Diego Flores Dubai-Sieger, Drama für Ganguly

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Das Dubai-Open wurde kaum registriert – sei es wegen der Terminüberschneidung mit Grenke Chess, sei es weil es zwar international und recht stark, dabei aber kaum westeuropäisch besetzt war. “Stark” bedeutet, dass immerhin zwei Spieler vor dem Turnier Elo 2700 oder mehr hatten, und 19 weitere Elo 2600+.

Gewonnen hat am Ende der nach Papierform Letzte dieser 21, nachdem zuvor die Nummer 10 der Setzliste bis Runde 7 von 9 vielleicht “das Turnier seines Lebens” spielte. Beide sind im Titel bereits erwähnt, nun der Endstand – diese und andere Namen, alle Großmeister (IMs die einen Schritt Richtung nächster Schachtitel machten werden später erwähnt): Flores 7.5/9, Iturrizaga, Sethuraman, Adly 7, Ganguly, Jones, Kryvoruchko, Kovalev, Safarli, Can, Efimenko 6.5, usw. .

Ich kritisierte in der Vergangenheit, dass in Dubai bei Punktgleichheit Preisgeld strikt nach Buchholz vergeben wird – kleine und nicht immer “nachvollziehbare” Unterschiede in dieser Wertung bedeuteten vierstellige finanzielle Unterschiede. Davon hatte Gawain Jones gleich zweimal profitiert, diesmal landete er nicht ganz vorne und am Ende gab es ein mit Schweizer System immer mögliches Szenario – ein total erfolgreiches “Schweizer Gambit”. Neun von elf bereits genannten Spielern hatten eine (leicht bis deutlich) bessere Buchholz-Wertung als der Turniersieger, zwei hatten auch (bei einem halben Punkt weniger) eine bessere TPR, aber erster “Tiebreaker” sind eben Brettpunkte. Völlig unverdient ist es auch nicht, da Diego Flores in den letzten vier Runden 3.5/4 gegen Elo 2600+ brauchte – etwas Losglück dabei wieder, dass er in diesen entscheidenden Runden dreimal Weiß bekam.

Fotoangebot des Dubai Chess & Culture Club auf Facebook etwas mager bzw. offenbar nur aus den ersten Runden im Turnier – da spielte Diego Flores noch keine Hauptrolle, und ich habe ihn nicht entdeckt. Daher als Titelfoto ein “atmosphärischer” Eindruck: Elofavorit Kryvoruchko in Schwarz gekleidet, andere machten es weiß oder bunt. Turnierseite ist die allgemeine Seite dieses Clubs, mit nur versteckt Infos zu diesem Turnier, das nach wie vor als “Upcoming event” bezeichnet wird. Alles auch nicht allzu reporterfreundlich – aber Partien sind verfügbar und damit kann ich das Turnier zusammenfassen, auch diesmal nicht Runde für Runde sondern Spieler für Spieler zu den ersten fünf.

Nur kurz zu einigen Zwischenständen: Nach vier Runden hatten nur noch Sethuraman und Iturrizaga 100%, dahinter vier Spieler mit 3.5/4, dann 37 mit 3/4 (u.a. Adly und mit recht schlechter Wertung Flores). In Runde 5 konnte Ganguly zur Spitze aufschliessen, nach Runde 6 führte er durch Sieg gegen Sethuraman alleine. Daraus wurde tags darauf ein voller Punkt Vorsprung – er schien “durch” aber verlor seine beiden letzten Partien.

Es wurde also dramatisch und dieser Bericht wird nun diagrammatisch, ich beginne mit dem letztendlichen Turniersieger: Diego Flores begann mit einem Remis gegen einen gewissen Ibrahim Sultan, der zwar im letzten Jahr erhebliche Elofortschritte machte aber dennoch nur 2141 im Angebot hat – einen IM-Titel bekam er als Sieger der arabischen Meisterschaft U18 anno 2015, damals 7/8 gegen Elo maximal 2018. Herr Sultan hatte ein auch für seine Verhältnisse insgesamt mässiges Turnier, Partien aus Runde 1 sind nicht überliefert da die Liveübertragung offenbar streikte. In Runde 3 noch ein Remis für Flores gegen den Inder gm Laxman (gm statt GM definiert als Elo <2500, Laxman hat 2441), und dann kam Flores von hinten – erst ab Runde 6 Gegner mit Elo 2600+ und die bereits erwähnten 3.5/4. Es begann mit

