10th Batavia Chess Tournament

Das Batavia-Schachturnier – im gleichnamigen Café gegenüber des Amsterdamer Hauptbahnhofs, Kneipenatmosphäre jedenfalls im Vorraum wo Spieler nach den Runden analysieren oder auch blitzen und/oder Bier trinken – wird dieses Jahr zum zehnten Mal ausgetragen. Im Laufe der Jahre wurde es stärker: die ersten beiden Auflagen 2009 und 2010 noch (fast) ohne Grossmeister, damit nur die Möglichkeit für IM-Normen – was der damalige FM Robin van Kampen 2009 schaffte. Seither immer drei Grossmeister und damit sind auch GM-Normen möglich – 2011 beinahe doch nicht, aber Gerald Hertneck sprang kurzfristig für den erkrankten Inder Barua ein. Danach wurde er übrigens Turniersieger –

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Aeroflot-Vorschau

Schach-Deutschland fiebert derzeit dem nächsten Bundesliga-Wochenende entgegen – neutrale (und auch ausländische) Beobachter wohl am ehesten dem Spitzenkampf Baden-Baden – Solingen, andere vielleicht auch dem Match ihres Vereins bzw. eines lokalen oder befreundeten Vereins. Schon Dienstag beginnt dabei in Moskau ein zwar kleines (94 Teilnehmer in der A-Gruppe) aber feines offenes Turnier. Aus deutscher Sicht interessant: der Sieger hat dann im Sommer einen Termin in Dortmund, neben immerhin 18.000 Euro bekommt er auch einen Freiplatz im Superturnier mit – wohl auf jeden Fall wieder Kramnik, Rest derzeit noch nicht bekannt. Solingen und Baden-Baden haben ihren Spielern offenbar die Teilnahme am 

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Gibraltar-Nachlese

Das kommt sehr spät … aus zwei Gründen bringe ich es noch: 1) Ich hatte es versprochen und das Material bereits gesichtet. 2) Ich bekam noch das “traditionelle” Statement von Grigoriy Oparin zu seinem Turnier, und das ergänzt auch den Beitrag von Thomas Marschner zu Batsiashvilis (nun definitivem) GM-Titel. Aber das kommt später – im Artikel vor allem Bilder. Zur Erinnerung: Levon Aronian hatte das Turnier nach Stichkampf gewonnen, Pia Cramling bekam (verdient/nachvollziehbar nach Wertung) den ersten Damenpreis. Auf dem Titelfoto zwischen ihnen James Humphreys, CEO des Sponsors Tradewise Insurance. Weitere Fotos von der Abschlussfeier – bei Redaktionsschluss des Turnierberichts

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Aronian auf Umwegen Gibraltar-Sieger

“Umwege” bezieht sich nicht darauf, dass er nach 13 Jahren endlich mal wieder in Gibraltar gewann (2005 geteilt, damals gab es offenbar noch keine Stichkämpfe um den Turniersieg). Seither spielte er meistens in Wijk aan Zee, kurz nach seinem ersten Erfolg in Gibraltar hat er sich (fast) permanent in der top10 etabliert. Nein, es bezieht sich auf dieses Turnier: An eins gesetzt, spielte er nur in der ersten und zehnten von zehn regulären Runden am Spitzenbrett. In dieser zehnten Runde konnte er sich bereits den alleinigen Turniersieg sichern, dann aber eine Gewinnstellung (so sah es auch sein Gegner, ein gewisser

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Tata Steel Abschlussbericht

Dieser Bericht kommt natürlich sehr spät: Sonntag war ein langer Tag vor Ort (mit An- und Abreise 8:30-22:00), Montag war ich anderweitig beschäftigt, aus gut 180 eigenen Fotos auswählen und bearbeiten dauert auch. Den Endstand in beiden Gruppen kennen die meisten Leser wohl bereits: Masters Carlsen 9/13 + 1.5/2, Giri 9/13 + 0.5/2, Kramnik und Mamedyarov 8.5/13, Anand und So 8, Karjakin 7.5, Svidler 6, Wei Yi 5.5, Jones, Caruana, Matlakov 5, Adhiban 3.5, Hou Yifan 2.5. Es gab also einen Stichkampf um den Turniersieg – deshalb dauerte es vor Ort sooo lange und habe ich dann einiges verpasst, speziell

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Tata Steel Reisebericht Runde 11

