Schachticker nun auch auf Englisch

Was wird da erscheinen? Reserviert war die Domain http://chess-international.com schon lange, nun ist sie auch freigeschaltet mit Inhalten. Momentan bin ich da einziger Autor, da ich aus der Redaktion die englische Sprache am besten beherrsche. Der erste “richtige”Beitrag ist heute erschienen – jedenfalls die erste Hälfte, nicht zum ersten Mal merkte ich beim Schreiben, dass es zuviel Material für einen Artikel ist. Deshalb steht am Ende “To be continued” (Fortsetzung folgt). Da ich damit bereits einige Stunden verbracht habe (und zwischendurch bei der Liveübertragung aus Gibraltar vorbeischaute), heute hier nur noch der erste Absatz des zuvor erschienen “About this site”:

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Abschlussbericht zu Wijk aan Zee

Carlsen und dann ein Quartett   Alles geht irgendwann zu Ende – auch bei Tata Steel werden “nur” bzw. natürlich immerhin dreizehn Runden gespielt. Das reicht allerdings – nicht nur Spieler sondern auch Reporter (zumindest dieser) sind danach erschöpft. Aber ich habe noch genug Energie für einen letzten Beitrag – einige Kollegen sitzen momentan vielleicht bereits im Flieger Richtung Gibraltar. Das rein schachliche Geschehen war im letzten Bericht “Noch ein Freitag in Wijk aan Zee” etwas unterbelichtet, das hole ich noch nach, dann Runde 12, dann Schwerpunkt die letzte Runde mit wieder Eindrücken und Interviews vor Ort. Und auch ein

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Noch ein Freitag in Wijk aan Zee

Mit Überstunden für den Reporter   Ich hatte vor Ort und auch redaktionsintern angekündigt, erst Montag noch einen abschliessenden Bericht zu schreiben – aber das würde zu viel für einen Beitrag, und mindestens eine (womöglich) exklusive Info will ich aktuell publizieren. Ich beginne diesen Artikel mit einem ‘Bilderrätsel’: Wer ist alles auf dem Titelfoto? Das werde ich später auflösen, und das war ein Grund, warum ich fast bis zum Ende der Runde vor Ort blieb. Danach war mein ‘Arbeitstag’ immer noch nicht zu Ende – das letzte Interview entstand teilweise im Zug von Beverwijk nach Uitgeest.   Im A- Turnier

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Wijk aan Zee auf der Zielgeraden

Mit Umweg über Den Haag   Dort wurde heute, Mittwoch, die zehnte Runde gespielt. Zuvor gab es auch ein Rahmenprogramm, aber das kenne ich nur von Fotos – ich war nicht vor Ort dabei. Es gab nicht eines, sondern zwei Gruppenfotos. Man beachte Hou Yifans rote Jacke auf dem Titelfoto, das hat sie vielleicht später bereut – denn sie sass dann bei einem der Höhepunkte (oder Tiefpunkte, wie man es betrachtet) der zehnten Runde auf der falschen Seite des Brettes oder Tisches. Ansonsten hatte diese Runde relativ wenige Höhepunkte, zumindest im Vergleich zu einigen anderen Runden. Runde 9 werde ich

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Wijk aan Zee: Carlsen übernimmt die Führung

Ausserdem: Eindrücke, Interviews, undsoweiter   Schwerpunkt des heutigen Berichtes vor (bzw. nun nach) dem Ruhetag ist die achte Runde am Sonntag – da war ich wiederum vor Ort und erlebte einiges. Diesmal wird der Bericht weitgehend chronologisch, auch wenn es dadurch thematisch ein bisschen durcheinander geht. Aber zunächst werde ich auch die siebte Runde besprechen, und ganz zu Anfang der momentane Stand im A-Turnier: Carlsen 6/8, So, Vachier-Lagrave und Ding Liren 5.5/8, Ivanchuk 5, Radjabov und Caruana 4.5, Wojtaszek und Giri 4, Aronian 3, Hou Yifan und Saric 2.5, van Wely 2, Jobava 1,5.   Das Titelbild zeigt den Beginn

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Wijk aan Zee: Carlsen holt auf (UPDATE)

