SMM: Réti zwackt Genf einen Punkt ab

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Titelverteidiger Winterthur, Vizemeister Zürich und Luzern mit dem Punktemaximum

Schweizer Meisterin WFM Lena Georgescu hatte mit dem Sieg gegen Alfredo Cacciola in ihrer allersten Nationalliga-A-Partie wesentlichen Anteil am knappen 4½:3½-Erfolg von Luzern gegen Mendrisio.

Markus Angst – Überraschung in der 2. Nationalliga-A-Runde der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft (SMM) Réti Zürich, lediglich die Nummer 6 der Startrangliste, trotzte Topfavorit Genf ein 4:4-Unentschieden ab. Der Meister von 2011, 2013 und 2014 führte nach Beendigung von fünf Partien gar 4:1. Doch dann retteten IM Alexandre Vuilleumier (gegen FM Kaspar Kappeler), IM Clovis Vernay (gegen IM Christian Maier) und GM Jean-Noël Riff (gegen GM Joe Gallagher) mit ihren drei Siegen den Genfern noch einen Punkt.

Die drei anderen Meisterschaftsanwärter blieben hingegen siegreich – wenn auch unterschiedlich souverän. Titelverteidiger Winterthur schlug auch ohne seinen indischen Topspieler GM Pentala Harikrishna nach Echallens auch den zweiten Aufsteiger St. Gallen 7:1. Vizemeister Zürich kam gegen Echallens nur zu einem mühsam erkämpften 5:3-Erfolg. Und Luzern gewann gegen Mendrisio gar mit dem knappmöglichsten Resultat (4½:3½).

Wesentlichen Anteil am Sieg der Innerschweizer hatten wiederum die Junioren. Die amtierende Schweizer Meisterin WFM Lena Georgescu in ihrer allersten Nationalliga-A-Partie gewann ebenso wie FM Davide Arcuti, während FM Fabian Bänziger remisierte. Die Tessiner schrammten nur knapp an einer Sensation vorbei. Denn IM Fabio Bellini (gegen GM Noël Studer) und IM Emiliano Aranovitch (gegen GM Robert Hübner) standen an den beiden ersten Brettern besser, mussten sich aber mit einem Remis zufriedengeben. In der nächsten Runde am 29. April trifft Luzern im ersten Spitzenkampf der noch jungen Saison auf Winterthur.

Seinen ersten Sieg (5:3) feierte Riehen gegen Wollishofen, das ebenso wie Mendrisio, Echallens und St. Gallen noch punktelos ist.

In der Nationalliga-B-Ostgruppe wurde NLA-Absteiger Bodan gerupft. Nachdem die Kreuzlinger in der Startrunde gegen Aufsteiger Wollishofen II noch zu einem glücklichen 5:3-Sieg gekommen waren, mussten sie sich nun gegen Zürich II mit einem 4:4-Unentschieden begnügen. Es hätte für sie gar noch schlimmer kommen. Denn IM Alfred Weindl (gegen Daniel Fischer) und Michael Schmid (gegen Boris Haufler) standen auf Verlust, retteten sich aber noch in ein Unentschieden bzw. in einen Sieg. Als einzige Mannschaft hat Solothurn zweimal gewonnen – in der 2. Runde souverän mit 6½:1½ gegen Wollishofen II. Tribschen (4:4 im Derby gegen Luzern II), Bodan und Zürich II folgen mit einem Zähler Rückstand. Noch punktelos sind Luzern II (dem der Zähler gegen Tribschen wegen Einsatzes eines nicht spielberechtigten Spielers abgezogen wurde) und Wollishofen II.

In der Westgruppe hielten sich die vier Favoriten auf den Gruppensieg schadlos. Die verlustpunktlosen Schwarz-Weiss Bern (6:2 gegen Aufsteiger Sion), Trubschachen (5½:2½ gegen Riehen II) und Nyon (5:3 gegen Aufsteiger Therwil) gewannen ebenso wie das einen Zähler zurückliegende Vevey (4½:3½ gegen Aufsteiger Biel). In der 3. Runde am 29. April kommt es mit Schwarz-Weiss – Vevey zum ersten Direktduell der vier Aufstiegsanwärter. Neben den beiden Neulingen Biel und Therwil ist auch Sorab Basel (3½:4½-Niederlage gegen Payerne) noch punktelos).

