Zurück in die Zukunft: Iljumschinows Hintertür

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Nach 23 Jahren geht die Ära des FIDE-Präsidenten Kirsan Iljumschinow zu Ende. Am Freitag zog der Kalmücke wie erwartet seine Kandidatur für eine erneute Präsidentschaft zurück. Aber weg ist Iljumschinow noch lange nicht. Als Verbündeter des Kreml-Kandidaten Arkadi Dworkowitsch könnte er weiter im Weltschach mitmischen. Dworkowitsch hofft sogar darauf.

Vor 23 Jahren hat Iljumschinow tatsächlich den bankrotten und in Auflösung befindlichen Schach-Weltverband mit Finanzspritzen am Leben erhalten. Danach etablierte er ein System von Gefälligkeiten und Abhängigkeiten, das ihm erlaubte, über die Organisation und deren zentrale Figuren beliebig zu verfügen. Kein Wunder, dass die beiden anderen Präsidentschaftskandidaten Nigel Short und Georgios Makroupolos„Iljumschinow muss weg“ zur zentralen Botschaft ihrer Kandidatur gemacht haben.

Arkadi Dworkowitsch hat sich derweil vom Gegner zum Helfer Iljumschinows gewandelt.Fallen lassen will er ihn nicht, im Gegenteil. Zwar stach der ehemalige stellvertretende Ministerpräsident Russlands Iljumschinow erst im internen russischen Machtringen aus, indem er sich die Unterstützung des Kremls und des russischen Verbands sicherte. Der Verband wandte sich dann von Iljumschinow ab und erklärte unlängst Dworkowitsch zum Kandidaten Russlands. Der möchte seinen bisherigen Gegenspieler nun als Verbündeten an seiner Seite wissen. … Weiterlesen auf “Perlen vom Bodensee”

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