Keine Erbsensuppe für Thomas Die Spieler haben ein Problem: zwischen den Runden ist kaum Zeit, um sich auf die nächste Runde vorzubereiten. Ich habe auch ein Problem: “Zeitnot” um Berichte zu schreiben und aktuell – d.h. auf jeden Fall vor der jeweils nächsten Runde – zu veröffentlichen. Im Gegensatz zu Kollegen, die vor Ort oder in der Nähe übernachten, habe ich an meinen Wijk-Tagen (Freitag war es wieder soweit) auch jeweils ca. 2 1/2 Stunden An- und Abreise, und abends ist es dann bereits ziemlich spät. Aus genannten Gründen und weil es mich ohnehin, jedenfalls auf die Schnelle, etwas überfordert,

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Wijk aan Zee vor dem ersten Ruhetag

Weder Carlsen noch Caruana, sondern Chucky (jedenfalls bisher)   Nach zwei Beiträgen vor allem zum Drumherum wird es Zeit, um auf das schachliche Geschehen einzugehen das ich bisher nur ein bisschen angedeutet hatte. Im Vorbericht hatte ich das Feld quasi in Dreiergruppen eingeteilt, so spielten sie bisher: Die Favoriten Carlsen, Caruana und Aronian haben zusammen 6,5/12. Die Gehimtipps So, Giri und Vachier-Lagrave erzielten ebenfalls 6,5/12. Die ehemaligen Weltklassespieler Ivanchuk, Radjabov und (aus Symmetriegründen doch dabei) van Wely haben 6/12 auf dem gemeinsamen Konto, wie auch die anderen Jungstars Ding Liren, Saric und Hou Yifan. Damit ist klar, dass mindestens einer

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Wijk aan Zee am Sonntag

Vor und vor allem hinter den Kulissen   Der Leser musste sich etwas gedulden: da ich Samstag und Sonntag jeweils von 10:30-21:00 vor Ort bzw. unterwegs war, kommen die Berichte etwas verspätet. Sonntag kam der Bericht zum Samstag, nun Montag der zu Eindrücken am Sonntag. Der Akzent ist ähnlich: wieder vor allem Anekdoten und Zitate und nur ein kleines bisschen – wenn auch diesmal ein bisschen mehr – zu den Partien. Heute habe ich mich betrifft Fotos etwas ausgiebiger auf der Turnierseite bedient. Nicht alle Fotos sprechen für sich selbst und Aussenstehende wissen nicht unbedingt, wo und wann sie entstanden

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Wijk aan Zee am Samstag

Anekdoten, Geschichten und ein bisschen Schach   Mehrfach habe ich bereits festgestellt, dass man die Partien selbst fast besser zu Hause im Internet verfolgen kann. [Soweit habe ich diesen Beitrag vor Ort in Wijk aan Zee geschrieben, dann kam immer wieder was dazwischen … jetzt mache ich auf demselben Laptop an anderem Ort – wieder zu Hause – weiter]. Aber “vor Ort in Wijk aan Zee” (oder potentiell auch anderswo) hat andere Vorteile – welche wird hoffentlich im weiteren Verlauf deutlich. Ich habe beschlossen, die Partien eher am Rande zu erwähnen, das kommt dann vielleicht im ‘normalen’ Zwischenbericht vor dem

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Vorschau zu Wijk aan Zee

Tata! Alle Jahre wieder im Januar     Tata (Sponsor und Namensgeber Tata Steel) stimmt seit 2011, “in Wijk aan Zee” stimmt seit 1968. Damals hiess das Turnier noch Hoogovens, später einige Jahre Corus (derselbe Sponsor der durch Reorganisationen und Fusionen andere Namen bekam). 1968 habe ich, im zarten Alter von vier Monaten, nicht mitbekommen – aber die ersten vier von damals sind mir durchaus ein Begriff: Kortschnoi 12/15, Portisch, Tal und Hort 9/15. Von den damaligen Teilnehmern ist nur NL-Urgestein GM Hans Ree noch regelmässig in Wijk aan Zee – inzwischen als Journalist, und anno 2015 wird er auch

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Noch ein Bericht zum Basler Schachfestival