Flores-Yilmaz 1-0, da der Türke hier das falsche Feld für seinen König wählte: 41.-Ke6?? verlor, 41.-Kf6 oder 41.-Kg6 war dagegen remis. Was ist der Unterschied? Der schwarze König muss, zumindest potentiell, zu den weissen Bauern am Königsflügel laufen. Wenn Weiß das bei schwarzem König auf g5 (via f6 oder g6 ist natürlich egal) mit h2-h3 verhindert, hat Schwarz h6-h5-h4 was seinem König das Feld f4 erobert, das Weiß nun immer bewachen muss.

In der Partie wanderten beide Könige zum Damenflügel, und Weiß hatte zum Schluss ein Reservetempo: 41.-Ke6?? 42.Ke3 Kd6 43.Kd3 c5 44.b5 Kc7 45.Kc4 Kb6 (der nächste Königszug verliert, egal wer ihn spielen muss, also) 46.g4! (nur so!) 46.-g6 47.h4 h5 48.g5 1-0. Bauernendspiele sind trickreich, später ein (nicht nur) für GM-Verhältnisse ziemlich krasses Beispiel.

Flores-Maghsoodloo 1-0 – im höheren Sinne partieentscheidend der ungedeckte schwarze Läufer auf g4, aber nur weil der Iraner hier 28.-Txe5 spielte (28.-Lxe5 war OK, einige andere Züge auch). Nach 29.Ld4 (hatte Maghsoodloo das tatsächlich nicht auf der Rechnung?) scheitert 29.-Tb5 an 30.Txb5 cxb5 (nach dem Intermezzo 30.-Lxd4 31.Dxd4 hängt der Lg4 auch) 31.Lxg7 Kxg7 32.Dd4+ nebst 33.Dxg4 – also musste Schwarz eine Qualität geben. Weitere schwarze Entscheidungen beschleunigten das Ende, z.B. den Bauern auf a5 behalten und den auf f7 geben, vielleicht hatte er 33.Df7-a2 übersehen (Damen können auch diagonal und rückwärts ziehen). Direkt nach bzw. für ihn noch vor der Zeitkontrolle gab Schwarz auf, da nach 40.Te7 das weisse Duo Df7 und Te7 weiteres Material gewann. Hoppla, das stimmt so nicht – Zeitkontrolle in Dubai war 90 Minuten für die gesamte Partie mit 30 Sekunden Inkrement von Anfang an.

Vor der Schlussrunde lagen so die fünf Spieler vorne, die auch danach Platz eins bis fünf belegten – allerdings hatten zu diesem Zeitpunkt alle 6.5/8 und waren nach Wertung anders sortiert: vorne Ganguly und Iturrizaga (auch nach beiden Buchholz-Wertungen gleichauf!), dann Sethuraman, Flores und Adly. Keiner konnte sich darauf verlassen, dass Remis für den Turniersieg reicht. Dementsprechend ausgekämpft die Paarungen der letzten Runde – bei Iturrizaga-Adly war Remis dann unvermeidlich, und der heruntergeloste Sethuraman konnte gegen Jones einen Mehrbauern im Endspiel nicht verwerten (bei Türmen und ungleichfarbigen Läufern spielte er wohl auch eher “aus Prinzip” lange weiter).

Und Flores-Ganguly 0-1 1-0, zu dieser turbulenten Partie zunächst Worte und recht spät ein Diagramm. Schon im 14. Zug gab Flores mit 14.Txg4!? eine Qualität – für zunächst null Bauern, allerdings gewisse positionelle Kompensation. Ganguly gab dann Bauern und setzte auf Königsangriff, möglich u.a. da der gegnerische weissfeldrige Läufer nach 17.Lg2xb7 c6 18.La6 da fehlte. Nach dem lockernden 29.f4 (sofort 29.Dxa7 ging aus weisser Sicht) 29.-gxf3 e.p. hatte Ganguly konkrete Angriffschancen, aber direkt danach war 30.-Dh3 (30.-Th6!) ungenau und nun waren weisse Mehrbauern – nach 34.Txf3 (Grundreihentrick) drei – relevanter als die schwarze Mehrqualität, schwarze Angriffschancen dabei ohne potentiellen Sargnagel auf f3 dahin. Mehrfach verschmähte Ganguly dann den weissen e-Bauern, als dieser noch auf e3 stand, und das hatte er dann davon:

