Handybetrug bei der Jugend-Europameisterschaft in Riga (Update)

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Immer wieder kommt es vor dass Schachspieler mit illegalen Mitteln versuchen dem Erfolg nachzuhelfen. Jeder Schachspieler weiß inzwischen dass Handys bei Meisterschaften draußen bleiben müssen. Auch die Schiedsrichter machen vor Rundenbeginn die Spieler auf das Handyverbot aufmerksam. Bei internationalen Turnieren, im besonderen bei Rundenturnieren, wird ein Körperscanner eingesetzt.

Trotz all dieser Maßnahmen ist es bei den Jugend-Europameisterschaft in Riga bei der U14 passiert. Bei einem österreichischen Spieler wurde in den Turniernebenräumen ein Handy gefunden, welches (Name ist der Redaktion bekannt) zugeordnet wurde. Seine Partie (Remis) wurde mit Verlust gewertet, eine Auslosung für ihn ist weiter nicht erfolgt. Nach Rücksprache mit Bundesjugendtrainer Siegi Baumegger wurde XXXX von Seiten des ÖSB gänzlich aus dem Turnier genommen.

Christian Hursky, Präsident des Österreichischen Schachbunds hat angekündigt den Vorfall zu untersuchen, jedoch unter dem Aspekt, dass es sich um einen 13-jährigen Jugendlichen handelt.

Offizielle Erklärung der Schiedsrichter und Organisatoren der European Youth Chess Championship
Während der 7. Runde der Europäischen Jugendschachmeisterschaft 2018 in Riga wurde ein Mobiltelefon von einem Schiedsrichter auf der für die Spieler bestimmten Toilette gefunden. Nach einer Untersuchung haben die Schiedsrichter einen Besitzer des Handys gefunden.

Als er sein Spiel beendet hatte, wurde er zusammen mit einem Delegationsleiter in den Schiedsrichterraum eingeladen, um eine Erklärung abzugeben. Nach einer Anhörung entschied der Hauptschiedsrichter, sein Spiel aus der Runde Nr. 7 als verloren für ihn anzukündigen und ihn vom Turnier auszuschließen. Er wird auch von der endgültigen Rangliste des Turniers ausgeschlossen und alle seine Spiele werden als Verlust betrachtet, aber die Punktzahl für den Gegner bleibt unverändert (mit den Ausnahmen für den Gegner aus Runde Nr. 7). Der Fall wird vom Chief Arbiter an ECU sowie an die FIDE gemeldet.


Aus diesem aktuellen Anlass verweisen wir auf die Seite “Perlen vom Bodensee” auf den im Mai erschienenen Beitrag über Betrug im Schach:

Blinder Norweger lebenslang gesperrt -Betrug am Brett, kein Einzelfall

Sergej betrügt mit Smartphone auf der Toilette

Vom Handy am Fuß und anderen Betrugsversuchen

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One thought on “Handybetrug bei der Jugend-Europameisterschaft in Riga (Update)

  1. Präsident Hursky hat keine Hemmungen den XXXX mit Namen zu nennen. Warum auch nicht, mit einem Blick in die Paarungen hat man es nach 2 Sekunden. Mehr erstaunt mich, dass offenbar immer wieder vor allem starke Spieler dieser Versuchung verfallen. Man denke an den jungen K aus E. Hier handelt es sich immerhin um einen 13-jährigen FM mit ELO 2373. Zwei Beiträge vorher wurde er auf der Verbandsseite noch für seine Siege und die alleinige Tabellenführung gelobt! Shit happens, sogar in Felix Austria.

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