In der 1. Liga sind nach zwei Runden noch je neun Mannschaften verlustpunktfrei und punktelos. Das Punktemaximum weisen Sprengschach Wil/SG, Gligoric Zürich, Aufsteiger Winterthur III (alle Ostgruppe), Nimzowitsch Zürich (als einziges Team in der Zentralgruppe), Court, die beiden Absteiger Bern und Schwarz-Weiss Bern II (alle Nordwestgruppe), Amateurs Genf und Thun (beide Westgruppe) auf. Gligoric scheint der Wechsel von der Zentral- in die Ostgruppe gutgetan zu haben. Die mit Grossmeister Dejan Pikula spielenden Zürcher, die ihren Platz in der 1. Liga nur dank des Rückzugs von Bellinzona in die 2. Liga behalten konnten, holten letzte Saison als Siebtplatzierte nur 2 Punkte – jetzt sind es bereits doppelt so viele. Von den neun (Co-)Leadern haben Sprengschach und Amateurs am meisten Einzelpunkte (je 12½) erkämpft.

Ungeschlagen sind auch noch die je 3 Punkte totalisierenden Absteiger Olten, St. Gallen II (beide Zentral) und Aufsteiger Birseck (Nordwest). Das Punktekonto noch nicht eröffnet haben Wädenswil, Chur (beide Ost), die beiden Aufsteiger Zug und Lenzburg (beide Zentral), Riehen III, Aufsteiger Jura, Birsfelden/Beider Basel/Rössli (alle Nordwest), Echallens II und der freiwillige Absteiger Neuenburg (beide West).

Nationalliga A

Winterthur – St. Gallen 7:1 (Georgiadis – M. Novkovic 1:0, Forster – N. Fecker 1:0, Gähwiler – Leutwyler ½:½, Jenni – Potterat 1:0, Kaczmarcyk – Giesinger 1:0, Ballmann – J. Novkovic 1:0, Balcerak – Salerno 1:0, Hasenohr – Thaler ½:½).

Réti Zürich – Genf 4:4 (Bogner – Sokolow 1:0, Stojanovic – Fontaine 1:0, Gallagher – Riff 0:1, Maier – Vernay 0:1, Degtjarew – Miralles 1:0, Kappeler – Vuilleumier 0:1, Antognini – Landenbergue ½:½, Gantner – Gerber ½:½).

Mendrisio – Luzern 3½:4½ (Bellini – Studer ½:½, Aranovitch – Hübner ½:½, Patuzzo – V. Atlas 1:0, Zujew – Kurmann ½:½, Vezzosi – Bänziger ½:½, Mantovani – R. Lötscher ½:½, Astengo – Arcuti 0:1, Cacciola – Georgescu 0:1).

Echallens – Zürich 3:5 (Sermier – Bauer 0:1, Colmenares – Pelletier ½:½, Botta – Vogt ½:½, Bondar – Hug 0:1, Buss – Jon. Rosenthal ½:½, Vianin – Mutschnik 0:1, Pahud – Friedrich ½:½, A. Meylan – Grünenwald 1:0).

Riehen – Wollishofen 5:3 (Ragger – Kessler 1:0, Heimann – Prusikin ½:½, Renet – R. Moor 1:0, Breder – Gähler ½:½, Georgiadis – O. Moor ½:½, Turdyev – Mäser ½:½, Cvitan – Hochstrasser ½:½, Flückiger – Umbach ½:½).

Rangliste nach 2 Runden: 1. Winterthur 4 (14). 2. Luzern und Zürich je 4 (10). 4. Genf 3 (11). 5. Réti 3 (10). 6. Riehen 2 (7½). 7. Wollishofen 0 (6). 8. Mendrisio 0 (4½). 9. Echallens 0 (4). 10. St. Gallen 0 (3).

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