Ein frischer Wind

Von den ersten 4 Partien in Düsseldorf verlor Tarrasch drei, nur die Dritte gewann er. Als er nach den Ursachen für seinen schlechten Start gefragt wurde, verwies er auf die besonderen klimatischen Bedingungen der rheinischen Region. Dies war seitens Tarraschs nichts überraschend Neues, da er 13 Jahre zuvor, beim Turnier in Hastings ähnliches von sich gab, dort hatten ihm die Winde des Ärmelkanals nahezu eingeschläfert.

Tatsächlich war jedoch ein ganz anderer Wind, nämlich die neuartige Wettkampfauffassung Laskers, schuld an diesem Phänomen. Lasker verstand es alle Aspekte eines Kampfes nicht nur zu betrachten, sondern auch in der Praxis umzusetzen. Durch das Studium der Partien Tarraschs gelangte Lasker zu der Erkenntnis, dass  man gegen den korrekten Tarrasch auch ein Wagnis eingehen müsse.

Dies führt uns zu der 2. Partie des Wettkampfes in der Lasker bereits nach 14. Zügen sehr verdächtig stand, dennoch wusste er genau was er tat.

Ich wünsche viel Spaß beim Studium der Partie!

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