Generell ja sonst kein Bericht zu einer einzelnen Runde, aber diesmal würde es sonst sicher zu viel Material für einen einzelnen Artikel. Freitag war ich nochmals in Wijk aan Zee, die letzte Runde am Sonntag ist natürlich “Reporterpflicht” – hoffentlich dann auch das, was bisher weitgehend fehlt: Interviews mit bzw. eigene Spielerzitate von Grossmeistern. Dafür habe ich ein anderes Interview – das durchaus eventuell geplant war, wobei ich nicht wissen konnte ob es zustande kommt. Auch wenn Runde 12 bereits vorbei ist, nenne ich den jeweiligen Zwischenstand nach Runde 11. Masters Giri, Carlsen, Mamedyarov 7.5/11, Anand 7, Kramnik, Karjakin, So

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Giri gewinnt, andere auch (UPDATE)

Als Titel war eventuell “Spannung in Wijk aan Zee” vorgesehen, aber das geht aus zwei Gründen nicht wirklich: ich hatte das bereits im letzten Beitrag und wiederhole mich ungern, und eine der beiden in diesem Bericht besprochenen Runden war nicht in Wijk aan Zee sondern in Groningen. Der Reisebericht-Teil allerdings aus Wijk aan Zee am Dienstag – Groningen am Mittwoch war für mich zu weit für einen Tagesausflug, und niemand finanziert mir eine Hotelübernachtung. Wie immer erst der aktuelle Zwischenstand in beiden Gruppen: Masters Giri, Carlsen, 7/10, Kramnik 6.5, Anand 6, So und Karjakin 5.5, Svidler 4.5, Wei Yi, Caruana,

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Gibraltar, auch das noch

Das ist keinesfalls abwertend gemeint, aber eigentlich bin ich noch vollauf mit Wijk aan Zee beschäftigt – für mich (geographisch) naheliegender. Daher bekommt eines der stärksten offenen Turniere (Konkurrenz hatte es mal von Katar, und hat es von der Isle of Man) nur eine relativ kurze Vorschau – und wahrscheinlich erst dann weitere Berichterstattung, wenn Tata Steel Chess vorbei ist. Aus der Fülle starker Namen im Feld nenne ich zunächst die ersten zwanzig (20) der Setzliste: Aronian, Vachier-Lagrave, Nakamura, Navara, Harikrishna, Le Quang Liem, Vitiugov, Ivanchuk, Duda, Wang Hao, Adams, Rapport, Cheparinov, Gelfand, Dubov, Howell, Short, Motylev, Sutovsky, Anton Guijarro.

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Wieder Spannung in Wijk aan Zee

In beiden Turnieren schien bereits eine Vorentscheidung gefallen: ein Spieler hatte einen vollen Punkt Vorsprung auf alle anderen. Aber der ist eventuell dahin, wenn man dann eine Partie verliert – garantiert, wenn man gegen einen direkten Verfolger verliert. So kam es in Runde 8 in beiden Gruppen bzw. betrifft Niederlage gegen einen direkten Verfolger bei den Masters. Zwischenstand Masters: Giri, Carlsen, Mamedyarov 5.5/8, Kramnik und So 5, Anand und Karjakin 4.5, Svidler und Matlakov 4, Jones 3.5, Wei Yi und Caruana 3, Adhiban 2, Hou Yifan 1. Beinahe kam es auch zum Zusammenschluss am Tabellenende, aber dann gewann – aus

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Tata Steel Runde 4 und 5 (Hilversum) UPDATE

Diesmal umgekehrt: erst ein normaler Rundenbericht zu Wijk aan Zee und dann ein Reporter-Reisebericht zu und aus Hilversum. Fotografiert haben diesmal neben Alina l’Ami auch Harry Gielen und Thomas Richter (letzterer vielleicht mehr Quantität als Qualität, es gehört zum Reisebericht dazu). Zuerst der aktuelle Zwischenstand bei den Masters: Giri, Anand, Mamedyarov 3.5/5, Kramnik, Carlsen, So 3, Wei Yi, Karjakin, Matlakov, Jones, Svidler 2.5, Caruana 1.5, Adhiban 1, Hou Yifan 0.5. Einige machten also Fortschritte (vorne vor allem Mamedyarov), andere nicht: nach derzeitigem Stand heisst der Turniersieger nicht Fabiano Caruana, Hou Yifan hat noch mehr Nachholbedarf. Erwähnenswert hier noch, dass Carlsen