Durch die deutsch-niederländische Brille betrachtet     Das Basler Schachfestival habe ich mit besonderem Interesse verfolgt, auch im Vergleich zu parallelen und etwa vergleichbaren offenen Turnieren wie Hastings und Rilton Cup. Warum? Eine Reihe Landsleute waren mit dabei – oft auch an den live übertragenen ersten vier Brettern. Damit meine ich sowohl Deutsche als auch Niederländer. Es sei gestattet, auch Letztere etwas ausführlicher zu erwähnen – zumal sie auch für deutsche Bundesligavereine spielen: Benjamin Bok für Katernberg, Jorden Van Foreest für Emsdetten (da ist er Teamkollege u.a. seines älteren und international bekannteren Landsmanns Anish Giri). Mit dabei waren auch noch

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Donchenko dominiert in Groningen

Aller guten Dinge sind drei (oder dreizehn?) Drei bezieht sich darauf, dass Alexander Donchenko zum dritten Mal in Groningen mitspielte. 2012 erzielte er 6/9, ziemlich genau im Rahmen der damaligen Elo-Erwartung. 2013 waren 5/9 ein enttäuschendes Endergebnis. Jeweils war es keine GM-Norm. Dieses (äh, letztes) Jahr bekam er stärkere Gegner, und 5.5/9 wäre gut genug gewesen für einen kleinen Elo-Zugewinn. Stattdessen schoss er, betrifft GM-Norm, extrem über das Ziel hinaus: 8/9 war eine Turnierleistung von Elo 2803! Wer konnte im Turnier mit Donchenko mithalten? Niemand – siehe Titelfoto (Quelle Turnierseite). Fotografin war Zhaoqin Peng, die während dem Turnier auch diverse

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World Mind Games in Peking

Zwei Russen, eine Russin und eine Chinesin holen zusammen sechsmal Gold   Gemeint sind, in dieser Reihenfolge, Grischuk und Gunina, dann Grischuk und Hou Yifan, dann Hou Yifan und Nepomniachtchi. Ich kann nur einem das Titelfoto geben (Gu Xiaobing, Turnierseite) und habe mich für Alexander Grischuk entschieden. Zweimal drei Turniere in insgesamt sieben Tagen, und zwar Schnellschach, Blitzschach und “baskisches System” – das ist quasi doppeltes Simultan: zwei Partien gleichzeitig gegen denselben Gegner bzw. dieselbe Gegnerin, wobei keine(r) oder beide Weissvorteil haben. Ich kann unmöglich auf alle gespielten Partien eingehen oder auch nur alle Ergebnisse aller Spieler(innen) nennen, also nur

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Anand offizieller Sieger in London

Giri und Kramnik gleichwertig   Kaum hat es begonnen, schon ist es wieder vorbei: das Londoner Turnier dieses Jahr mit klassischer Bedenkzeit. Gespielt wurden nur fünf Runden – da zählt jeder Sieg und jede Niederlage doppelt, und nicht nur wegen dem Fussball-Punktesystem. Das konnte die Abschlusstabelle oben beeinflussen, aber am Ende tauschten dadurch nur zwei Spieler die Plätze, die nicht in den Kampf um den Turniersieg eingreifen konnten. Eine Kuriosität ist, dass alle Spieler weniger als 50% der maximal erreichbaren Punkte erzielten – das ist der offizielle Endstand: Anand, Giri, Kramnik 7/15 (alle +1=4), Nakamura 6/15 (+1=3-1), Adams 4/15 (+1=1-3),

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Fast food in London

Nakamura dominiert im Schnellschach, enge Kiste im Blitzschach   Fast food gibt es in diversen Varianten: mitunter würzig und schmackhaft, manchmal auch versalzen oder zerkocht oder fade. Ich kann unmöglich auf alle Partien eingehen und diese kulinarisch bewerten, heute nur ein paar Bemerkungen vor allem zum Schnellturnier. Da traf die Weltelite auf das Fussvolk, im Blitzturnier waren sie dann unter sich. Die nackten Ergebnisse lauteten: Schnellschach Nakamura 9.5/10, Giri 8.5, Caruana, Anand, Kramnik, Short, Lenderman, Hansen, Naroditsky, Pert, Greenfeld, Williams 8 (nach der verwendeten Elo sortiert), … Bluebaum einer von vielen (22.-46.) mit 7 Punkten. Blitzschach Adams, Nakamura, Kramnik 17/30,

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Was sind Igor Lysyj und Peter Svidler …