Nun droht konkret e8D, es folgte noch 55.-De4+ 56.Kf2! (natürlich nicht 56.Dxe4? Txe4 und Schwarz hat die Lage wieder unter Kontrolle) 56.-Df5+ 57.Df3 Dc2+ 58.Le2 1-0.

So war Flores Turniersieger, bei einem Remis auch in dieser Partie wäre es übrigens Iturrizaga. In der Abschlusstabelle waren seine Buchholz-Wertungen identisch mit denen von Ganguly, aber durch ein Remis gegen Flores hätte der Inder ja einen halben Buchholz-Punkt weniger – und das wäre dann der Unterschied zwischen 13.000$ (und Pokal) für Platz eins und 7.000$ für Platz zwei. Auf einen Pokal verzichten Profis vielleicht gerne (im Gegensatz zu Amateuren?), auf vierstelliges Preisgeld eher nicht (das gilt dann wohl auch für Amateure, obwohl diese mit Schach nicht ihren Lebensunterhalt verdienen).

Wer ist Diego Flores? Viel konnte ich nicht herausfinden. Er ist Nummer zwei in Argentinien hinter Sandro Mareco, der in Dubai ebenfalls mitspielte – offenbar als Teil einer längeren schachlichen Weltreise (zuvor Aeroflot und HD Bank Open in Vietnam). Flores spielte dagegen die letzten Jahre fast nur in Südamerika. Eines haben sie gemeinsam: beide spielten beim Weltcup in Tiflis – Mareco verlor in Runde 1 gegen Bluebaum, Flores gegen den späteren Carlsen-Killer Bu Xiangzhi.

Als nächstes der verhinderte Turniersieger Eduardo Iturrizaga – in seinem Land Venezuela die klare Nummer eins, wobei er vielleicht irgendwo in Europa wohnt: hier spielt er ständig (u.a. auch in der Bundesliga für DJK Aufwärts Aachen), in Südamerika nur selten. In Runde 4 besiegte er den an eins gesetzten Kryvoruchko – Foto später in der Galerie, Diagramm jetzt:

Das ist die Schlusstellung zu Iturrizaga-Kryvoruchko 1-0. Zuvor hatte Schwarz für wohl eher geopfert-investiertes als abhanden gekommenes Material laut Engines mal etwa ausreichende Kompensation, und mal nicht. Hier definitiv nicht mehr: der Bauer auf b7 ist indirekt gedeckt, und wenn Schwarz ihn nicht schlägt kommt sperrend Lb6 nebst b8D.

Iturrizagas zweiter wichtiger Sieg war in der vorletzten Runde mit Schwarz gegen Ganguly, aber diese Partie hat keinen wirklich diagrammwürdigen Moment: Weiß setzte alles auf einen Bauern auf d6, Schwarz konnte diesen erst blockieren und dann fressen – mit Gewinnstellung.

S.P. Sethuraman gewann vor allem im Angriff, dazu zwei Fragmente/Momente gegen indische Landsleute:

Sethuraman-Narayanan 1-0 – materieller Gleichstand bei nur noch wenigen Figuren, aber “matteriell” steht Weiß auf Gewinn.

Vishnu Prasanna-Sethuraman, später 1-0. Zuletzt geschah 30.f4?! Sf3+!, und nun musste Weiß diesen frechen Springer schlagen und bliebe nach 31.Lxf3 Dxe3+ 32.Kh2! (32.Kg2? g4!) 32.-Dxf3 33.Sd4! usw. in der Partie. Es kam 31.Kf2? Se4+! (der nächste Gaul, und 32.Kxf3 Lh5+ usw. geht für Weiß gar nicht) 32.Kf1 g4! und wenig später 0-1.