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Tata Steel nach drei Runden

Der erste Bericht über und auch aus Wijk aan Zee diesmal erst nach der dritten Runde, vorher schaffte ich es zeitlich nicht. Dabei werde ich den Reisebericht vom Samstag mit “normalen” Berichten zu den beiden anderen Runden kombinieren. Zunächst die jeweiligen Zwischenstände: Masters Anand und Giri 2.5/3, Mamedyarov, Jones, Carlsen 2, Karjakin, So, Svidler, Kramnik 1.5, Caruana, Wei Yi, Matlakov 1, Hou Yifan und Adhiban 0.5. Noch werden ja zehn Runden gespielt. Wenn es bei dieser Reihenfolge bleiben sollte, würde Anand oder Giri (wer auch immer den dann fälligen Stichkampf gewinnt) “Schachgeschichte schreiben”. Anand wäre dann sechsmaliger Sieger in Wijk

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Tata Steel Chess Vorschau

Alle Jahre wieder im Januar in Wijk aan Zee – seit 2014 für die Teilnehmer der A-Gruppe (und damit auch viele Journalisten) zwei Runden anderswo in den Niederlanden. Tradition ist inzwischen auch, dass 12 der 14 Teilnehmer der A-Gruppe (offiziell “Tata Steel Masters”, die B-Gruppe heisst “Challengers”) frühzeitig bekannt gegeben werden und dass es dann oft – hier und anderswo – bereits erwähnt wird, aus meinem eigenen Vor-Vorbericht werde ich später zitieren. Tradition ist bei mir mittlerweile auch, dass ein Spieler, der nicht zum engeren Favoritenkreis zählt, das Titelbild bekommt – dazu gleich mehr. Zuerst das, was Leser wohl gerne

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Opens überall – Hastings, Vandoeuvre, Schwäbisch Gmünd, Basel

Bevor es mit Wijk aan Zee losgeht, “reise” ich noch etwas im Zickzack durch Europa und bespreche eine Reihe offener Turniere seit Weihnachten – wenn passend, auch aus deutscher Sicht. Nur zu Hastings (Titelbild ein relativ unbekannter Spieler, der sich das verdient hat) und Vandoeuvre Fotos, nur zu Vandoeuvre ein paar Worte zu einzelnen Partien. Ein fünftes bzw. zusammen mit Rilton Cup sechstes Turnier bekommt dann noch einen eigenen Artikel – Groningen und zwar reichlich verspätet, das Turnier war bereits 2017 vorbei. Turnierübergreifend gilt u.a.: Titelnormen wurden erzielt oder auch nicht. Ich beginne mit Hastings, offiziell-komplett “Tradewise 93rd International Hastings

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Rilton Cup 2017-2018

Zwischen WM in Riad und Wijk aan Zee sowie – teils parallel – Gibraltar nichts los? Ja, wenn man sich nur für Spieler mit Elo 2700+ interessiert, ansonsten gab es jede Menge offene Turniere. Mehrere Turniere, z.T. noch nicht beendet, bekommen wohl einen Kombi-Bericht, der Rilton Cup in Stockholm bekommt nun angesichts der Menge des vorhandenen Materials einen eigenen Bericht. Entwicklungen im Turnier vorab kurz beschrieben: erst dominierte Polen, dann schloss Norwegen zur Spitze auf, dann gewann Russland. Jeweils waren es nicht Spieler mit Elo 2700+ (Wojtaszek, Duda, Carlsen, zu viele um alle zu nennen) – die fehlten beim Rilton

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Riad-Galerien

Und nun noch die traditionelle Bilder-Nachlese zu Turnieren mit vielen Teilnehmer(inne)n. Sinn der Sache ist: Wer hat – ausser denen, die in früheren Beiträgen bereits erwähnt und teilweise gezeigt wurden – mitgespielt? Natürlich kein Anspruch auf Vollständigkeit – nicht alle wurden fotografiert, bzw. nicht alle (er)kenne ich oder kann es ermitteln (z.B. Marta Michna habe ich nicht entdeckt). Dafür einige mehrfach, u.a. kann ich mich nicht zwischen Alina Bivol und Alina Bivol entscheiden. Ebenfalls einige Szenen am Rande, diesmal hier keine Fotos von den Siegerehrungen – die waren, da der Artikel zu den Blitzturnier verspätet erschien, bereits zu dessen Redaktionsschluss

