Am 27. April 2018 startet die DSAM in München!

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Von Ralf Mulde – “Wir schreiben das Jahr 2018. Dies sind die Abenteuer der DSAM des Deutschen Schachbundes, der mit seinem gut ein Dutzend Mann starken Team 17 Jahre unterwegs ist, um fremde Schach-Galaxien zu erforschen, neue Eröffnungen und neue Kombinationen. Viele Lichtjahre von Dresden entfernt dringt die DSAM in Turniersäle vor, die nie ein Schachspieler zuvor gesehen hat.”

Nunja, ganz so weit und ganz so unbekannt ist München als leuchtender Stern Bayerns nun nicht gerade, aber immerhin dauerte es nahezu 20 Jahre, bis “die Preußen” plus Schachbretter erstmals fast bis zum Maximilianplatz und Viktualienmarkt gelangt sind. Das wunderschöne H4 Hotel München-Messe (Riem) wird in wenigen Tagen den Spielern der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft DSAM in jeder Hinsicht großzügig Obdach gewähren.

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366 Spielerinnen und Spieler haben sich fest angemeldet, darunter zwölf für eine andere Föderation Aktive und sieben Titelträger. Den weitesten An”marsch”weg scheint mir Paul Konstantin Roth (DWZ 1337) aus Norderstedt / Harksheide zu haben, aber genau berechnet habe ich es nicht.

Um 10:00 Uhr, am Freitag, 27. April 2018 – huch! das ist ja schon bald! – wird das Turnier eröffnet werden. “Ein Turnier beginnt mit der Eröffnung und endet mit der Ehrung der Sieger”, ist der vom Turnierdirektor Dr. Dirk Jordan geprägte Satz, an dem sich die Veranstaltung ausrichtet: Preise werden den Gewinnern überreicht und nicht nachgeschickt oder anderen zu Händen gegeben.

Gab es da nicht doch einmal eine einzige Ausnahme? Achja, Du hast ein gutes Gedächtnis: Die multibegabte Annika Polert von der TuRa Harksheide gewann 2010/11 in Hamburg mit sagenhaften 4,5 aus 5 die C-Gruppe, saß aber in der letzten Runde schon wie auf den berühmten heißen Kohlen, musste sie doch unbedingt zum für sie irgend etwas entscheidenden Training der Hamburger Damen-Auswahl – im Handball! Nur zur Erinnerung: Du darfst beim Schach nach einer Niederlage Deinen König nicht quer durch den Saal schleudern, wie es der miese Aljechin wohl einmal tat. Weil wir zuletzt nicht mehr viel von der Norderstedterin hörten, schauten wir nach: Die jetzt 22jährige hat in den letzten zwei, drei Jahren einfach weniger als zuvor gespielt – es gibt Lebensphasen, in denen das eben so ist.

Aktuell freuen wir uns nun auf die Ankunft der schachlichen Matadore (und der Freunde des organisierenden Teams), unter denen Alexander Dehlinger vom SC Garching wegen seiner DWZ 2290 und Elo 2276 die Favoritenstellung hat. Im vergangenen Jahr war er einmal in der Zweiten Schachbundesliga Ost im Remis-Einsatz und auch sein bayerischer Pokal-Erfolg 2012 verbreitet noch immer Angst & Schrecken. Wer weiß – vielleicht packt er’s jetzt auch in München?

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Veröffentlicht unter DAM |