Zwischen diesen beiden Siegen eine Niederlage gegen Landsmann Ganguly, siehe unten. Und in der vorletzten Runde noch einen Sieg gegen GM Zubov (Ukrainer, Elo 2606):

Bei heterogenen Rochaden (hier entstanden aus Russisch mit 5.Sc3) passiert es mitunter, dass später beide Spieler Freibauern vor dem eigenen König haben. Im konkreten Fall nicht einmal, da beide für Linienöffnung und Königsangriffe aktiv opferten, nein beide Spieler gingen am jeweiligen Flügel auf Bauernraub. Zuletzt 43.a5, und nun sollte Schwarz ebenfalls mit seinem “besten” Freibauern weiterlaufen (43.-h4), nach 43.-Tf3? 44.Tc6 usw. war Weiß schneller.

Ahmed Adly spielte ebenfalls tendenziell “Schweizer Gambit” – wie bei Flores keine Niederlage, aber mehrere Remisen relativ früh im Turnier gegen nominell unterlegene Gegner, in seinem Fall drei Inder in Runde 3-5 (nach zuvor zwei Siegen gegen Inder). Seinen Rhythmus fand er dann wieder durch Sieg gegen die Iranerin Sarasadat Khademalasharieh, aber ich zeige Momente aus Runde 7 und 8:

Narayanan-Adly, der Inder (immerhin Elo 2568) entkorkte nun 42.Kxh4??? Kg6 43.a4 a6 0-1. Nach 42.Kh2 war es schlicht und ergreifend Remis, da der schwarze König einen eventuellen Freibauern am Damenflügel nicht wirklich unterstützen kann – wenn er zu aktiv wird, hat Weiß ja e4-e5-e6-e7-e8D. Der schwarze Mehrbauer ist bei “normalem” weiterem Partieverlauf auch irrelevant.

Adly-Can 1-0 – nicht wegen weissem Mehrbauern, sondern wegen entscheidendem “matteriellem” Vorteil.

Und nun zu Surya Shekhar Ganguly – etwas ausführlicher, und sei es nur weil ich ‘Konturen’ dieses Berichts bereits nach Runde 7 geplant hatte. Er besiegte vor allem Landsleute, auf unterschiedliche Weise:

Das ist die Schlusstellung zu Ganguly-Debashis 1-0 – 29.-Kxf5 hatte Schwarz noch gespielt und machte dann, ohne auf die gegnerische Antwort zu warten, noch einen Königszug, König fällt irgendwohin. Das entstand aus einem Najdorf-Sizilianer mit 6.a3 (sichert das Feld a2 für den weissen Läufer), Schwarz machte daraus eher einen Drachen. Weitere Ganguly-Siege dann in Endspielen:

Ganguly-Gupta nach 39.cxb5, der weisse h-Bauer stand bereits seit dem 10. Zug auf h6 – zu diesem Zeitpunkt waren die Damen bereits getauscht, es war eher ein positionelles Motiv. Das Doppelläuferendspiel mit weissem Raumvorteil stand ab dem 29. Zug auf dem Brett, und nun griff Schwarz fehl: 39.-Lc3? (39.-Ld4=) 40.Le3 La5 41.Kf4 (der weisse König wird aktiv) 41.-Kf7 42.Ke5 Ke7 und der schwarze kann ihn zwar bremsen, aber 43.Lxg6! Lc3+ 44.Ld4 – noch ein paar Züge und 1-0.

Zu Sethuraman-Ganguly wieder eine Endspiel-Weisheit: Qualität von Bauern ist oft wichtiger als Quantität. Hier ist die weisse Bauernmehrheit am Königsflügel irrelevant, ebenso sein a-Freibauer – der schwarze c-Bauer dagegen gefährlich. Weiß hat offenbar noch Ausgleich, aber nach 44.Kg2? c3 ging es schnell bergab, noch sechs Züge und dann 0-1.

Das waren dann genug Inder für Ganguly, Runde 7 Weiß gegen Elofavorit Kryvoruchko – dazu drei Diagramme:

Was ist das denn für eine Bauernstruktur? Der weisse d-Bauer, natürlich der vordere, stand anfangs auf b2.

