für “Kindheit” oder auch normale Schulausbildung?
    Der erwähnte Österreicher ist offenbar Leopold Franziskus Wagner – Jahrgang 2006, Elo derzeit 2198, seit 7/2014 schachlich offiziell Deutscher (spielt aber nach wie vor viel in Österreich), deutscher Verein Mülheim-Nord (ausserdem spielt er auch für Voerendaal, grenznahe Provinz Limburg in den Niederlanden), weitere Hintergründe kenne ich nicht.

  2. Beim Schach machen das alle talentierte/gute Kinder wo ich kenne freiwillig, die haben Spaß dran sonst ist sowas gar nicht möglich. Mag sein das es da Ausnahmen gibt.
    Und natürlich spielen die bei „erwachsenen“ Turniere mit wenn sie die gleich Leistung haben.
    Ich fahr mit meinem auch nur zu den Meisterschaften wo er gegen gleich alte spielt. Er hat 17xx DWZ ist 12 Jahre , Jugendturnier gehen meist nur bis 1000 DWZ, und das macht auch Sinn.
    3Stunden/ Tag ist leicht übertrieben aber 10-15 Stunden die Woche kommen schon zusammen. Und das alles freiwillig, macht er von selber.
    Freude, spielen usw geht trotzdem. Er trainiert meistens wenn normal Fernsehzeit ist. Sein Bruder schaut fern er trainiert lieber.

  3. Kinder und Leistungssport: Zustände wie beim Turnen oder Eiskunstlaufen jetzt auch beim Schach?

    Seit vielen Jahren gibt es immer wieder Schreckensmeldungen, wie in manchen Sportarten Kinder verheizt werden. Statt Freunde zu haben, zu spielen, Kindheit erleben, gibt es nur noch Training, Training, Wettkampf und noch mehr Training. Und die überehrgeizigen Eltern und Funktionäre kriegen nicht genug davon. Schließlich schmücken Sie sich gerne mit den Lorbeeren.
    Ist es beim Schach jetzt auch schon soweit? Die Berichte über Wunder(?)kinder häufig sich jedenfalls seit einiger Zeit.
    Das vielleicht erschreckendste Beispiel, von dem ich bis jetzt gehört habe (ohne Anspruch auf Vollständigkeit, habe alles aus zweiter Hand): es gibt ein Kind aus Österreich, 8 oder 9 Jahre alt. Der Knirps hat ca. Elo 2000 und u. a. bei einer Jugendweltmeisterschaft teilgenommen. In Österreich spielt er regelmäßig in einer Senioren(!)mannschaft und bei div. Senioren-Turnieren. Und in Deutschland hat ihn ein Bundesliga-Verein aus NRW engagiert, damit er in der hiesigen Profi-Liga spielt. Zuletzt wurde er am 8.Brett gegen Baden-Baden aufgestellt, gegen A.Naiditsch. Natürlich mit einem Riesen-Medienrummel verbunden. Auch in einer 3.Mannschaft sollte/durfte/musste er schon Punkte holen für den Verein. Natürlich spricht keiner von finanziellen Dingen, mit welchem Honorar der Knirps entlohnt wird. Begründet wird das Ganze damit, dass er in seiner Altersklasse keine adäquaten Gegner hätte und deswegen zu Trainingszwecken häufig gegen Erwachsene spielen solle.
    Der österreichische Knirps soll auch keine Ausnahme sein. Sondern Funktionäre und Trainer würden immer häufiger dazu übergehen, Kinder in Erwachsenen-Mannschaften und Turnieren einzusetzen. So hätten u.a. kürzlich zwei 13-jährige mit ca. Dwz 1900 bei der Nrw-Seniorenmeisterschaft mit gespielt.
    Speziell was die Kinder anbelangt (unter 10 jährige): was soll dieser ganze Wahnsinn? Hat es noch nicht genug Kinder wie Gata Kamsky gegeben, denen von überehrgeizigen Eltern und Funktionären die Kindheit geraubt wurde? Statt mit Freunden zu spielen wird nur noch professionell Schach trainiert?! Anstelle mit Kumpels zu lachen oder zu plaudern, gibt es jeden Tag drei Stunden Skype mit dem Trainer? Leistungssport extrem statt Kindheit? Und die Selbige wird geopfert, damit der Kleine im späteren Leben mal Großmeister wird? Oder vielleicht mit Ach und Krach vom Schach leben kann? Oder am Ende eine Medaille gewinnt oder Weltmeister wird? Damit dann Funktionäre und Journalisten sagen können: WIR haben Gold gewonnen, WIR haben einen Weltmeister??? Das Problem dabei ist nur, dass am Ende nicht die WIR-Sager und Schulterklopfer Ihre Kindheit opfern müssen und möglicherweise Schaden nehmen!

    Mich würde mal interessieren, was Kinderschutzbund, Jugendämter und Kinder-Psychologen zu dieser Entwicklung sagen!

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