Signal für das Spitzenschach

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Entscheidung über neuen Grand-Prix-Modus: Chance für das K.-o.-System

Das mit Abstand aufregendste, fesselndste, spannendste Turnier im Schachzirkus zu benennen, ist einfach: der alle zwei Jahre im K.-o.-Modus ausgetragene World Cup. Und das zweitaufregendste? Hmm. Da fällt uns auf Anhieb keines ein – und das ist ein Indiz für die Systemkrise, in der sich das organisierte Turnierschach befindet.

Nächste Woche hat das FIDE-Präsidium die Chance, für alle Turnierveranstalter ein Zeichen zu setzen. Die Funktionäre befinden darüber, ob künftig auch der Grand Prix als K.-o.-Turnier ausgerichtet werden soll.

Wo sonst bekommt die nigerianische Nummer drei die Chance, ein Match gegen den Weltmeister zu spielen (und sich mehr als wacker zu schlagen)? Und wo sonst sehen wir den Weltmeister, nachdem er diese Hürde genommen hat, in der dritten von acht Runden ausscheiden? Und das waren nur zwei von Dutzenden Dramen, die sich beim World Cup 2017 abgespielt hatten, bis am Ende von 128 Schachmeistern zwei übrig blieben: Levon Aronian und Ding Liren sicherten sich die beiden zu vergebenen Tickets für das Kandidatenturnier. Alle anderen mussten vorzeitig nach Hause fahren.

Der Grand Prix lahmt: viele Remisen, wenige Zuschauer

Zwei weitere Tickets für das Kandidatenturnier werden an die beiden Erstplatzierten des Grand Prix vergeben, und der lief bislang als Serie von Schweizer-System-Turnieren ab: lahme Veranstaltungen, die auf dem Brett viele kurze Remisen produzierten und an den Bildschirmen kaum Zuschauer fanden.

Weiterlesen auf: “Perlen vom Bodenseee”

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