Nach langem Manövrieren brachte Weiß ein Bauernopfer, dafür bekam er dominante Figuren.

Daraus entstand dieses Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und weissem Mehrbauern, Remis oder nicht? Vermutlich objektiv Remis, aber später gewann Weiß. Gangulys abschliessende Niederlagen hatten wir bereits, immerhin behielt er die beste Wertung der Gruppe mit am Ende 6.5/9 und bekam so statt 13.000$ noch 2.500$.

Achtzehn Spieler erzielten 6/9, zwei waren damit wohl zufriedener als andere – nicht nur, weil es für Platz 14 und 15 auch noch Preisgeld gab, auch weil der Inder IM Harsha und der Iraner IM Tahbaz jeweils noch GM-Normen brauchen und in diesem Turnier eine erzielten. Unzufrieden wohl der an zwei gesetzte Bassem Amin – nur 5.5/9 bedeutete Platz 36 und kostete 19 Elopunkte, damit hat er sich “souverän” aus dem Club 2700+ verabschiedet (vor dem Turnier hatte er genau Elo 2700). Immerhin bekam er einen Trostpreis – 500$ für den besten Araber (Landsmann Adly bekam ja den vierten Geldpreis insgesamt).

Die Rubrik “deutsche Teilnehmer” entfällt, es gab keine! Generell nur wenige aus Westeuropa bzw. “Nicht-Osteuropa”: drei Engländer – Gawain Jones wurde von Ehefrau WIM Sue Maroroa begleitet, sie spielte schlecht genug (bzw. eben im Rahmen ihrer Elo-Möglichkeiten), dass sie zum Schluss nach reihenweise Indern auch zwei Emiratis bekam [Salem Saleh spielte nur das Blitzturnier]. IM Haria diesmal weniger erfolgreich als bei anderen Opens, es lag nicht an Gegnern mit furchterregenden Namen: in Runde 3 besiegte er den Ägypter IM El Zein Eid Mahmoud Abou, in Runde 4 den Inder IM Bala Chandra Prasad Dhulipalla. Ansonsten aus Norwegen ein IM und drei FMs, das eventuelle Ziel Titelnormen erreichten sie nicht, aus Spanien David Anton Guijarro und ein CM.

Quantitativ dominierten Inder (73 von 164 Teilnehmern), insgesamt immerhin auch 5 Südamerikaner – für Flores und Iturrizaga hat es sich gelohnt, für Flores’ Landsleute Mareco und Krysa sowie den Brasilianer GM Santiago Yago de Moura (wer ist das denn? Name nie gehört oder gelesen, Elo 2476) nicht unbedingt.

Nun eine kleine Bildergalerie unter dem Motto “wer hat (unter anderem) alles mitgespielt?”:

Die “Sheikhs” haben wohl nicht mitgespielt, oder nur ein kleines bisschen (siehe Titelbild) an Brett 1 in Runde 1, wo Kryvoruchko später seine Pflichtaufgabe gegen Lokal-FM Othman löste. Auf dem zweiten Foto fällt (jedenfalls wenn man es vergrössert) auf, dass fast alle Beifall klatschen, aber zwei unterhalten sich weiterhin über ihren letzten Jagdausflug, Golf-Nachmittag oder was auch immer. Sarasadat Khademalsharieh mit Kopftuch, aber reicht das so zu Hause im Iran? Zu den relativ bekannten aber zuvor kaum erwähnten Spielern: Anton Guijarro und Akopian beide mit 6/9, wie auch der vielleicht nicht ebenso bekannte Rakhmanov.

Bei “Wie geht es weiter?” bleibe ich in der Region und nenne die top15 des nächsten Turniers ab Donnerstag in Sharjah: Wei Yi, Wang Hao, Kryvoruchko, Artemiev, Naiditsch, Amin, Eljanov, Inarkiev, Kravtsiv, Jones, Kuzubov, Adhiban, Guseinov, Safarli, Grandelius. Wieder ohne deutsche Beteiligung, es sei denn man betrachtet Naiditsch noch als Deutschen. Teilweise spielten sie auch in Dubai, aber vor allem oben ist das Turnier etwas stärker besetzt.

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