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Musik im Blitzschach – CD (Carlsen und Dzagnidze) sind Weltmeister

Der Bericht zur Blitz-WM 2017 in Riad erscheint umständehalber erst 2018 – das Geschehen aufbereiten dauert, und zu dieser Jahreszeit hat man auch andere Verpflichtungen. “Musik” bezieht sich neben dem kleinen Scherz zu CD auch auf die Turniere selbst – jeweils lagen nach dem ersten Tag Spieler vorne, die nach dem zweiten Tag teilweise gar keine Medaillen bekamen. Misstöne bzw. atonale Musik waren auch dabei. Zunächst wieder der Endstand in beiden Turnieren: Offenes Turnier: Carlsen 16/21, Karjakin und Anand 14.5, Wang Hao, Aronian 14, Ding Liren, Petrosian, Yu Yangyi, Korobov, Mamedyarov, Svidler 13.5. Carlsen dominierte am Ende – wie das

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Medaillen in Riad für Anand, Ju Wenjun und andere

Diese beiden – aus Indien und China – bekamen jeweils zwei Medaillen und werden daher bereits im Titel erwähnt, Vishy Anand bekommt auch das Titelfoto. Weitere Medaillen gingen an Russland – insgesamt vier aber keine goldene – sowie nochmals China, Deutschland, Georgien und auch Skandinavien. Letztere nicht etwa an Pia Cramling, die ihr hohes Tempo vom ersten Blitztag nicht durchhalten konnte, sondern an Magnus Carlsen der am zweiten Blitztag mehr als genug gegnerische Geschenke bekam – so war die Welt am Ende für ihn in Ordnung. Keine Medaillen gab es, was führende Schachnationen betrifft, für die USA (recht kleine Delegation 

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Jein zur WM in Saudi-Arabien (UPDATES)

Ich hatte diesen Themenkomplex bisher vermieden, aber aus meiner Sicht sind bisherige Beiträge dazu zu einseitig-negativ – das will ich etwas relativieren. Ein Punkt fehlt aus meiner Sicht bisher völlig: ebenfalls berechtigte Interessen von Spielern (und Spielerinnen!), dass dieses Turnier stattfinden konnte mit attraktivem Preisfonds. Offenbar zeigte ausser Saudi-Arabien niemand Interesse – auch nach der Vergabe an Riad sagte meines Wissens niemand “es gab eine Alternative, wir standen auch zur Verfügung”. Wenn dem so wäre, dann könnte man diskutieren, ob ein anderer Austragungsort besser gewesen wäre (auch bei weniger Preisgeld). So allerdings war es “Riad oder nirgendwo” – und dann

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EM im Schnell- und Blitzschach in Kattowitz (UPDATE)

Das waren jeweils Massenturniere “für alle” – zweimal über 1000 Teilnehmer, in der Masse natürlich vor allem Polen, wobei selbstverständlich auch Spieler jeglichen Niveaus aus anderen europäischen Ländern mitspielen durften. Für die allermeisten galt sicher “dabei sein ist alles”, wobei es auch diverse Ratingpreise gab. Grossmeister hofften wohl auf mehr Preisgeld und eventuell den Titel Europameister, im Schnellturnier gingen dann was Platz eins betrifft alle GMs leer aus – Sieger wurde ein an Nummer 68 gesetzter IM! Im Blitzturnier war der Europameister immerhin Nummer 24 der Setzliste, schien allerdings früh um Turnier “chancenlos”. Die Berichte wieder vor allem “atmosphärisch” mit

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World Mind Games in China

Die Turniere in Huai’an (insgesamt sechs) hatten dabei nicht den Status Weltmeisterschaft – die kommen noch, ebenfalls an einem exotischen Ort (Riyadh in Saudi-Arabien). De fakto ist es stattdessen Nachfolger der Amber-Turniere. Im polnischen Kattowitz dagegen parallel die offenen Europameisterschaften im Schnell- und Blitzschach – “offen” im Sinne von “für beide Geschlechter” (die Damen hatten ja zuvor schon ein eigenes Turnier in Monaco) und “Schweizer System, offen für alle aus Europa”. Insgesamt acht Turniere in einem Artikel bedeutet, dass ich kaum auf Partien eingehen kann (es waren ja tausende …) und auch nur bedingt auf den jeweiligen Turnierverlauf. Acht, da

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