14. Offene Internationale Bayerische Schach Meisterschaft 2010

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In der Schlussrunde der Offenen Internationalen Bayerischen Schachmeisterschaft kam es zu dem erhofften Herzschlagfinale. Zwar setzten an den ersten beiden Brettern sowohl Daniel Fridman als auch Viorel Iordachescu ihre Gegner Alexander Khalifman und Igor Khenkin unter Druck, mussten sich jedoch von den Verteidigungskünsten Letzterer überzeugen und schließlich ins Remis einwilligen. Damit hieß es „Feuer frei“ für die Verfolger, und diesmal „wüteten“ sie mächtig: der lange Zeit führende Sandipan Chanda konnte gegen Sergei Zhigalko seinen x-ten Sieg mit der Sämischvariante des Nimzoinders landen und so ein beeindruckendes Turnier zum guten, wenngleich nicht maximalen Ende, führen. Alexander Graf gewann in einer langen Partie gegen den Überraschungsmann Ludwig Deglmann vom FC Bayern, der trotz eines Minusbauern auf die Remistendez der ungleichfarbigen Läufer hoffen durfte. Ergänzt wurde die Liste der Leute, die sich mit 7,5/9 den Turniersieg teilen, durch Sergei Azarov, der mit Ilja Schneiders mutmaßlich ersten Gehversuchen im soliden Spanier konfrontiert wurde. Bald geriet dabei Schneiders Turm in ein gefährliches Abseits, aus dem es kein vernünftiges Entkommen mehr gab.

Damit geht es an der Spitze so eng zu, wie nie zuvor: sechs Spieler stehen am Ende mit 7,5 Punkten da und unterscheiden sich nur durch ihre Buchholzwertung.

And the winner is… Alexander Khalifman! Nachdem er sich lange Zeit erst ins Turnier kämpfen musste und dabei einige kritische Momente zu bestehen hatte, war er zum richtigen Zeitpunkt voll da und errang seinen dritten Wiessee-Triumph bei seiner dritten Teilnahme.

Zweiter wurde Daniel Fridman vor Sergei Azarov.

Bei der Siegerehrung wurde denn auch das Geheimnis des Turniersiegers gelüftet, welches Turnierchef Horst Leckner die Woche über genau mitverfolgte: es ist eine Tasse Espresso, mit der sich Khalifman unter anderem gegen die Nesquik – Variante des Inders Sandipan durchsetzte. Neben den freundlichen Abschiedsgrüßen von Bürgermeister Peter Höß, nahm außerdem Ralph Alt vor interessiertem Publikum Stellung zu aktuellen Themen innerhalb des Deutschen Schachbundes. Sehr erfreulich war dieses Jahr die Kampfmoral der Teilnehmer, von denen wir hoffen, so viele wie möglich nächstes Jahr wieder zu sehen.

 

BU: v.l. Horst Leckner, Wolfgang Fiedler, Segei Azarov, Peter Rie, Alexander Khalifmann, Kurt Sareiter, Daniel Fridmann und Bürgermeister Peter Höß

 

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