Die Schachbundesliga trauert um Herbert Scheidt

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Herbert Scheidt (rechts) bei der zentralen Endrunde in Berlin Anfang Mai

Der Mannschaftsfüher der SG Solingen, Herbert Scheidt, verstarb nach kurzer schwerer Krankheit in der Nacht vom 19. auf den 20. Mai. Ein Nachruf vom 1. Vorsitzenden der SG Solingen, Oliver Kniest.

Die Schachgesellschaft Solingen trauert um Herbert Scheidt, der am 20. Mai 2018 im Alter von 73 Jahren verstorben ist.

Herbert war seit 1960 Mitglied der Schachgesellschaft und hat über mehr als fünf Jahrzehnte hinweg das Vereinsleben, die Solinger ebenso wie die nationale Schachszene mit seinem Engagement geprägt. Dafür wurde er im Jahre 2016 sowohl vom Deutschen Schachbund wie auch dem Schachbund NRW für sein Lebenswerk geehrt. Fast während seiner gesamten Vereinsmitgliedschaft war er in verschiedenen (Vorstands-)Funktionen für den Verein aktiv: als Mannschaftsführer, Spielleiter und Jugendwart sowie von 1980 bis 1995 auch als 1. Vorsitzender.

Von Beginn an war dabei die Leitung der 1. Mannschaft seine absolute Herzensangelegenheit. So war er für sie mehr als ein halbes Jahrhundert als Teamchef verantwortlich und in unterschiedlichen Funktionen an 12 deutschen Meistertiteln und 2 Europapokal-Erfolgen beteiligt. Beim ersten nationalen Erfolg im Jahre 1969 gehörte er noch selbst zum erfolgreichen Team, verlagerte seine Aktivität aber in den Folgejahren immer stärker in die Bereiche der Mannschaftsführung und des Sponsorings. Dennoch war er bis zuletzt immer noch am Brett erfolgreich.

Herbert erlag den Folgen einer Lungenentzündung und eines sich anschließenden Schlaganfalls. Wir werden seine Tatkraft, seinen Enthusiasmus und seinen Humor vermissen. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Ingrid und seiner gesamten Familie.

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Veröffentlicht unter Trauer |