Ein weiteres Ausrufezeichen!

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Schaut man sich die FIDE-Weltrangliste vom 01.01.1969 an, so kommt man nicht umhin, einige interessante Feststellungen zu treffen. Unter den Top 100 findet man alleine 48 Spieler aus der Sowjetunion, ein klarer Ausdruck der russischen Überlegenheit zur damaligen Zeit. An der Spitze, dies überrascht vielleicht oder auch nicht, der US-Amerikaner Robert James Fischer (ELO 2720) vor Boris Spasskij (ELO 2690), der noch im gleichen Jahr Weltmeister werden sollte. Den damals noch amtierenden Weltmeister Tigran Petrosian finden wir lediglich auf Rang 5, hinter Viktor Kortchnoj (3.) und Ex-Weltmeister Michael Botwinnik (4.). Bereits auf Platz 28 der beste deutsche Spieler, Wolfgang Unzicker aus München, welcher sich diesen mit sechs weiteren Spielern teilte. Auf Platz 36, mit 8 weiteren Spielern, der Dresdener Wolfgang Uhlmann, unter anderem mit dem gebürtigen Berliner Klaus Darga und dem in Bamberg lebenden Lothar Schmid.

Stärkste Schachnation nach der UDSSR war Yugoslawien mit 12 Spielern, vor Ungarn und den USA mit jeweils 7 Spielern, dicht gefolgt von der guten  alten BRD, die 6 mal vertreten war. Neben den bereits genannten, zählten Helmut Pfleger (66.), Robert Hübner (75.) und Rudolf Teschner (89.) zu den besten Spielern der Welt. Kurios auch, zu den TOP 100 gehörten zwei Dänen, Bent Larsen (6.), diesen Namen haben Sie sicherlich alle schon mal gehört, aber kennen Sie auch Svend Hamann (66.).

Unter diesen Aspekt überrascht es nicht, dass bei den bedeutensten und wichtigsten internationalen Schachturnieren der 60er Jahre auch das Zonenturnier im österreichichen Raach genannt wird. Zu den Teilnehmern gehörten unter anderem Lajos Portisch (7.) Borislav Ivkov (36.) und Alexander Matanovic (45.), die ohne jeden Zweifel zur europäischen Elite (ohne UDSSR) gehörten und damit für ein hohes schachliches Niveau standen. Umso beachtenswerter ist, dass Neu-Profi Hans Joachim Hecht (107.) bei diesem Turnier auch gegen Alexander Matanovic ein starkes Ausrufezeichen setzen konnte.

Ich wünsche viel Spass beim Studium der Partie!

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