Südlicher Rückblick auf Turniere über Himmelfahrt

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Über das Turnier in Bamberg wurde – wohl auch wegen Vincent Keymer – schon relativ breit berichtet: http://www.chess-international.de/archive/87262

und https://perlenvombodensee.wordpress.com/2018/05/16/vincents-reifepruefung/

und wenn sich ein elfjähriger Spieler um mehr als 100 Plätze verbessert: bei einer ELO von „nur“ 1845 – aber wer hat die schon im Alter von elf – holte Thrish Karthik 3,5 aus 6 bei einem Gegnerschnitt von 2380 (!). Mit einem GM und drei IM war das keine „Laufkundschaft“, das ist dann allemal berichtenswert:

http://www.bamberg-open.de/include.php?path=article&contentid=61

Das Open in Sulzfeld (168 Teilnehmer in zwei Gruppen) wurde zu einem Start-Ziel-Sieg für GM Inkiov, der es mit einem Remis in der Schlussrunde zu einem 6,5 aus 7 ausklingen lassen konnte und trotzdem ungefährdet siegte. Alles weitere inklusive Bilder und Vorjahre findet man hier:

http://sulzfeld-open2018.klaus-strehl.de/

Im Vorfeld hatte ich relativ ausführlich die Stuttgarter Stadtmeisterschaft beworben: zwar keine Live-Übertragung, aber dafür stehen die Topp-Partien am nächsten Tag zum Nachspielen bereit. Diesmal war es aber anders, wie Turnierleiter Michael Meier erklärte: der Webmaster war (entschuldigt) zu einer Feier weg. Mittlerweile sind die meisten Partien online:

http://www.stuttgarter-stadtmeisterschaft.de/

v.l.n.r. Pogan, Latzke, Zuferi, GM Ikonnikov, Kabisch (2.), GM Kryavkin (1.), GM Maiorov, GM Turov (3.) und Dudek.

In der C-Gruppe bis TWZ 1500 siegten bei 77 Teilnehmern Ropertz und Arvai, beide mit 6 aus 7, wobei sich der Erstgenannte durch einen Sieg im direkten Vergleich in Runde 4 die besseren Buchholzpunkte sichern konnte.

Zahlenmäßig am stärksten besetzt war die B-Gruppe (1300 <= B < 1900) mit 129 Teilnehmern. Sie wurde lange Zeit von Vitalia Khamenya angeführt, aber bei 6 aus 7 ebenfalls über die Buchholzwertung unhöflicherweise von Stefan Jantos abgefangen, obwohl er diese Gruppe 2014 schon mal gewonnen hatte. Es folgen 7 Spieler mit je 5,5 Punkten.

v.l.n.r. Dr. Johannes Häcker (Wolfbusch, Ausrichter), Wolfgang Tölg (Oeffingen), Seniorensieger Josef Gabriel (Stuttgarter SF) und Michael Meier (Zuffenhausen, Turnierleiter)

Im A-Turnier (ab 1800) kämpften 85 Teilnehmer, darunter 4 GM, um Titel und Preisgelder. Die wurden von lokalen Ober- und Verbandsligaspielern gejagt. Nach der 5. Runde war die selbstkritische Einschätzung von Thilo Kabisch (zu diesem Zeitpunkt mit 4 aus 5) „ein oder zwei mal mit gegnerischer Hilfe gewonnen und gegen GM Kryavkin chancenlos verloren.“ In der 6. Runde rang er David Ortmann vom Zweitliga-Absteiger SC-Böblingen nieder und in der Schlussrunde überspielte er den Setzlistenersten GM Turov (2602) sehenswert. Da aber zwei Duelle GM gegen Oberliga anstanden, hatte in diesem Fall GM Kryavkin das bessere Buchholzende für sich. Hier die von Harald Keilhack kommentierte Partie Kabisch – Turov sowie die entscheidende Phase aus Kryavkin – Zuferi aus der Stuttgarter Zeitung:

http://www.svw.info/images/stories/referate/presse/pressespiegel/2018/StZ-2018-05-19-Seite80ext.pdf

Nach Kryavkin und Kabisch beide mit 6 aus 7 folgen mit Turov und Maiorov zwei GM mit 5,5 vor Stammgast GM Ikonnikov, Zuferi, den eigentlich besten Senior bzw. Junior Dudek und Neu-FM Degenhard – okay, die Zahl musste er sich schon selbst erspielen, aber die heimliche Beantragung des Titels war das Geburtstagsgeschenk der Eltern – und dem besten Stuttgarter Migl, alle mit 5 Punkten. Darum ging der Titel des besten Jugendlichen an Arno Reindl mit 4,5 Punkten. Beste Frau war Julia Scheynin und bester Senior wurde Josef Gabriel, beide mit jeweils 4 Punkten.

Beim Seniorenpreis sieht man Freundschaften über Vereinsgrenzen hinweg:

http://www.stuttgarter-stadtmeisterschaft.de/Fotos/2018/bild-158.jpg

Übrigens laufen gerade Pfingstturniere in Oeffingen und Reutlingen. Heute hat die Jugendeinzelmeisterschaften in Willingen begonnen

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