… im Gegensatz zu Vladimir Kramnik?   Russische Meister! Svidler schaffte das im Laufe der Jahre siebenmal, Lysyj (Titelfoto Quelle Turnierseite) heute zum ersten Mal. So stand es nach neun Runden: Lysyj 5.5/9, Jakovenko 5, Svidler, Nepomniachtchi, Khismatullin, Vitiugov, Morozevich 4.5, Zvjaginsev, Grachev, Karjakin 4. Das Feld lag also relativ dicht beieinander und war keinesfalls sauber nach Elo sortiert. Bei den Damen nenne ich nicht das komplette Feld, da war deutlich mehr Luft zwischen Nummer 1 GM Valentina Gunina (7/9) und Nummer 10 WFM Oksana Gritsayeva (2/9), die immerhin Ex-Weltmeisterin Kosteniuk besiegte. Eines haben Meister und Meisterin gemeinsam: sie verloren

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London calling

Das/die nächste(n) Topturnier(e)   Das Katar Open ist gerade erst beendet – Donnerstag war die letzte Runde am Persischen Golf bei sommerlichen Temperaturen (und Klimaanlage im Turniersaal). Samstag beginnt das Schnellturnier im herbstlich-kühlen London. Wetter ist übrigens relativ: aktuelle Temperatur in Khanty-Mansiysk ist -26ºC. Giri und Kramnik können vielleicht ganz kurz zu Hause bei der Familie vorbeischauen und eine andere Garderobe einpacken – für einige andere Spieler lohnt es sich nicht (und ist zeitlich sowieso unmöglich), von Doha über Nordamerika nach London zu fliegen. Gemeint ist nicht Nakamura – der verzichtete auf das Katar Open – sondern seine Landsleute Lenderman

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Dramatische Schlussrunden in Katar

Am Ende ruft ein Chinese Yu-hu! Katar will Gibraltar als stärkstes Open weltweit ablösen bzw. hat das bereits geschafft (je nachdem wie man es betrachtet), aber eines haben die Auflagen 2014 gemeinsam: am Ende gewann ein Spieler, mit dem man weder vor noch während dem Turnier unbedingt gerechnet hätte. In Gibraltar gewann Cheparinov, Nummer 17 der Setzliste, nach Blitz-Tiebreak – warum ich ihn damals einen “paradoxen Sieger” nannte, siehe diesen Turnierbericht. In Katar gewann mit Yu Yangyi die Nummer 13 der Setzliste mit einem halben Punkt Vorsprung auf das Feld – auch vom Turnierverlauf her überraschend aber durchaus verdient. Im

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G-Stars in Katar

Giri nicht ganz unerwartet, Grandelius überraschend   Mitunter ergibt sich die Schlagzeile für Zwischenberichte erst während der davor letzten Runde – heute Sonntag um 13:00 war durchaus noch möglich, dass Mamedyarov und/oder Eljanov hier Titel und Titelbild (alle Fotos Turnierseite) bekommen, aber dann verloren sie gegen, ja genau, Giri und Grandelius. Damit steht es im Turnier nach fünf von neun Runden so: Giri 5/5, Grandelius 4.5, Kryvoruchko, Salem, Tomashevsky, Yu Yangyi, Sjugirov, Kramnik, Perunovic, Shankland 4. Das sind die top10 nach fünf Runden, nur zum Teil die top10 der Setzliste bzw. knapp darunter – einige aus diesem Kreis findet man

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Schach in der Wüste

Sehr stark besetztes Open in Katar   Die WM ist vorbei, aber das bedeutet keineswegs Langeweile oder schachliche Entzugserscheinungen. Bereits morgen sitzen diverse an der WM indirekt beteiligte Spieler wieder am Brett. Rauf und runter in der Setzliste des Katar Opens: Nummer 1 Anish Giri und Nummer 118 Sopiko Guramishvili hatten das WM-Match kommentiert, jede(r) auf seine/ihre Weise. Er war auf Twitter sehr aktiv, sie war vor Ort in Sotschi und – jedenfalls wenn Svidler mal nicht redete – für den offiziellen Livekommentar zuständig. Jetzt sieht Giri seine Freundin wieder live statt nur online – jedenfalls zwischen den Runden, vermutlich

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