Schach-Tennis-WM in Baden-Baden

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Thomas Marschner – Am ersten August-Wochenende fand in Baden-Baden das alljährliche kombinierte Schach-Tennis-Turnier statt, das dieses Mal erstmals als Weltmeisterschaft deklariert war. Insgesamt waren Teilnehmer aus 11 Nationen am Start. Ich nahm das erste Mal teil, und alle Teilnehmer sagten, es wäre das bisher mit Abstand am stärksten besetzte Turnier gewesen. 4 Schach-Großmeister waren am Start, mit Laurent Fressinet und Sebastien Maze zwei mit einer Elo über 2600, dazu Titelverteidiger Pavel Tregubov und seine Frau Alexandra Kosteniuk, Frauen-Weltranglistenvierte, ihre Stärken lagen aber eindeutig im Schach. Es war ein toller Event, der beim TC RW Baden-Baden, einem der ältesten und traditionsreichsten Tennisclubs Deutschlands sowie im Schachzentrum des vielfachen deutschen Schachmeisters OSG Baden-Baden durchgeführt wurde.

Der Spielmodus war wie folgt: am ersten Tag wurde Tennis in 7 Runden Schweizer System gespielt, dabei wurden ausschließlich Match-Tiebreaks bis 10 gespielt mit der Besonderheit, dass es bei 10-10 nicht weiterging, bis ein Spieler 2 Punkte Vorsprung hatte, sondern das Match mit remis gewertet wurde. Danach gab es am zweiten Tag 7 Runden Schnellschach, die 4 Punktbesten qualifizierten sich fürs Halbfinale, dazu unten mehr.

Das Tennisturnier wurde eine sichere Beute von Nicolas Moser, österreichische Nummer 4 U16 (Tennis LK5, Elo um die 1600), der alle Matches gewann, vor Ricardo Schutt, Ex-Tennisprofi aus Brasilien und langjähriger Teilnehmer des Tuniers. Ich holte den (geteilten) dritten Platz und verlor nur gegen die beiden Ersten und schlug unter anderem mit den späteren Finalisten Laurent Fressinet und Sebastien Maze sowie Titelverteidiger Pavel Tregubov 3 Schachgroßmeister, die durchaus auch im Tennis mit dem Ball umgehen konnten. Mit 5 Punkten schob sich Sebastien Maze (geschätzte LK zwischen 10 und 12) in die Favoritenrolle nach dem Tennis, Laurent Fressinet mit 4 Punkten brauchte schon ein außergewöhnliches Schachergebnis.

Weiterlesen auf der Webseite von Dr. Thomas Marschner

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